Proteinriegel selber machen: So einfach geht's.

Hausgemachtes Proteinriegel mit Superfoods

Lesezeit: 5 min

Proteinriegel lassen sich ganz einfach selbst machen. Die Grundlage bilden meist Haferflocken, Nussmus und Nüsse. Je nach Rezept kommt zusätzlich Proteinpulver zum Einsatz – es geht aber auch ohne. Für Abwechslung im Geschmack sorgen Zutaten wie Kakao, Datteln, Bananen, Kokos oder verschiedene Nüsse. Bei uns erfährst du, welche Zutaten sich besonders eignen und wie du Proteinriegel selbst zubereitest.

Proteinriegel selber machen: Welche Zutaten eignen sich?

Selbstgemachte Proteinriegel gelingen schon mit wenigen Zutaten und lassen sich ganz nach Geschmack zusammenstellen. Die Basis bilden in vielen Rezepten Haferflocken: Zarte Haferflocken ergeben eine feinere Masse, gröbere sorgen für mehr Biss. Als Bindemittel eignet sich Nussmus wie Erdnuss-, Mandel- oder Cashewmus. Es verbindet die Zutaten und macht die Masse formbar. Pürierte Datteln können ebenfalls zur Bindung beitragen. Je nach Rezept kannst du Proteinpulver hinzufügen, beispielsweise Whey, Casein oder eine vegane Variante. Proteinriegel lassen sich aber auch ohne Proteinpulver zubereiten. Für Biss sorgen Nüsse und Samen wie Mandeln, Haselnüsse, Erdnüsse sowie Kürbis- oder Sonnenblumenkerne. Auch Lein- oder Chiasamen können Bestandteil der Masse sein. Größere Zutaten hackst du am besten vorher grob. Süße ergänzt du nach Geschmack, zum Beispiel mit Honig, Ahornsirup oder Datteln. Für unterschiedliche Geschmacksrichtungen eignen sich weitere Zutaten wie Backkakao, Zimt, Vanille oder Kokosraspeln. Banane oder Trockenfrüchte wie Cranberrys, Goji-Beeren, Aprikosen oder Rosinen bringen eine fruchtige Note.

Einfaches Proteinriegel-Rezept zum Nachmachen.

Zutaten für ca. 10 Riegel:

  • 150 g zarte Haferflocken
  • 60 g Proteinpulver
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 120 g Erdnussmus oder Mandelmus
  • 50 g Honig oder Agavendicksaft
  • ca. 80 ml Milch oder Milchalternative, z. B. Hafermilch
  • Optional: 1 TL Zimt oder 1 EL Backkakao

So bereitest du deine Proteinriegel zu:

  1. Backofen vorbereiten: Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und lege eine rechteckige Backform mit Backpapier aus.
  2. Zutaten vermischen: Vermische Haferflocken, Proteinpulver und gemahlene Mandeln in einer Schüssel. Gib Nussmus, Honig oder Agavendicksaft und zunächst etwa 60 ml Milch oder Milchalternative hinzu.
  3. Masse zubereiten: Verrühre alles zu einer festen, leicht klebrigen Masse. Ist sie noch zu trocken oder bröselig, gib nach und nach etwas von der restlichen Flüssigkeit hinzu.
  4. Masse verteilen: Gib die Masse etwa 1,5 bis 2 cm hoch in die vorbereitete Form, drücke sie gleichmäßig fest und streiche die Oberfläche glatt.
  5. Riegel backen: Backe die Masse etwa 15 Minuten im vorgeheizten Backofen.
  6. Abkühlen und schneiden: Lasse die Masse vollständig auskühlen und schneide sie anschließend in etwa zehn Riegel.
  7. Topping hinzufügen: Nach Geschmack verzierst du die Riegel mit geschmolzener Schokolade oder bestreust sie mit gehackten Nüssen.

Hinweis: Die benötigte Flüssigkeitsmenge kann je nach Proteinpulver variieren.  

Proteinriegel lassen sich vegan, low carb und ohne Nüsse zubereiten.

Das Grundrezept lässt sich mit wenigen Zutaten abwandeln – etwa schokoladig, fruchtig, vegan, low carb oder ohne Nüsse.

  • Low Carb: Ersetze Haferflocken durch gemahlene Nüsse oder Nussmehl. Da diese Zutaten die Konsistenz verändern, solltest du Flüssigkeit wie Milch nach und nach hinzufügen.
  • Vegan: Verwende statt Milch beispielsweise Mandelmilch, Hafer- oder Sojadrink, ein veganes Proteinpulver und Ahornsirup oder Agavendicksaft statt Honig.
  • Ohne zugesetzte Süßungsmittel: Zerdrückte Bananen oder pürierte Datteln bringen Süße in die Masse.
  • Ohne Nüsse: Ersetze Nussmus durch Sonnenblumenkernmus und gemahlene Mandeln durch Haferflocken oder fein gemahlene Sonnenblumenkerne.  
  • Mit Ei: Für zusätzliche Bindung mischt du ein Ei unter die Masse. Reduziere dabei die Milchmenge und gib weitere Flüssigkeit nur bei Bedarf hinzu.

Proteinriegel ohne Proteinpulver selber machen.

Proteinriegel lassen sich auch ohne Proteinpulver zubereiten. Je nach Rezept kommen dafür andere Eiweißquellen wie Quark, Skyr, Hüttenkäse, Ei, Nüsse oder Samen infrage.¹ Für gebackene Varianten eignen sich besonders Quark, Hüttenkäse und Ei: Sie bringen zusätzliche Feuchtigkeit in die Masse, während das Ei als Bindemittel dient. Gemahlene Mandeln und Nüsse sowie Kürbis-, Sonnenblumen-, Lein- oder Chiasamen lassen sich mit Haferflocken zu einer festen Riegelmasse kombinieren.

Tipps zur Zubereitung und Lagerung von Proteinriegeln.

  • Richtige Teig-Konsistenz: Die Masse sollte fest und leicht klebrig sein. Ist sie zu weich, helfen Haferflocken oder etwas Proteinpulver; ist sie zu trocken, gib nach und nach Milch oder Nussmus hinzu.  
  • Auskühlen lassen: Schneide gebackene Proteinriegel erst nach dem vollständigen Auskühlen – am besten mit einem scharfen Messer, damit die Riegel nicht brechen.
  • Richtig lagern: Bewahre die Riegel in einem gut verschlossenen Behälter auf. Backpapier zwischen den Schichten verhindert, dass sie aneinanderkleben. Enthalten sie Quark, Joghurt, Datteln oder andere kühlpflichtige Zutaten, gehören sie in den Kühlschrank.²  
  • Haltbarkeit beachten: Wie lange selbstgemachte Proteinriegel haltbar sind, hängt vom Rezept und den verwendeten Zutaten ab.
  • Einfrieren: Du kannst die Proteinriegel portionsweise einfrieren und bei Bedarf im Kühlschrank auftauen. Je nach Rezept kann sich die Konsistenz nach dem Auftauen etwas verändern.  

Fazit: Proteinriegel lassen sich mit wenigen Zutaten selber machen.

Haferflocken, Nussmus, Nüsse und optional Proteinpulver bilden eine einfache Grundlage für selbstgemachte Proteinriegel. Das Grundrezept lässt sich nach Geschmack variieren – etwa mit Kakao, Datteln, Banane oder Kokos. Auch Varianten ohne Proteinpulver oder ohne Backen sind möglich. Probiere unterschiedliche Zutaten und Kombinationen aus und finde die Variante, die dir am besten schmeckt.  

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