Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade bewusst genießen.
Kaffee, Tee und Kakao sind weltweit begehrte Rohstoffe, die oft von Kleinbäuer:innen in tropischen und subtropischen Regionen angebaut werden. Dabei sind Umweltbelastungen, Entwaldung und soziale Missstände wie schlechte Arbeitsbedingungen oder Kinderarbeit häufige Herausforderungen. Deshalb fördern wir zertifizierten Anbau nach anerkannten Standards wie Fairtrade, Rainforest Alliance und Bio, unterstützen lokale Projekte vor Ort und arbeiten in Multi-Stakeholder-Initiativen daran, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzent:innen zu verbessern und natürliche Ressourcen langfristig zu schützen.
Kaffee und Tee.
Ob Espresso zum Wachwerden, erfrischender Eiskaffee oder eine Tasse duftender Tee - wir lieben Kaffee und Tee in allen Formen. Der Großteil des Tees stammt aus Asien, etwa China, Sri Lanka oder Indien. Und auch Kaffee legt einen weiten Weg zurück, bis er in unseren Filialen ist. Kaffee- und Teeanbau erfolgen meist in Ländern mit herausfordernden Umwelt- und Arbeitsbedingungen. Deswegen achten wir darauf die sozialen und ökologischen Bedingungen im Kaffee- und Teeanbau zu verbessern und die Kleinbäuer:innen durch Wissensvermittlung zu unterstützen, zum Beispiel zu energieeffizienten und ressourcenschonenden Anbaumethoden. Darüber hinaus hat ALDI Sozialstandards (PDF) für menschenwürdige und faire Arbeitsbedingungen definiert, die unter anderem von unseren Tee- und Kaffeelieferant:innen eingehalten werden müssen. Darin geregelt sind Löhne, Arbeitszeiten sowie ein striktes Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit.
Gut zu wissen.
Unser Engagement vor Ort.
Das von uns finanziell geförderte Projekt in Honduras zeigt, was unser Engagement direkt vor Ort für Mensch und Umwelt bewirkt. Seit 2016 unterstützen wir gemeinsam mit unserem Partner Fairtrade zahlreiche Kooperativen im Kaffeeanbau. Damit setzen wir am Ursprung der Lieferkette an, denn Engagement beginnt bereits auf dem Feld. Die Bohnen für unseren Kaffee stammen meistens von vielen kleinen Anbauflächen. Jede Fläche wird von Kleinbäuer:innen bewirtschaftet und muss die Existenz einer Familie sichern. Jedoch bedrohen geringe Ernteerträge und die Folgen des Klimawandels ihre Lebensgrundlage immer mehr. In Honduras setzen wir uns für sozialen und ökologischen Kaffeeanbau ein, indem wir an entscheidenden Stellen ansetzen. So will das Projekt die Kapazitäten der Kleinbetriebe verbessern und ihnen mithilfe größerer Erzeugermengen des Kaffees wirtschaftliche Erfolge sichern.
Ein wichtiger Schritt, dem Klimawandel entgegenwirken, besteht zudem darin, Kleinbäuer:innen wichtige Praktiken ressourcenschonender Landwirtschaft zu vermitteln. Um den Lebensunterhalt lokaler Kleinbäuer:innen langfristig zu sichern, zeigt ihnen das Projekt zusätzliche Einkommensquellen auf. Damit sich mehr Frauen und junge Erwachsene in die Kaffeekooperativen einbringen, fördert es ihre Beteiligung an Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen.
Das Projekt in Zahlen:
- 22 Kleinerzeugergemeinschaften nehmen teil
- 4.656 Menschen profitieren unmittelbar
- 20.000 im Umfeld der Kleinbauernbetriebe indirekt geförderte Menschen
- 83 % aller teilnehmenden Kaffeekooperativen erzielten Gewinne
- 68 % reduzierten den Gebrauch von Agrochemie³ auf eine kleine Menge
- 68 % nutzen für ihre Einnahmen ergänzende Quellen
Erfahre mehr zu unserem internationalen Engagement in unserem Kaffee Factsheet (PDF).
Kakao und Schokolade.
Kakao ist in vielen Lebensmitteln enthalten: in Schokolade, Getränken, Gebäck oder anderen Süßigkeiten und hat die Kraft Menschen glücklich zu machen. Rund acht Kilo Kakao verzehrt jede:r Deutsche pro Jahr.⁴ Wenn man die Herkunft der Kakaobohnen betrachtet, sind die Umstände oft weniger unbeschwert. Mehr als 60 % des weltweiten Kakaos stammen aus der Côte d’Ivoire und Ghana. Er wird von Kleinbäuer:innen angebaut, die oft mit schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen konfrontiert sind. Menschenrechtsverletzungen, darunter Kinderarbeit und moderne Sklaverei, sowie Umweltrisiken wie Abholzung sind nach wie vor zentrale Herausforderungen bei der Beschaffung von Kakao. Um diese Missstände zu beenden, ist es besonders wichtig, gezielt einzukaufen – für uns als Händler, aber auch für dich als Verbraucher:in.
Wir bei ALDI SÜD setzen auf starke Partnerschaften mit relevanten Stakeholder:innen und arbeiten mit unseren Geschäftspartner:innen zusammen, um die Rückverfolgbarkeit unseres Kakaos zu erhöhen. Zudem setzen wir uns durch eine zertifizierte Sortimentsgestaltung für den Wandel im Kakaoanbau ein. Wichtige Instrumente hierfür sind sogenannte Standards, die zertifiziert werden. Sie legen soziale und ökologische Anforderungen für den Anbau fest. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird von unabhängigen Dritten kontrolliert. Wir unterstützen den Ansatz, im Sortiment nur zertifizierte Kakaoprodukte zu führen. So sind alle unsere kakaohaltigen Produkte nach den Standards Fairtrade, Fairtrade Kakaoprogramm oder Rainforest Alliance zertifiziert. Die Produkte, die mit einem der Label gekennzeichnet sind, stehen für faire Handelsbeziehungen, die den Kakaobäuer:innen bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen garantieren. Zusätzlich erfolgt der Kakaoanbau unter umweltschonenden Bedingungen.
Erfahre mehr zu Fairtrade und unserem Fairtrade-Sortiment.
Unser Engagement vor Ort.
Seit 2020 unterstützt die Unternehmensgruppe ALDI SÜD gemeinsam mit Fairtrade und Partnern die Kakaokooperative ECAMOM in Côte d’Ivoire. Ziel des Projekts ist es, die Lebensbedingungen der Kleinbäuer:innen nachhaltig zu verbessern, soziale Gleichstellung zu fördern, Kinderarbeit zu bekämpfen und den Klimaschutz durch Monitoring von Entwaldung voranzutreiben.
Die Kooperative profitiert von garantierten Fairtrade-Mindestpreisen und Prämien, die sie demokratisch für Verbesserungen nutzt: bessere Anbaumethoden, Frauenermächtigung, Kinderschutz und nachhaltige Landnutzung. Finanzielle Inklusion wird durch lokale Spar- und Kreditgruppen (VSLA), die vor allem Frauen stärken, gefördert.
Moderne Technologien verbessern das Farmmanagement und unterstützen die Einhaltung der EU-Entwaldungsverordnung. Ein spezielles Ausbildungsprogramm („Women’s School of Leadership“) stärkt gezielt die Führungsrolle von Frauen in der Kooperative. Im Jahr 2023/2024 wurden mit den Fairtrade-Prämien unter anderem Infrastrukturprojekte realisiert, wie der Bau eines Trinkwasserbrunnens für 3.500 Menschen sowie die Anschaffung von Schulmaterialien.
Das Projekt in Zahlen:
- 3.806 Mitglieder innerhalb der Kooperative
- 6,4 % der Gesamtprämie wurden für direkte Zahlungen für Mitglieder und ihre Familien bereitgestellt
- 398.242 Euro Fairtrade-Prämien zur Unterstützung der genossenschaftlichen Entwicklung
Multi-Stakeholder-Initiativen.
Wir sind davon überzeugt, dass zum Schutz von Menschen und Umwelt effektive Netzwerke geschaffen werden müssen. Für den Wandel im Kakaoanbau sind Initiativen von verschiedenen Interessengruppen, ein offener Austausch und strategische Partnerschaften wichtig.
Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD ist der „Retailer Cocoa Collaboration“ beigetreten und Mitglied im Forum Nachhaltiger Kakao. Gemeinsam mit unseren Partner:innen setzen wir uns in diesen Zusammenschlüssen dafür ein, die Lebensgrundlagen von Kakaobäuer:innen und deren Familien zu verbessern und Waldgebiete zu schützen.
Mehr Informationen zu unserem internationalen Engagement findest du in unserem Kakao Factsheet (PDF).
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Fußnoten
¹ Sowie alle Artikel mit über 10 % Kaffeeanteil.
² Bei Früchte- und Kräutertees gilt: mit mind. 50 % zertifiziertem Anteil. Ausgenommen sind Instant-Teegetränke.
³ Werden in der Landwirtschaft verwendet, um das Wachstum von Nutzpflanzen zu fördern oder sie vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen.
