Stoffe zum Wohlfühlen.
Unser Ziel bei ALDI SÜD ist es, die sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen entlang der gesamten Textillieferkette zu verbessern. Wir wollen zudem, dass zertifizierte Baumwolle (z. B. Better Cotton Initiative, GOTS) bei unseren Textilien Standard wird.
Unsere ALDI SÜD Strategie für Textilien.
Neben unserem Einsatz für zertifizierte Baumwolle haben wir bei ALDI SÜD eine Strategie für nachhaltigere Kleidung entwickelt. Sie steht auf diesen Säulen:
- Verantwortungsvolle Sortimentsgestaltung
- Verstärkter Einsatz von recycelten Materialien
- Offener Austausch mit Interessenvertreter:innen und strategische Partnerschaften
- Engagement in Baumwollanbaugebieten und Textilproduktionsstätten
Um unsere Sozial- und Umweltanforderungen weltweit zu wahren, kontrollieren wir seit 2018 das Risiko- und Compliance-Management-System unserer direkten Geschäftspartner:innen. Gemeinsam mit unseren Geschäftspartner:innen haben wir unser Social Monitoring Programme (SMP) entwickelt und umgesetzt. Ein wesentlicher Bestandteil des Programms sind Vor-Ort-Audits von unabhängigen Expert:innen. Zusätzlich führen wir eigene Kontrollaudits durch. Die sog. ALDI Social Assessments werden u. a. in Textilproduktionsstätten durchgeführt. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Vermeidung umweltgefährlicher Chemikalien. Bereits 2015 haben wir uns zur Detox-Kampagne von Greenpeace bekannt.
Herausforderungen in der Textilproduktion.
Hier spielen neben den Arbeitsbedingungen in der außereuropäischen Textilherstellung bereits die Rohstoffe eine bedeutende Rolle. Jährlich werden etwa 25 Millionen Tonnen Baumwolle geerntet. Das macht ein Drittel der weltweiten Textilfaserproduktion aus. Doch aus Baumwolle gefertigte Kleidung ist nicht automatisch nachhaltig. Denn beim Anbau und der Verarbeitung von Baumwolle werden häufig gentechnisch verändertes Saatgut und Pestizide eingesetzt und die Arbeitnehmer:innenrechte missachtet.
Aber auch synthetische Fasern sind in der Regel ungeeignet für die Produktion nachhaltiger Kleidung und Textilien. Denn synthetische Fasern sind biologisch nicht abbaubar und setzen beim Wäschewaschen Mikroplastik frei, das in die Umwelt gelangt. Dennoch können Textilien aus synthetischen Fasern Vorteile bieten, falls sie aus Recyclingmaterial bestehen oder deren Materialien ihrerseits in den Recyclingkreislauf integriert werden können. Dann stärken sie einen ressourcenschonenden Wertstoffkreislauf.
Was tut ALDI SÜD für mehr nachhaltigere Kleidung?
Wir treten dafür ein, dass Baumwolle weltweit sozial und umweltfreundlich angebaut und verarbeitet wird. Darum haben wir uns gemeinsam mit ALDI Nord dazu verpflichtet, ab 2025 ausschließlich Baumwolle aus zertifizierten Quellen für unsere Bekleidungs- und Heimtextilien zu beziehen. Die Baumwolle muss nach einem der folgenden international anerkannten Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert oder entsprechend recycelt sein:
Dabei sind wir schon sehr weit gekommen: 2024 waren bereits 93 % der Baumwolle in unserer Kleidung, Bettwäsche, Handtüchern und weiteren Heimtextilien nach international anerkannten Standards zertifiziert¹.
Mehr dazu erfährst du in unserer internationalen Baumwoll-Einkaufspolitik (PDF). Und mehr zur Strategie der Unternehmensgruppe ALDI SÜD im Textilbereich findest du auf unserer internationalen Website.

Recycelte Fasern und recycelbare Materialien.
Recycelte Materialien gewinnen durch die ständige technologische Weiterentwicklung eine immer größere Bedeutung für die Herstellung von Kleidung und Textilien. Die Vorteile sind klar: Durch die Verwendung bestehender Materialien können sowohl Rohstoffe als auch Ressourcen eingespart werden.
Bei uns kommen zertifizierte recycelte Fasern – etwa nach dem Global Recycled Standard (GRS) – für nachhaltigere Kleidung und Textilien zum Einsatz. Durch die GRS-Zertifizierung wird sichergestellt, dass die sozialen, ökologischen und chemischen Vorschriften in der Produktion erfüllt werden.
Laserwashed Denim spart Ressourcen.
Laserwashed Denim wird – so wie konventioneller Jeansstoff – aus dem Rohstoff Baumwolle hergestellt. Nur übernimmt bei dieser Technik ein Laserstrahl gleich mehrere Schritte in der Stoffbehandlung. Dieses Verfahren ermöglicht dabei eine erhebliche Einsparung an Wasser in der Jeansproduktion, was angesichts der Bedeutung von Wasser als einer unserer kostbarsten Ressourcen von großer Relevanz ist.
Lasertechnik statt chemische Bleichmittel.
Um den Used-Look einer herkömmlichen Jeans zu erreichen, wird sie mit verschiedenen chemischen Bleichmitteln behandelt. Bei Laserwashed Denim wird der gleiche optische Effekt durch Lasertechnik erzielt. Da so auch das Ausspülen der Chemikalien entfällt, gelangt zudem weniger Chemie in die Gewässer. Und die Arbeitsbedingungen für die Menschen, die an der Produktion beteiligt sind, gestalten sich besser, da sie keine Berührung mit Chemikalien fürchten müssen und weniger manuellen Aufwand haben.
Unsere Mitgliedschaften im Bereich Textilien.
2014 traten wir dem International Accord of Fire and Safety in the Textile and Garment Industry bei, um Brandgefahren in Textilfabriken wirkungsvoll einzudämmen.
Seit 2015 sind wir Teil des Bündnisses für nachhaltige Textilien. Das Bündnis besteht aus der Bundesregierung, Vertreter:innen der Zivilgesellschaft und einer Vielzahl deutscher Unternehmen. In dem Zusammenschluss setzen sich verschiedene Interessenvertreter:innen für die Verbesserung der Sozialbedingungen und Umweltstandards in der globalen Textilbranche ein.
Seit 2019 setzen wir uns mit dem Thema „Existenzsichernde Löhne“ in der vom „Bündnis für nachhaltige Textilien“ ins Leben gerufenen, gleichnamigen Initiative auseinander. Innerhalb der Initiative engagieren wir uns für die Verbesserung unserer Einkaufspraktiken, da diese einen immensen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen und Lohnzahlungen in den für ALDI eingesetzten Produktionsstätten haben können. Überdies fördern wir seit 2021 das amfori-Pilotprogramm Speak for Change, das Beschwerdemanagements für Textilarbeiter:innen installiert.
Um unserem Ziel näher zu kommen, arbeiten wir eng mit unseren Lieferant:innen zusammen und beteiligen uns an einer Reihe von Multi-Stakeholder-Initiativen sowie der Durchführung eigener Projekte vor Ort. Mehr dazu findest du in unserem internationalen Factsheet (PDF).
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Fußnoten
¹ Betrifft Eigenmarken.
² https://sustainability.aldisouthgroup.com/making-change/supply-chain/transparency
