Eine Farmerin hält freudig eine Bananenstaude mit reifen Bananen hoch.

Anbau von Bananen und weiteren Obst- und Gemüsesorten.

Nicht nur die Banane sondern alle unsere Obst- und Gemüseartikel sind bei ALDI SÜD nach dem GLOBALG.A.P.-Standard zertifiziert. Beim Anbau wird streng darauf geachtet, dass die Anforderungen an die Arbeitssicherheit und den Schutz der Umwelt eingehalten werden. Unter anderem erfolgt der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gemäß den Vorgaben des Standards. Zusätzlich fordern wir das Zusatzmodul Add-on GRASP von GlobalG.A.P. oder einen alternativ akzeptierten Standard, wie bspw. SA 8000, für alle Obst- und Gemüseartikel. Diese Standards prüfen, inwieweit vorgegebene soziale und arbeitsrechtliche Anforderungen, wie bspw. der Umgang mit Schutzkleidung oder Verbot von Kinderarbeit, bei der Erzeugung der Artikel eingehalten werden. Darüber hinaus setzen wir bei ausgewählten Artikeln, wie unseren Bananen, Limetten oder Ananas, auf Zertifizierungen wie bspw. Fairtrade oder Rainforest Alliance.

Die Bananenlieferkette bei ALDI SÜD.

Als globaler Einzelhändler spielt die Unternehmensgruppe ALDI SÜD eine wichtige Rolle bei der Unterstützung des Bananensektors zur Förderung der Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards. Daher setzt sich ALDI SÜD durch verschiedene Maßnahmen für eine verantwortungsbewusste Bananenlieferkette ein.

Ein Mann zeigt eine Bananenstaude, die an einer Bananenpflanze wächst.

Schritt 1: Zertifizierung.

Alle Erzeuger:innen unserer Bananen sind nach einem anerkannten Standard (Fairtrade, Bio-Fairtrade und Rainforest Alliance) für die Umsetzung von sozialen, menschenrechtlichen und ökologischen Anforderungen zertifiziert. Dadurch wird unter anderem das Verbot von Entwaldung sowie Arbeitsbedingungen, wie das Tragen von Schutzkleidung oder geregelte Arbeitszeiten sichergestellt.

Schritt 2: Partnerschaftlicher Beschaffungsansatz.

Unser Anspruch ist es, alle Kosten in der Bananenlieferkette zu berücksichtigen, so dass wir unseren Lieferant: innen und Produzent:innen Bananenpreise zahlen können, die ihre Produktionskosten decken. Dafür arbeiten wir partnerschaftlich mit unseren Lieferant:innen zusammen. Langfristige Lieferantenbeziehungen, ein stabiles Einkaufsvolumen und Transparenz der Produktionskosten ermöglichen es uns, Kostenänderungen oder Schwankungen entlang der Lieferkette besser zu berücksichtigen. Um Bananenpreise gerechter zu gestalten, berücksichtigen wir beispielsweise in unseren Einkaufspreisen die von Fairtrade jährlich berechneten Änderungen der Produktionskosten je Land. Dieser Ansatz ermöglicht unseren Geschäftspartner:innen und deren Erzeuger:innen Planungssicherheit zu gewinnen und zukunftsorientierte Investitionen in ihre Unternehmen zu tätigen.

Drei Frauen stehen lächelnd um eine Bananenstaude.
Eine Arbeiterin sortiert geerntete Bananenstauden.

Schritt 3: Stabile Löhne für bessere Chancen.

Wir wollen die Arbeiter:innen in unserer Bananenlieferkette wirksam dabei unterstützen, einen angemessenen Lebensstandard zu erreichen da nicht immer der gesetzliche Mindestlohn die Kosten für grundlegende Bedürfnisse wie Nahrung, Gesundheit oder Bildung der Arbeiter:innen und ihrer Familien deckt. Wir beteiligen uns an der von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gegründeten Arbeitsgruppe des deutschen Einzelhandels zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen. Ziel der Arbeitsgruppe ist die Koordination und Durchführung gemeinsamer Aktivitäten, um existenzsichernde Löhne und Einkommen in globalen landwirtschaftlichen Lieferketten zu erreichen. Für mindestens 50% unserer in Deutschland verkauften Bananen haben wir bereits einen existenzsichernden Lohn in den Ursprungsländern erreicht.

Schritt 4. Evaluierung unserer Geschäftspartner:innen.

Zur kontinuierlichen Bewertung unserer Geschäftspartner:innen haben wir das Programm Corporate Responsibility Supplier Evaluation (CRSE) geschaffen. Das Programm ist eine jährliche Bewertung, die ALDI mit Gerschäftspartner:innen aus priorisierten Hochrisiko-Lieferketten durchführt, um deren Kompetenzen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen zu bewerten und bei deren Weiterentwicklung zu unterstützen. Es umfasst eine unabhängige Nachhaltigkeitsbewertung durch EcoVadis sowie Vor-Ort-Bewertungen, die von ALDI-Mitarbeitenden gemeinsam mit einem unabhängigen Drittprüfer an ausgewählten Produktionsstandorten und auf Erzeugerebene durchgeführt werden, um die Einhaltung der ALDI-Nachhaltigkeitsanforderungen zu überprüfen. Derzeit wird die CRSE auch bei Geschäftspartner:innen umgesetzt, die Ananas, Avocados, Mango und Zitrusfrüchte an uns liefern.

Eine Frau begutachtet Bananenstauden an einer Bananenpflanze.

Anbaugebiete der Bananen bei ALDI SÜD.

Der Weg der Banane von der Staude bis in den Supermarkt und schließlich in das ALDI SÜD Regal beginnt meist in den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas, wie Kolumbien, Ecuador oder Costa Rica. Dort wachsen sie unter optimalen klimatischen Bedingungen an weitläufigen Bananenstauden. Da Bananen sehr empfindlich sind, erfolgt die Ernte noch im grünen, unreifen Zustand. In spezialisierten Kühlschiffen treten sie ihre Reise über den Ozean an, wobei die Temperatur exakt kontrolliert wird, um den Reifeprozess zu pausieren. Erst nach der Ankunft in Europa werden sie in sogenannten Reifereien genau auf den idealen Reifegrad – die gelbe Farbe und die richtige Süße – vorbereitet.

Wassermanagement – und Standards in den Lieferketten.

Da der Anbau von Obst und Gemüse häufig sehr wasserintensiv ist, stellen wir besondere Anforderungen. Wer etwa Bananen und Avocados liefert, muss bestimmte Wasserstandards einhalten. Die 15 umsatzstärksten Obst- und Gemüseartikel aus Regionen mit erhöhtem Wasserrisiko sind nach externen Wassermanagement-Standards zertifiziert, insbesondere nach GLOBALG.A.P. SPRING oder gleichwertigen anerkannten Standards. Hierzu zählen beispielsweise Tomaten aus der Region Murcia in Spanien oder Avocados aus der Region La Libertad in Peru. Eine Übersicht der ausgewählten Artikel sowie der von uns anerkannten Standards findest du auf der Webseite von GlobalG.A.P.

Zur Identifikation von wasserkritischen Regionen wurde eine Hotspot-Analyse mit Hilfe des WWF Water Risk Filters durchgeführt. Der WWF Filter berücksichtigt bei der Risikobewertung von Regionen unterschiedliche Risikokategorien wie z. B. regulatorische und physikalische Risiken sowie Reputationsrisiken. ALDI erkennt Regionen als wasserkritisch an, wenn die Gesamtbewertung des Wasserrisikos im Einzugsgebiet ≥ 3,5 ist.

Produkte mit einer GLOBALG.A.P. SPRING-Zertifizierung stammen von Betrieben, die zusätzliche Anforderungen an einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser erfüllen. Dazu gehören beispielsweise die Überwachung des Wasserverbrauchs, der Schutz von Wasserquellen und die Berücksichtigung regionaler Wasserrisiken. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird regelmäßig durch unabhängige Stellen überprüft.

Verschiedene rote Äpfel auf blauem Hintergrund.

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung.

Die Natur hält sich an kein Lineal – und das ist auch gut so! Nur weil ein Apfel oder eine Karotte optisch aus der Reihe tanzt, gehört sie noch lange nicht aussortiert. Wir bei ALDI SÜD geben auch Obst und Gemüse mit Ecken und Kanten eine Bühne. Überzeuge dich selbst von unseren Krummen Dingern: Denn bei uns zählt der volle Geschmack, nicht das perfekte Äußere.

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