Bananen lagern: So bleiben sie länger frisch.

Person legt Bananen in eine Glasschale auf einem Tisch.

Lesezeit: 6 min

Bananen reifen nach der Ernte und auch nach dem Kauf weiter. Der richtige Lagerort ist entscheidend, da Temperatur und Umgebung den Reifeprozess beeinflussen. Ob in der Obstschale, in der Küche oder im Kühlschrank – jede Lagerart wirkt sich unterschiedlich auf Farbe und Konsistenz aus. Auch Druckstellen oder der Kontakt mit anderem Obst können die Reifung beschleunigen. Hier erfährst du, warum Bananen bei Zimmertemperatur am besten gelagert werden und weshalb der Kühlschrank nur in bestimmten Fällen sinnvoll ist.

Warum werden Bananen so schnell braun?

Bananen gehören zu den nachreifenden Obstsorten. Sie enthalten das natürliche Reifegas Ethylen, das über den Stiel an die Umgebung abgegeben wird.¹ Je mehr Ethylen freigesetzt wird, desto schneller verfärbt sich die Schale von grün über gelb bis braun, während das Fruchtfleisch weicher und süßer wird. Für die Braunfärbung ist das Enzym Polyphenoloxidase verantwortlich, das mit Pflanzenstoffen der Banane und Sauerstoff reagiert und dunkle Farbstoffe bildet. Braune Flecken bedeuten daher nicht, dass eine Banane verdorben ist. Solange das Fruchtfleisch gelblich-weiß bleibt und nicht vergoren riecht, ist sie problemlos essbar. Wärme, direkte Sonneneinstrahlung sowie die Lagerung neben Obstsorten, die ebenfalls viel Ethylen abgeben – zum Beispiel Äpfeln, Birnen, Avocados oder Tomaten – beschleunigen den Reifeprozess zusätzlich. Auch Druckstellen können dazu führen, dass die Schale schneller braun wird. Wärme, direkte Sonneneinstrahlung sowie die Lagerung neben Obstsorten, die ebenfalls viel Ethylen abgeben – zum Beispiel Äpfeln, Birnen, Avocados oder Tomaten – beschleunigen den Reifeprozess zusätzlich.

Bananen richtig lagern – das solltest du beachten.

Bananen fühlen sich bei Temperaturen zwischen 12 und 16 °C am wohlsten.² Da sie ursprünglich aus tropischen Regionen stammen, vertragen sie keine extreme Kälte. Bei normaler Zimmertemperatur (ca. 20 °C) sind reife, gelbe Bananen in der Regel noch mindestens fünf Tage haltbar.

Für eine möglichst lange Haltbarkeit solltest du Folgendes beachten:

  • Kühl, trocken und dunkel lagern: Ein Vorratsregal oder eine Speisekammer sind ideal. Vermeide direktes Sonnenlicht sowie Wärmequellen wie Herd oder Heizung.  
  • Stiel einwickeln: Umwickle den Stielansatz mit Frischhalte- oder Alufolie. Dadurch wird weniger Ethylen abgegeben und die Bananen reifen langsamer nach.
  • Einzelne Bananen trennen: Trenne die Bananen vom Bündel. So geben sie weniger Ethylen ab und der Reifeprozess verlangsamt sich.
  • Grüne Bananen nachreifen lassen: Unreife Bananen einfach bei Zimmertemperatur liegen lassen. Sie reifen von selbst nach.

Sind die Bananen bereits reif und lassen sich nicht rechtzeitig verbrauchen, kannst du sie problemlos einfrieren.

Hängend oder liegend: Wie sollten Bananen gelagert werden?

Die hängende Lagerung, zum Beispiel an einem Bananenständer, kann Druckstellen reduzieren. Die Früchte liegen nicht aufeinander und werden dadurch weniger gequetscht. Außerdem sorgt die bessere Luftzirkulation dafür, dass sich Schimmel unter Umständen langsamer ausbreitet. Ein weiterer Vorteil ist der geringere Platzbedarf auf der Arbeitsfläche.

Allerdings eignet sich diese Aufbewahrungsart nur für ganze Bananenstauden. Einzelne Bananen lassen sich nicht aufhängen. Vor allem reife Bananen sind zudem empfindlich. Durch ihr Eigengewicht kann die Schale beim Aufhängen stärker belastet und leichter beschädigt werden.

Bananen im Kühlschrank lagern – ja oder nein?

Für unreife, grüne Bananen lautet die Antwort eindeutig: Nein. Der Kühlschrank schadet den Bananen. Sie reagieren empfindlich auf Temperaturen unter 12 °C. Im Kühlschrank kann die Schale deshalb schnell braun oder schwarz werden. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Kälteschaden. Das Fruchtfleisch bleibt in der Regel jedoch unversehrt.

Bei vollreifen Bananen kann der Kühlschrank dagegen sinnvoll sein. Sind sie bereits gelb und reif, verlangsamt die Kälte den weiteren Reifeprozess. So bleiben sie oft noch einige Tage länger genießbar.

Lagere Bananen dabei nicht im Gemüsefach, da es dort oft zu feucht ist. Lege sie stattdessen in den normalen Bereich des Kühlschranks.

Warum soll man Äpfel und Bananen nicht zusammen lagern?



In einer gemischten Obstschale reifen Bananen häufig schneller nach. Der Grund ist das natürliche Reifegas Ethylen, das sowohl Bananen als auch Äpfel produzieren. Liegen beide Obstsorten nebeneinander, verstärken sie gegenseitig ihre Ethylenabgabe und der Reifeprozess beschleunigt sich. Bananen werden dadurch schneller braun und weich.  

Möchtest du eine Banane gezielt nachreifen lassen, kannst du sie bewusst neben einen reifen Apfel legen. Auch Tomaten und Birnen geben viel Ethylen ab.

Besser geeignet sind Obstsorten wie Zitronen, Orangen, Kirschen oder Mandarinen. Sie produzieren deutlich weniger Ethylen und beeinflussen den Reifeprozess der Bananen kaum.³ Grundsätzlich gilt: Je weniger ethylenproduzierendes Obst neben den Bananen liegt, desto länger bleiben sie im gewünschten Reifegrad.  

Auf einen Blick: Die wichtigsten Tipps für frische Bananen.

Mit der richtigen Lagerung bleiben Bananen länger frisch und behalten ihre gewünschte Reife. Diese Tipps helfen dabei:

  • Lagere Bananen möglichst kühl bei Zimmertemperatur. Ideal sind 12 bis 16 °C.
  • Schütze sie vor direkter Sonneneinstrahlung sowie Wärmequellen wie der Heizung.
  • Bewahre Bananen nach Möglichkeit hängend auf, um Druckstellen zu vermeiden.
  • Lagere sie nicht neben Äpfeln, Birnen oder Tomaten, da diese viel Ethylen abgeben.
  • Lasse grüne Bananen bei Zimmertemperatur nachreifen.
  • Sind die Bananen bereits reif, kannst du sie kurzzeitig im Kühlschrank aufbewahren.
  • Braune Flecken auf der Schale sind meist kein Anzeichen dafür, dass die Banane verdorben ist.

Verwende überreife Bananen zum Beispiel für Smoothies, Bananenbrot oder Desserts.

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Was tun mit überreifen Bananen?

Überreife Bananen mit dunkler Schale sind eine ideale Backzutat und eignen sich hervorragend zur Resteverwertung. Durch ihr besonders süßes und weiches Fruchtfleisch sind sie vielseitig in der Küche einsetzbar.

Ein Klassiker ist Bananenbrot. Dafür werden zwei bis drei reife Bananen zerdrückt und mit Mehl, Eiern, etwas Öl und einer Prise Salz zu einem Teig verarbeitet. Anschließend wird das Brot bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 45 bis 50 Minuten gebacken. Auch für Bananeneis (Nice Cream) sind überreife Bananen ideal. Dafür einfach gefrorene Bananenstücke cremig pürieren. Ebenso verleihen zerdrückte Bananen Porridge, Pancakes oder Pfannkuchen eine natürliche Süße und cremige Konsistenz.

Auch Bananen mit schwarzer Schale und weichem Fruchtfleisch können noch verwendet werden.⁴ Voraussetzung ist, dass sie keinen Schimmel aufweisen und angenehm fruchtig-süß riechen. Entdecke außerdem viele weitere leckere Rezepte mit Bananen.

Fazit: Hängend und dunkel – so bleiben Bananen länger frisch.

Bananen gehören zu den beliebtesten Obstsorten. Ihr Reifegrad beeinflusst nicht nur die Haltbarkeit, sondern auch Geschmack und Verwendungsmöglichkeiten in der Küche. Selbst sehr reife Bananen lassen sich noch vielseitig verwenden und müssen nicht im Müll landen.

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