Äpfel lagern: So bleiben sie länger frisch.

Rote und grüne Äpfel in einer Holzkiste

Lesezeit: 6 min

Äpfel zählen zu den beliebtesten Obstsorten der Deutschen. Sie reifen nach der Ernte weiter und werden dadurch zwar süßer, zugleich aber auch runzelig und mehlig. Um genau das zu vermeiden, ist die richtige Lagerung besonders wichtig. Damit Äpfel lange haltbar bleiben, benötigen sie einen kühlen, dunklen, gut belüfteten und eher feuchten Lagerort. Je nach Apfelsorte sind sie dann zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten haltbar. Hier liest du, wie du Äpfel richtig lagerst und was du mit überreifen Früchten machen kannst.

Auf einen Blick: Äpfel richtig lagern – die wichtigsten Tipps.

Um Äpfel möglichst lange frisch zu halten, sollten diese Punkte beachtet werden:

  • Kühl und dunkel lagern: Äpfel sollten im Dunkeln und am besten bei etwa 3 bis 4 °C gelagert werden.¹ Ideal zur Lagerung geeignet sind der Keller, der Dachboden oder eine frostsichere Garage.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit beachten: Das Obst wird so weniger schnell schrumpelig – in trockenen Räumen hilft bereits eine offene Schale Wasser oder das Einwickeln in ein leicht feuchtes Tuch.²
  • Gemüsefach nutzen: Hast du nur kleine Mengen Äpfel, kannst du diese auch ganz einfach im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.  
  • Äpfel nicht waschen: Feuchtigkeit auf der Schale kann dazu führen, dass das Obst schneller schimmelt.
  • Obst mit Schadstellen oder Schimmel aussortieren: Äpfel mit Druckstellen, Rissen oder Faulstellen aussortieren, entsorgen oder zeitnah verarbeiten.
  • Richtige Aufbewahrung bedenken: Äpfel sollten am besten einlagig und mit Abstand zueinander in einer flachen Holzkiste oder einem Karton liegen. Muss das Obst aus Platzgründen gestapelt werden, sorgt Wellpappe zwischen den einzelnen Schichten für zusätzlichen Schutz. Die Äpfel sollten zudem immer mit dem Stiel nach oben liegen.
  • Regelmäßige Kontrolle: Prüfe die Äpfel zwischendurch immer wieder auf Fäulnis, diese kann sich sonst schnell ausbreiten.
  • Von anderem Obst trennen: Äpfel gehören separat gelagert – unbedingt getrennt von Bananen, Birnen und empfindlichem Gemüse lagern .

Unser Tipp: Überreife Äpfel kannst du einfach einfrieren, einkochen oder in vielen anderen Rezepten weiterverarbeiten.

Wo sollten Äpfel am besten gelagert werden?

Die Lagerung der Äpfel ist entscheidend, damit sie so lange wie möglich frisch bleiben. Zu den besten Lagerorten zählen ein kühler Kellerraum, ein kühler Dachboden oder eine frostfreie Garage mit ausreichender Belüftung. Wer keinen Keller besitzt, kann Äpfel auch in der Wohnung aufbewahren – zum Beispiel in der Vorratskammer, im Abstellraum oder im unbeheizten Flur. Als Vorratsbehälter eignen sich Obstkisten, Holzkisten oder flache Kartons. Wichtig ist, dass die Früchte nicht gequetscht werden. Äpfel in einer Obstschale in der Küche zu lagern, ist hingegen keine gute Idee: Dort reifen sie schneller nach, denn Wärme und Sonnenlicht beschleunigen den Reifeprozess.

Im Winter kann ein geschützter Balkon oder eine frostfreie Loggia für die Aufbewahrung von Äpfeln ein geeigneter Ort sein. Sie sollten ebenso wie im Sommer trocken, schattig und vor Frost geschützt stehen.  

Darf man Äpfel im Kühlschrank lagern?

Ja, Äpfel können im Kühlschrank gelagert werden. Vor allem für kleinere Mengen ist der Kühlschrank eine gute Option, denn die kühlen Temperaturen verlangsamen den Reifeprozess. Das Gemüsefach eignet sich dabei am besten, denn dort trocknen sie nicht so schnell aus.

Angeschnittene Äpfel sollten immer abgedeckt oder in einer verschließbaren Dose im Kühlschrank aufbewahrt und zeitnah gegessen werden. Da der Kühlschrank für große Mengen meist zu klein ist, kannst du am besten auf die bereits genannten Lagerorte wie Keller oder Garage zurückgreifen.

Äpfel in Zeitungspapier oder Plastiktüten lagern – was ist sinnvoll?

Zeitungspapier kann als Hilfsmittel dienen, um einzelne Äpfel voneinander zu trennen und so Druckstellen zu vermeiden. Das ist vor allem bei größeren Mengen praktisch. Die Äpfel sollten aber nicht zu fest eingewickelt werden, sondern müssen weiterhin Luft bekommen, damit sich keine Feuchtigkeit anstauen kann.

Plastiktüten können das Austrocknen des Apfels verhindern, sind aber nur bedingt geeignet, da sich hier schnell Feuchtigkeit entwickeln kann. Das begünstigt Schimmel und Fäulnis. Bewahrst du deine Äpfel in einer Plastiktüte im Kühlschrank auf, achte darauf, dass die Tüte nicht luftdicht verschlossen ist. Kleine Luftlöcher im Folienbeutel können helfen.³ Für die längere Lagerung sind offene Behälter wie oben beschrieben besser geeignet als geschlossene Plastiktüten.  

Warum sollte man Äpfel getrennt von anderem Obst lagern?

Äpfel geben Ethylen ab.⁴ Das ist ein natürliches Reifegas, das dafür sorgt, dass andere Obst- und Gemüsesorten schneller reifen und verderben. Soll dein Obst länger frisch bleiben, solltest du deine Äpfel separat lagern – eine gemischte Obstschale ist dementsprechend weniger geeignet.

Besondere Aufmerksamkeit ist bei Obst- und Gemüsesorten wie Bananen, Birnen, Orangen, Tomaten, Kiwis, Mangos oder Avocados geboten. Sie reagieren besonders stark auf Ethylen[CC1] .⁵ Dadurch verderben sie schneller, fangen an zu schimmeln und können weiche Stellen entwickeln. Auch neben Kartoffeln haben Äpfel nichts zu suchen. Kartoffeln verlieren durch die Nähe von Äpfeln ihren Geschmack, werden schrumpelig und treiben schneller aus.

Einzige Ausnahme: Möchtest du ganz bewusst dafür sorgen, dass unreifes Obst schneller nachreift, kannst du einen Apfel danebenlegen.

Wie lange kann man Äpfel lagern?

Die Haltbarkeit von Äpfeln hängt von Sorte, Reifegrad, Lagerort und Zustand der Schale ab. Im Kühlschrank bleiben Äpfel meist mehrere Wochen frisch. In einem geeigneten Kellerraum können Lageräpfel zudem deutlich länger halten – möglich sind dann sogar bis zu fünf Monate.⁶

Bei Zimmertemperatur in der Küche sollten Äpfel lieber zeitnah gegessen werden, da sie so schneller an Festigkeit verlieren. Du solltest den Apfel nicht mehr essen, wenn Schimmel, muffiger Geruch, gärige Stellen oder matschiges Fruchtfleisch auftreten.

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Was tun mit überreifen Äpfeln?

Überreife, schrumpelige oder leicht weiche Äpfel müssen nicht weggeworfen werden, solange sie nicht schimmeln oder gärig riechen. Sie eignen sich gut zur Resteverwertung.

  • Apfelmus oder Apfelkompott: Die Äpfel schälen, entkernen, klein schneiden und mit ein wenig Wasser weichkochen.
  • Kuchen, Crumble oder Pfannkuchen: Hierfür eignen sich Äpfel mit kleinen Druckstellen besonders gut. Schneide die betroffenen Stellen einfach großzügig ab.
  • Äpfel einfrieren: Das klappt am besten geschält, entkernt und in Stücke geschnitten. Für Kuchen oder Kompott können die Stücke später direkt weiterverarbeitet werden.
  • Apfelringe trocknen: Den Apfel in dünne Scheiben schneiden und bei niedriger Temperatur trocknen, danach luftdicht aufbewahren.

Hier kannst du weitere vielfältige Rezepte mit Äpfeln entdecken.

Fazit: Kühl, dunkel und getrennt – so bleiben Äpfel länger frisch.

Äpfel bleiben länger frisch, wenn sie kühl, dunkel, frostfrei und mit ausreichend Luft gelagert werden. Keller, Garage, Speisekammer oder Gemüsefach sind je nach Menge die passenden Lagerorte. Besonders wichtig ist die Lagerung getrennt von anderem Obst oder Gemüse, denn Äpfel geben Ethylen ab und lassen dieses dadurch schneller reifen.⁷

Wer die Äpfel regelmäßig auf Druckstellen und Fäulnis kontrolliert und überreife Äpfel rechtzeitig verarbeitet, reduziert Lebensmittelabfälle und nutzt die Früchte optimal.  

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