Planetary Health Diet: Bewusste Ernährung für Mensch und Planet.
Was ist die Planetary Health Diet?
Die Planetary Health Diet (PHD) ist ein zukunftsweisendes Ernährungskonzept, das 2019 von der EAT-Lancet-Kommission entwickelt und 2025 noch einmal aktualisiert wurde. Das Konzept zielt darauf ab, eine Ernährungsweise zu fördern, die die menschliche Gesundheit schützt und dabei die planetaren Grenzen nicht überschreitet. Die Planetary Health Diet setzt dabei auf eine überwiegend pflanzenbasierte Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkornprodukten ist, während der Konsum von tierischen Produkten und Zucker in moderaten bzw. geringen Mengen empfohlen wird.¹
Grundsätze der Planetary Health Diet.
Bei der Planetary Health Diet handelt es sich um eine flexitarische Ernährungsweise, die überwiegend (zu mind. 75 %) pflanzenbasiert ist. Auch eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise ist im Sinne der Planetary Health Diet möglich.¹ Hier sind einige der wichtigsten Empfehlungen:
- Reichlich Obst und Gemüse: Mindestens 50 % einer Mahlzeit sollten aus Gemüse oder Obst bestehen. Dies fördert die Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Ballaststoffen.²
- Hülsenfrüchte und Nüsse: Diese sollten regelmäßig in die Ernährung integriert werden, um den Körper mit wertvollen Proteinen und weiteren Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen zu versorgen.³
- Vollkorngetreide: Mehr als ein Viertel der Ernährung sollte aus Vollkornprodukten bestehen, wie z. B. Vollkornnudeln, Naturreis, Vollkornbrot oder Haferflocken.¹
- Pflanzliche Öle: Ungesättigte pflanzliche Fette wie beispielsweise Rapsöl, Leinöl und Olivenöl sind zur Zubereitung von warmen oder kalten Speisen zu bevorzugen. Sie sind reich an lebensnotwendigen Fettsäuren und Vitamin E.⁴
Bei ALDI SÜD findest du Produkte und Rezepte, die zu einer Ernährung nach der Planetary Health Diet passen.
Welche Lebensmittel sollten vermieden werden?
Die Planetary Health Diet (PHD) empfiehlt, den Konsum bestimmter Lebensmittel zu reduzieren, um sowohl die Ernährung bewusster zu gestalten als auch die Umweltbelastungen zu minimieren. Denn im Vergleich zur durchschnittlichen Ernährungsweise in Deutschland führt eine Ernährung nach PHD zu einer verringerten Belastung von natürlichen Ressourcen in den Bereichen Treibhausgasausstoß, Wasserverbrauch, Biodiversität, Landnutzung und Eutrophierung.⁵ Aus diesem Grund empfiehlt die PHD gem. ihrer aktualisierten Version:
Welche positiven Effekte hat die Planetary Health Diet?
Die Planetary Health Diet kann nicht nur positive Auswirkungen auf die eigene Gesundheit haben, sondern auch dazu beitragen, dass die natürlichen Kapazitäten des Planeten Erde nicht überschritten werden. Studien zeigen, dass eine pflanzenbasierte Ernährung das Risiko für chronische Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. So können ca. 11 Millionen Todesfälle (19–24 % aller Todesfälle unter Erwachsenen) vermieden werden.¹ Zudem ist der Ernährungssektor für etwa ein Drittel der menschengemachten Treibhausgasemissionen verantwortlich.⁸ Dabei belastet die Produktion tierischer Lebensmittel die Umwelt zum Beispiel im Bereich Treibhausgasemissionen, Wasser- und Landverbrauch im Vergleich wesentlich stärker als die von pflanzlichen Produkten.⁵ Somit können wir durch die Umsetzung der Planetary Health Diet sowohl unsere eigene Balance fördern als auch die natürlichen Grenzen unseres Planeten wahren.¹
Welche Rolle spielt die Planetary Health Diet für ALDI SÜD?
Die Planetary Health Diet dient ALDI SÜD als Wegweiser für den #Ernnährungswechsel, weil sie Aspekte aus beiden Bereichen miteinander vereint und wissenschaftlich gestützt ist.
Maßnahmen von ALDI SÜD im Rahmen des #Ernährungswechsels.
ALDI SÜD führt verschiedene Maßnahmen zur Umsetzung des #Ernährungswechsels durch, die auch wichtige Elemente der Planetary Health Diet unterstützen, darunter:
ALDI SÜD hat es sich zum Ziel gesetzt, den pflanzenbasierten Anteil des Sortiments mit besonderem Fokus auf den Kategorien Obst und Gemüse, Vollkorngetreide und pflanzlichen Proteinquellen kontinuierlich auszubauen.
Um die Fortschritte dabei transparent zu machen, nutzen wir die Methode des WWF zur Einteilung unseres gesamten Food-Sortiments. Diese Methode ermöglicht eine besonders detaillierte Sortimentseinteilung für relevante Produktkategorien der Planetary Health Diet. Dazu gehören Proteinquellen, Milchprodukte, Fette & Öle, Getreideprodukte, Obst und Gemüse, zucker-, salz- und fettreiche Lebensmittel, stärkehaltiges Gemüse sowie zusammengesetzte Lebensmittel.⁹
Darüber hinaus befürworten wir eine gemeinsame Nutzung und Weiterentwicklung der Methode des WWF innerhalb der Branche, um unseren #Ernährungswechsel voranzutreiben.
Mit unserer Zielsetzung die Planetary Health Diet in unserem Sortiment umzusetzen, wollen wir auch eine Versorgung mit pflanzlichen Proteinquellen erreichen. Auf dem Weg unseres #Ernährungswechsels ist ein konkretes Proteinziel ein nächster Schritt, idealerweise im Gleichschritt aller deutschen Lebensmitteleinzelhändler.
Bezogen auf das ALDI SÜD Food-Sortiment liegt der pflanzenbasierte Anteil bei 56,4 %, während sich der tierbasierte Anteil auf 43,6 % beläuft (Bezogen auf die verkaufte Menge pflanzen- und tierbasierter Food-Marken- und Eigenmarkenprodukte im Standard-, Saison- und Aktionssortiment für das Geschäftsjahr 2024; berechnet nach WWF-Methode).
Der Split innerhalb der Kategorie „Proteinquellen“ beträgt 86,8 % tierische zu 13,2 % pflanzliche Proteinquellen. Innerhalb der Kategorie „Milchpodukte“ beträgt der Split 95,0 % tierische Milchprodukte und 5,0 % Milchproduktalternativen (Bezogen auf die verkaufte Menge pflanzen- und tierbasierter Food-Marken- und Eigenmarkenprodukte im Standard-, Saison- und Aktionssortiment für das Geschäftsjahr 2024; berechnet nach WWF-Methode).
Einen Gesamtüberblick über das Verhältnis pflanzenbasierter und tierbasierter Produkte in unserem Sortiment ist in der nebenstehenden Grafik dargestellt.
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Fußnoten
¹ Quelle: The Planetary Health Diet - EAT
² Quelle: DGE-Ernährungskreis – Obst und Gemüse
³ Quelle: DGE-Ernährungskreis – Hülsenfrüchte und Nüsse
⁴ Quelle: DGE-Ernährungskreis – Öle und Fette
⁶ Quelle: DAG/DGE/DDG – Konsensuspapier: Quantitative Empfehlung zur Zuckerzufuhr in Deutschland
⁷ Quelle: DGE – Fett, essenzielle Fettsäuren
⁸ Quelle: SRCCL_Chapter_5.pdf
⁹ Quelle: https://wwfint.awsassets.panda.org/downloads/wwf-planet-based-diets-retailer-methodology.pdf
