Rosenkohl einfrieren: So funktioniert's richtig.

Ein Topf mit Rosenkohl, Rosenkohlröschen und ein Messer auf einem Holztisch

Lesezeit: 5 min

Rosenkohl lässt sich problemlos einfrieren. So kannst du das Wintergemüse auch außerhalb seiner Saison von Oktober bis Februar genießen. Mit der richtigen Vorbereitung bleibt er lange haltbar. Hier erfährst du, wie du Rosenkohl zum Einfrieren vorbereitest, wie lange er sich im Gefrierfach hält und wie du ihn anschließend zubereiten kannst.

Rosenkohl roh oder blanchiert einfrieren?

Rosenkohl lässt sich sowohl roh als auch blanchiert einfrieren. Empfehlenswert ist jedoch, ihn vorher kurz zu blanchieren. So bleiben Geschmack, Farbe und Konsistenz besser erhalten.¹ Außerdem werden mögliche Keime reduziert und Enzyme inaktiviert, die die Qualität während der Lagerung beeinträchtigen können.¹ Muss es schnell gehen, kannst du Rosenkohl auch roh einfrieren. Während der Lagerung kann er allerdings an Geschmack und Qualität verlieren.

So frierst du Rosenkohl roh ein: Entferne welke äußere Blätter und schneide das trockene Strunkende ab. Wasche die Röschen gründlich und trockne sie sorgfältig. Fülle den Rosenkohl portionsweise in Gefrierbeutel oder gefriergeeignete Dosen. Verschließe diese möglichst luftarm und beschrifte sie mit Inhalt und Einfrierdatum. Roh eingefrorenen Rosenkohl solltest du möglichst bald verbrauchen.

Rosenkohl blanchieren und einfrieren: Schritt für Schritt.

Verwende möglichst feste, grüne und geschlossene Röschen. Für die Vorbereitung benötigst du ein Messer, einen großen Topf, ein Sieb, eine Schüssel mit kaltem Wasser und geeignete Gefrierbehälter.

  1. Rosenkohl putzen: Entferne welke oder beschädigte äußere Blätter und kürze das Strunkende. Achte darauf, dass die Röschen dabei nicht auseinanderfallen.
  2. Waschen und sortieren: Wasche den Rosenkohl gründlich und sortiere die Röschen nach Größe, damit sie gleichmäßig garen.
  3. Blanchieren: Gib die Röschen in kochendes Wasser. Kleine Exemplare blanchierst du drei Minuten, mittelgroße vier Minuten und große fünf Minuten.²
  4. Abschrecken und trocknen: Schrecke den Rosenkohl sofort in Eiswasser ab, lass ihn gut abtropfen und trockne ihn sorgfältig.
  5. Vorfrieren: Verteile die Röschen mit etwas Abstand auf einem Tablett oder Backblech und friere sie einzeln vor. So kleben sie später nicht zusammen.
  6. Verpacken und einfrieren: Fülle den gefrorenen Rosenkohl in Gefrierbeutel oder geeignete Dosen. Entferne möglichst viel Luft, verschließe die Verpackungen dicht und beschrifte sie mit Inhalt und Datum. Lagere den Rosenkohl bei −18 °C oder kälter.³

Kann man gekochten oder gebratenen Rosenkohl einfrieren?

Ja, auch gekochter, gedünsteter oder gebratener Rosenkohl lässt sich problemlos einfrieren. Das ist besonders praktisch, wenn nach dem Essen Reste übrig bleiben. Nach dem Auftauen und Erwärmen können die Röschen allerdings etwas weicher sein.

Lass den Rosenkohl nach der Zubereitung abkühlen. Achte darauf, die Speisen nicht längere Zeit ungekühlt stehen zu lassen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, sie innerhalb weniger Stunden auf unter 7 °C abzukühlen.⁴ Fülle den Rosenkohl anschließend portionsweise in saubere, luftdicht verschließbare Gefrierbehälter. Auch Rosenkohlgerichte wie Rosenkohlsuppe, -eintopf oder -auflauf kannst du einfrieren. Wie gut sich die Gerichte eignen, hängt von den übrigen Zutaten ab.

Wie lange ist eingefrorener Rosenkohl haltbar?

Bei konstant −18 °C oder kälter hält sich blanchierter Rosenkohl etwa acht bis zwölf Monate.⁵ Wichtig sind eine sorgfältige Vorbereitung, eine luftdichte Verpackung und eine gleichbleibende Gefriertemperatur. Roh eingefrorene Röschen solltest du möglichst bald verbrauchen. Gekochter oder gebratener Rosenkohl ist etwa drei Monate haltbar.⁶ Bei Gerichten wie Suppen, Eintöpfen oder Aufläufen hängt die Haltbarkeit von den verwendeten Zutaten ab.

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Gefrorenen Rosenkohl auftauen und zubereiten.

Blanchierten Rosenkohl musst du vor der Zubereitung meist nicht auftauen, sondern kannst ihn direkt aus dem Gefrierfach weiterverarbeiten. Welche Methode sich eignet, hängt davon ab, wie du ihn servieren möchtest.

  • Im Topf oder in der Pfanne: Gib die gefrorenen Röschen in wenig kochendes, leicht gesalzenes Wasser und gare sie mit geschlossenem Deckel bis zur gewünschten Konsistenz. Für Suppen und Eintöpfe kannst du sie meist direkt gefroren hinzufügen. Zum Anbraten lässt du sie vorher gut abtropfen.
  • Im Backofen: Verteile die gefrorenen Röschen auf einem Backblech und gare sie bei 200 °C Ober-/Unterhitze etwa 25 bis 30 Minuten.⁷ Nach rund 15 Minuten mit etwas Öl, Salz und Pfeffer vermischen und wenden. Anschließend fertig backen, bis sie außen goldbraun und innen weich sind.
  • Im Airfryer: Vermische die Röschen mit etwas Öl und Gewürzen und verteile sie möglichst gleichmäßig im Korb.
  • Im Kühlschrank auftauen: Gib den Rosenkohl in einen abgedeckten Behälter und lass ihn mehrere Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank auftauen. Gieße überschüssige Flüssigkeit ab und tupfe die Röschen vor dem Braten trocken. Anschließend solltest du sie zeitnah weiterverarbeiten.

Warum schmeckt eingefrorener Rosenkohl bitter?

Rosenkohl enthält von Natur aus Bitterstoffe, die seinen typischen Geschmack prägen. Durch das Einfrieren verändert sich dieser normalerweise kaum. Allerdings können die ursprüngliche Qualität der Röschen und die Lagerbedingungen ihren Geschmack beeinflussen.⁸

Schmeckt der Rosenkohl nach dem Auftauen etwas bitter, kannst du eine Prise Zucker oder etwas Zitronensaft ins Kochwasser geben. Riecht er unangenehm oder zeigt auffällige Veränderungen, solltest du ihn vorsichtshalber entsorgen.

Fazit: Rosenkohl auch außerhalb der Saison genießen.

Rosenkohl ist ein klassisches Wintergemüse und eignet sich für herzhafte Suppen und Eintöpfe sowie als Beilage zu vielen Gerichten. Mit einem Vorrat im Gefrierfach musst du für deine Rosenkohlgerichte nicht auf die nächste Saison warten. Du kannst die Röschen das ganze Jahr über zubereiten.

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