Pflaumen einfrieren: So geht’s richtig.

Pflaumen liegen, teils aufgeschnitten, auf einem Holztisch.

Lesezeit: 4 min

Pflaumen lassen sich ganz einfach einfrieren und für später aufbewahren. Am besten wäschst und entsteinst du sie und frierst sie anschließend vor. Hier erfährst du, wie du die Früchte richtig vorbereitest und später für Kuchen oder Kompott verwendest.  

Kann man Pflaumen einfrieren?

Pflaumen und ihre Unterarten, etwa Zwetschgen, Mirabellen und Renekloden, lassen sich sowohl roh als auch verarbeitet einfrieren. Welche Variante sich am besten eignet, hängt davon ab, wofür du die Früchte später verwenden möchtest, zum Beispiel für Kuchen, Mus oder Kompott.

Das Einfrieren frischer Pflaumen ist die einfachste Methode. Die Schale bleibt an den Früchten, Blanchieren ist nicht nötig und zusätzlicher Zucker wird nicht benötigt. Wichtig ist nur, dass die Pflaumen unbeschädigt sind: Früchte mit Fraßstellen, beschädigter Schale oder faulen Stellen solltest du aussortieren. Druck- oder Schadstellen kannst du großzügig entfernen und die Früchte anschließend direkt verarbeiten.  

Pflaumen mit oder ohne Stein einfrieren?

Ganze Pflaumen kannst du auch mit Stein einfrieren. Für die spätere Verarbeitung sind entsteinte Früchte allerdings praktischer, weshalb es sich empfiehlt, den Stein schon im frischen Zustand zu entfernen. Die gefrorenen Pflaumen kannst du später direkt verwenden, ohne sie vorher auftauen und entsteinen zu müssen.  

So gehst du beim Einfrieren von Pflaumen vor.

  1. Pflaumen auswählen: Verwende reife, aber feste und unversehrte Früchte und sortiere schimmelige oder faule Exemplare aus.  
  2. Pflaumen waschen und trocknen: Entferne Stiele und Blätter, wasche die Früchte gründlich und tupfe sie sorgfältig trocken.
  3. Pflaumen halbieren und entsteinen: Schneide die Früchte entlang der Naht auf und entferne die Steine. Je nach Verwendung kannst du die Hälften anschließend noch vierteln.
  4. Pflaumen vorfrieren: Verteile die vorbereiteten Früchte mit etwas Abstand auf einem gefriergeeigneten Tablett und friere sie ein bis zwei Stunden vor, bis sie fest sind. So kleben sie später nicht zusammen und lassen sich einzeln entnehmen.
  5. Verpacken und einfrieren: Fülle die vorgefrorenen Pflaumen in Gefrierbeutel oder geeignete Gefrierbehälter. Drücke bei Beuteln möglichst viel Luft heraus und verschließe sie gut.

Pflaumenkuchen, Pflaumenmus und Kompott einfrieren.

Fertiges Pflaumenmus oder Pflaumenkompott kannst du ebenfalls portionsweise einfrieren. Lass es nach der Zubereitung zügig abkühlen und fülle es anschließend in kleine, gefriergeeignete Behälter. Da sich Flüssigkeiten beim Gefrieren ausdehnen, solltest du die Behälter nicht bis zum Rand füllen. Lass nach oben ausreichend Platz und verschließe die Behälter dicht.

Auch fertigen Pflaumenkuchen kannst du einfrieren: Lass ihn nach dem Backen vollständig auskühlen, bevor du ihn portionsweise verpackst. Friere einzelne Stücke zunächst auf einem Tablett vor und gib sie anschließend in Gefrierbeutel oder -behälter. So lassen sie sich später einzeln entnehmen.

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Wie lange sind tiefgefrorene Pflaumen haltbar?

Roh eingefrorene Pflaumen sind etwa sechs bis zwölf Monate haltbar.¹ Wie lange sie ihre Qualität behalten, hängt von der Vorbereitung, der Verpackung und der Lagertemperatur ab. Beschrifte die Portionen am besten mit dem Einfrierdatum – so behältst du den Überblick und kannst ältere Vorräte zuerst aufbrauchen.

Tipp: Kontrolliere die Pflaumen vor der Verwendung. Starker Gefrierbrand kann auf eine zu lange oder nicht optimale Lagerung hindeuten und die Qualität deutlich beeinträchtigen. Solche Früchte solltest du vorsichtshalber nicht mehr verwenden.

Gefrorene Pflaumen auftauen und weiterverwenden.

Ob du eingefrorene Pflaumen vor der Verwendung auftauen solltest, hängt davon ab, wofür du sie brauchst. Für Kuchen, Kompott, Mus und kalte Desserts eignen sich jeweils andere Vorgehensweisen.

  • Für Pflaumenkuchen: Die gefrorenen Pflaumen müssen vor dem Backen nicht auftauen. Entnimm einfach die benötigte Menge aus dem Gefrierfach und verteile sie direkt auf dem vorbereiteten Teig. Da beim Backen viel Flüssigkeit austritt, bestreust du den Teig am besten zuvor mit etwas Speisestärke. Die Stärke bindet den Fruchtsaft und hilft dabei, ein Durchweichen des Teigs zu vermeiden.
  • Für Kompott oder Pflaumenmus: Hier kannst du die gefrorenen Früchte direkt weiterverarbeiten. Beim Erhitzen tauen sie von selbst auf; ein vorheriges Auftauen ist also nicht nötig.

Sollen die Pflaumen kalt verwendet werden, lässt du sie am besten schonend im Kühlschrank auftauen.

Fazit: Pflaumen lassen sich auch außerhalb der Saison genießen.

Wenn du Pflaumen entsteinst und portionsweise einfrierst, hast du sie schnell griffbereit und kannst sie vielseitig verwenden. Je nach Rezept kannst du die Früchte direkt gefroren weiterverarbeiten oder vorher auftauen lassen. So bleiben Pflaumen auch außerhalb der Saison eine praktische Zutat für Kuchen, Kompott, Mus und Desserts.

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