Reis verwerten: So vielseitig lassen sich Reisreste verarbeiten.

Gebratener Reis mit Gemüse in einer Pfanne

Lesezeit: 5 min

Zu viel Reis gekocht? Kein Problem: Reisreste lassen sich einfach in neue herzhafte oder süße Gerichte verwandeln. Größere Mengen eignen sich für Pfannengerichte und Aufläufe, kleinere Portionen sind ideal für Salate, Suppen oder Füllungen. Damit erst gar keine Reste entstehen, wiegst du den Reis am besten vor dem Kochen ab: 60 bis 70 g pro Person genügen als Beilage, 80 bis 100 g sind ideal für ein Hauptgericht.

Wie lange ist gekochter Reis haltbar?

Am besten isst du gekochten Reis bereits am nächsten Tag.¹ Gekochter Reis ist leicht verderblich und sollte nach dem Kochen nicht lange bei Raumtemperatur stehen bleiben. Lasse die Reste also schnell abkühlen und fülle sie daraufhin in einen luftdicht verschlossenen Behälter. Größere Mengen teilst du auf mehrere Behälter auf und lagerst diese im Kühlschrank.

Reis verwerten: Gebratener Reis, Reispfanne und Auflauf.

Reis vom Vortag eignet sich ideal für eine bunte Reispfanne oder den indonesischen Klassiker Nasi Goreng. Brate dafür Zwiebeln, Knoblauch und Gemüse wie Paprika, Karotten, Zucchini, Pilze, Erbsen oder Mais an. Anschließend fügst du den Reis hinzu und erhitzt alles vollständig durch. Würze nach Belieben mit Salz und Pfeffer. Ein Ei, frische Kräuter oder Toppings wie geröstete Nüsse sorgen zusätzlich für Geschmack. Sind größere Mengen Reis übrig geblieben, kannst du daraus auch einen leckeren Auflauf kochen – zum Beispiel mit Gemüse, Kidneybohnen, Tomaten oder Käse.

Reispuffer, Reisbratlinge und Reisbällchen aus Reisresten.

Matschiger oder leicht klebriger Reis eignet sich besonders gut für Reispuffer, Bratlinge oder Reisbällchen. Für Reispuffer und Bratlinge vermengst du den Reis mit Ei, etwas Mehl oder Semmelbröseln sowie Gewürzen. Du kannst zusätzlich Gemüse wie Karotten oder Zucchini und Käse ergänzen. Forme die Masse zu kleinen Puffern und brate sie in der Pfanne goldbraun. Dazu passen Dips und Salate. Außerdem kannst du die Reispuffer oder Bratlinge in einem Burgerbrötchen als vegetarische Alternative zu einem Burger-Patty servieren. Auch Reisbällchen lassen sich daraus zubereiten – besonders gut eignet sich Sushireis für den japanischen Klassiker Onigiri.

Reissalat, Suppen und Bowls aus Reis vom Vortag.

Gekühlter Reis eignet sich ideal für kalte Gerichte wie Reissalat. Kombiniere ihn mit Gemüse, Kräutern und einem Dressing oder ergänze Zutaten wie Kidneybohnen, Mais oder Thunfisch. Auch für Bowls bietet Reis vom Vortag viele Möglichkeiten der Resteverwertung: Kombiniere ihn mit Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Sprossen oder einem Dip. Kleine Mengen Reis eignen sich außerdem als Füllung für Paprika, Zucchini, Auberginen, Wraps, Burritos oder Sommerrollen. Gibst du Reis zu Suppen und Eintöpfen, füge ihn erst am Ende hinzu und erwärme ihn nur noch kurz.

Gekochte Reisreste süß verwerten.

Ist der Reis nicht gewürzt, eignet er sich auch für süße Gerichte. Dafür erwärmst du den Reis mit Milch oder einem Pflanzendrink, bis er wieder weich und cremig ist. Nach Belieben mit Zimt, einer Süße deiner Wahl, Apfelkompott, heißen Kirschen, Beeren, Nüssen oder anderem Obst servieren.

Auch süße Reispuffer oder ein Reisauflauf mit Obst sind eine gute Möglichkeit, Reisreste zu verwerten. Dafür vermengst du den Reis mit Ei und etwas Mehl und backst ihn portionsweise in der Pfanne goldbraun aus. Dazu passen Zimt und Zucker, Kompott, frische Beeren oder Vanilleeis. Für einen Auflauf kombinierst du den Reis mit Obst und einer Eier-Milch-Mischung und backst den alles im Ofen aus.  

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Reis richtig aufwärmen: So geht's.

Hast du gekochten Reis schnell abgekühlt und durchgehend kühl gelagert, kannst du ihn erneut erwärmen. Dabei sollte der Reis vollständig durcherhitzt werden, um Keime zuverlässig abzutöten. Bereits gebildete, hitzestabile Giftstoffe lassen sich durch Erhitzen jedoch nicht beseitigen.¹

  • In der Pfanne: Mit etwas Öl oder einem kleinen Schuss Wasser erhitzen und den Reis regelmäßig wenden.
  • Im Topf: Den Reis mit etwas Wasser, Brühe oder einer kleinen Menge Butter bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Umrühren erwärmen. Ein geschlossener Deckel hilft, den Reis saftig zu halten.
  • In der Mikrowelle: Reis in ein mikrowellengeeignetes, abgedecktes Gefäß geben und bei mittlerer Temperatur erhitzen. Zwischendurch umrühren, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilt. Ein kleiner Eiswürfel oder ein Esslöffel Wasser sorgt dafür, dass der Reis saftig bleibt.
  • Im Backofen: Reis in eine leicht eingefettete, ofenfeste Form geben und bei etwa 150 °C erhitzen, bis er vollständig heiß ist.
  • Über Wasserdampf: Diese besonders schonende Methode eignet sich gut für trockener gewordenen Reis. Dazu Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Reis in ein Sieb oder einen Dämpfeinsatz geben. Hänge das Sieb über den Topf, ohne dass es das Wasser berührt. Der aufsteigende Dampf erwärmt den Reis gleichmäßig.
  • Im Airfryer: Reis mit etwas Wasser oder Öl in einer geeigneten Form erwärmen und zwischendurch umrühren.

Kann man gekochten Reis einfrieren?

Ja, gekochter Reis lässt sich gut einfrieren. Dafür lässt du den Reis schnell abkühlen und verpackst ihn portionsweise luftdicht. Du kannst eingefrorenen Reis mehrere Monate aufbewahren. Für eine gute Qualität empfiehlt es sich, ihn innerhalb von etwa drei bis sechs Monaten zu verbrauchen.² Zum Auftauen lagerst du ihn im Kühlschrank oder erhitzt ihn direkt in heißen Gerichten. Aufgetauten Reis solltest du nicht erneut einfrieren.

Tipp: Festkochende Sorten wie Langkorn- oder Basmatireis behalten nach dem Auftauen meist besser ihre Konsistenz als sehr stärkehaltige Sorten wie Milchreis.

Fazit: Reisreste lassen sich vielseitig verwerten.

Übrig gebliebener Reis ist viel zu schade zum Wegwerfen und lässt sich vielseitig weiterverwenden – von Reispfannen und Salaten über Aufläufe und Suppen bis hin zu süßen Speisen. Damit die Reisreste sicher und genießbar bleiben, sind eine schnelle Abkühlung nach dem Kochen und eine durchgehende Lagerung im Kühlschrank entscheidend.¹ Wer Mengen passend plant oder Reis portionsweise einfriert, hat jederzeit eine vielseitige Zutat zur Hand.

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