Kartoffelbrei verwerten: So entstehen neue Gerichte aus Resten.
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Kartoffelbrei vom Vortag lässt sich vielseitig und kreativ weiterverwerten. Fester Kartoffelbrei lässt sich zum Beispiel zu Kroketten formen. Weicher Kartoffelbrei dient dagegen als ideale Basis für Suppen. So rettest du Kartoffelbrei vor dem Verderben, vermeidest Lebensmittelverschwendung und sorgst gleichzeitig für leckere Abwechslung in der Küche.
Kartoffelbrei aufwärmen: So wird er wieder cremig.
Kartoffelbreireste lassen sich problemlos aufwärmen. Diese Optionen gibt es:
- Kartoffelbrei im Topf aufwärmen: Diese Methode eignet sich am besten für größere Mengen. Erwärme den Kartoffelbrei bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam und rühre regelmäßig um. Ist der Brei zu fest, rühre etwas Milch, Sahne, Pflanzendrink oder Brühe ein. Ein Stück Butter sorgt zusätzlich für eine cremige Konsistenz.
- Kartoffelbrei in der Mikrowelle aufwärmen: Gib den Brei in eine mikrowellengeeignete Schüssel mit Deckel und erwärme ihn bei mittlerer Leistung. Rühre zwischendurch um und füge bei Bedarf etwas Milch oder Brühe hinzu. So verteilt sich die Wärme gleichmäßig und der Brei trocknet nicht aus.
- Kartoffelbrei in der Pfanne aufwärmen: Erhitze den Brei bei niedriger bis mittlerer Hitze und rühre regelmäßig um. Ergänze bei Bedarf etwas Flüssigkeit.
- Kartoffelbrei im Backofen oder im Airfryer aufwärmen: Im Backofen gibst du das Püree in eine ofenfeste Form. Rühre bei Bedarf etwas Milch unter und decke die Form mit Alufolie oder einem Deckel ab, damit der Brei nicht austrocknet. Für eine leicht goldene Kruste entfernst du die Abdeckung zum Schluss. Auch im Airfryer kannst du den Kartoffelbrei in einer hitzebeständigen Form bei moderater Temperatur aufwärmen.
Kartoffelbrei solltest du möglichst nur einmal aufwärmen. Erhitze deshalb am besten immer nur die Portion, die du tatsächlich essen möchtest.¹
Taler, Kroketten und Puffer aus Kartoffelbrei zubereiten.
Vermenge für Taler und Puffer kalten Kartoffelbrei mit Ei sowie etwas Mehl, Speisestärke oder Paniermehl, bis eine formbare Masse entsteht. Für eine Variante ohne Ei kühlst du den Kartoffelbrei gut durch und arbeitest Stärke oder Mehl unter. Forme aus der Masse kleine Taler und brate sie in wenig Öl goldbraun an. Alternativ backst du sie im Backofen. Für Kroketten formst du längliche Rollen, panierst sie und backst sie im Backofen oder in der Heißluftfritteuse bis sie knusprig sind.
Waffeln und Muffins aus Kartoffelbreiresten.
Verrühre für Waffeln Kartoffelbrei mit Ei, Mehl und Backpulver zu einem herzhaften Teig. Verfeinere den Teig nach Belieben mit Kräutern, Frühlingszwiebeln, geriebenem Käse oder fein gewürfeltem Gemüse. Fette das Waffeleisen leicht ein und backe den Teig portionsweise zu herzhaften Waffeln aus. Für Muffins füllst du den Teig in gefettete Muffinformen und backst ihn, bis die Oberfläche goldbraun ist. Diese Resteverwertung eignet sich besonders für kleine bis mittlere Mengen Kartoffelbrei.
Suppen und Soßen aus Kartoffelbrei.
Verrühre Kartoffelbrei nach und nach mit Brühe, Milch oder Wasser, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Erhitze die Mischung unter ständigem Rühren und schmecke sie mit Gewürzen wie Muskat, Pfeffer, Salz oder frischen Kräutern ab. Für eine Kartoffelsuppe passen Zutaten wie Lauch, Erbsen, Möhren oder Zwiebeln besonders gut. Kartoffelbrei eignet sich außerdem zum Andicken von Suppen und Soßen. Dafür rührst du zunächst nur eine kleine Menge unter. Ist der Kartoffelbrei bereits kräftig gewürzt, salze erst nach dem Abschmecken nach.
Aufläufe und Ofengerichte mit Kartoffelbrei.
Du kannst Kartoffelbrei als cremige Haube auf Gemüse, Pilze, Hülsenfrüchte oder bereits gegarte Zutaten streichen und im Backofen überbacken. Für einen Kartoffelbrei-Auflauf kombinierst du den Kartoffelbrei mit Gemüse, einer passenden Soße und nach Belieben mit Käse. Sehr fester Kartoffelbrei lässt sich mit einem Spritzbeutel zu kleinen Rosetten formen und als Herzoginkartoffeln backen. Außerdem eignet er sich als klassische Haube für Shepherd’s Pie oder ähnliche Ofengerichte.
Kartoffelbrei als Basis für Gnocchi, Klöße und Brotteig.
Arbeite Mehl oder Speisestärke nach und nach ein, denn der Feuchtigkeitsgehalt des Kartoffelbreis kann unterschiedlich ausfallen. Knete den Teig kurz und forme ihn anschließend. Gare zunächst ein Probestück in heißem Wasser. Bleibt dieses formstabil, kannst du die übrigen Gnocchi oder Klöße zubereiten.
Auch in Brot- oder Brötchenteig lassen sich kleine Mengen Kartoffelbrei einarbeiten und sorgen dort für eine lockere Krume. Verwendest du Kartoffelbrei im Brotteig, solltest du die Flüssigkeitsmenge des Rezepts entsprechend reduzieren. Für diese Zubereitungsarten eignet sich unverdünnter, gut gekühlter Kartoffelbrei am besten.
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Wie lange ist Kartoffelbrei vom Vortag haltbar?
Im Kühlschrank hält sich selbst gemachter Kartoffelbrei in der Regel bis zu drei Tage – vorausgesetzt, er wurde durchgehend gekühlt gelagert.² Nach dem Kühlen wird das Püree meist deutlich fester. Mit der richtigen Methode lässt sich die cremige Konsistenz wiederherstellen. Lass den Kartoffelbrei nach dem Essen möglichst schnell abkühlen und stelle ihn innerhalb von etwa zwei Stunden abgedeckt in den Kühlschrank.
Verteile größere Mengen am besten auf mehrere flache Behälter, damit der Kartoffelbrei schneller auskühlt. Prüfe den Kartoffelbrei vor dem Verzehr auf Anzeichen von Verderb. Entsorge ihn, wenn Schimmel sichtbar ist oder sich Geruch, Farbe oder Konsistenz verändert haben.
Kann man Kartoffelbrei einfrieren?
Ja, Kartoffelbrei kann problemlos eingefroren werden und eignet sich gut, um Reste länger haltbar zu machen. Besonders gut lässt er sich einfrieren, wenn er mit Milch, Butter oder Sahne zubereitet wurde. Diese Zutaten erhalten die Konsistenz besser. Lass den Kartoffelbrei vor dem Einfrieren vollständig abkühlen und fülle ihn anschließend portionsweise in luftdicht verschließbare Gefrierbehälter oder Gefrierbeutel. Befülle die Behälter nicht bis zum Rand, da sich der Kartoffelbrei beim Einfrieren leicht ausdehnt. Für eine gute Qualität solltest du eingefrorenen Kartoffelbrei innerhalb von etwa einem Monat verbrauchen.³
Zum Auftauen lässt du den Kartoffelbrei am besten über Nacht im Kühlschrank. Alternativ erwärmst du ihn bei niedriger Hitze. Nach dem Auftauen kann die Konsistenz etwas wässrig oder körnig sein. Durch kräftiges Umrühren sowie die Zugabe von etwas Milch, Sahne oder Butter wird der Kartoffelbrei meist wieder schön cremig.
Fazit: Kartoffelbreireste vielseitig nutzen.
Ob knusprige Taler, herzhafte Waffeln, cremige Suppe oder ein Auflauf – Kartoffelbrei vom Vortag ist eine vielseitige Grundlage für neue Gerichte. Feste Reste lassen sich gut formen, braten oder backen. Weicher Kartoffelbrei eignet sich dagegen zum Verfeinern von Suppen, Soßen und Ofengerichten. Welche Zubereitung am besten passt, hängt von der Menge, der Konsistenz und der bisherigen Würzung ab. Kühlst du den Kartoffelbrei nach dem Essen zügig und erhitzt ihn vor dem Verzehr gründlich, lässt er sich am nächsten Tag unkompliziert weiterverarbeiten.
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Fußnoten
¹ UTOPIA,
https://utopia.de/ratgeber/kartoffelbrei-richtig-aufwaermen-so-schmeckt-er-gut_297265/
² Bundeszentrum für Ernährung,
https://www.bzfe.de/kueche-und-alltag/kochen/lebensmittel-richtig-lagern
³ PennState Extension,
https://extension.psu.edu/lets-preserve-potatoes-and-sweet-potatoes
