Salzarme Ernährung: Bedeutung, Lebensmittel und Alltag.
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Versteckte Salzquellen erkennen.
Salz wird im Alltag oft unbewusst über verarbeitete Lebensmittel wie Brot, Käse oder Fertiggerichte aufgenommen. Dadurch wird die von Fachgesellschaften empfohlene Tagesmenge von rund fünf¹ bis sechs² Gramm häufig überschritten. Eine salzärmere Ernährung beginnt daher bei der bewussten Auswahl von Lebensmitteln, frischem Kochen und dem Erkennen versteckter Salzquellen.
Was ist Salz und warum salzen wir unser Essen?
Salz zählt zu den grundlegenden Zutaten der Ernährung. Es wird beim Kochen und auch in der Lebensmittelproduktion eingesetzt. Gemeint ist meist Speisesalz beziehungsweise Kochsalz, das aus Natrium und Chlorid besteht
Salz kommt natürlicherweise in Meerwasser als auch unterirdischen Salzlagerstätten vor und wird daraus gewonnen. Einer der wichtigsten Gründe für den Einsatz ist der Geschmack. Schon kleine Mengen beeinflussen die Wahrnehmung von Aromen und verändern den Eigengeschmack von Speisen. Deshalb findet es sich sowohl in herzhaften als auch in süßen Lebensmitteln.
Salz trägt in der Lebensmittelherstellung zur Verlängerung der Haltbarkeit bei, indem es das Wachstum unerwünschter Mikroorganismen hemmt. Besonders bei Brot, Käse, Wurstwaren, Fertiggerichten oder eingelegten Lebensmitteln ist es somit
Was bedeutet salzarme Ernährung?
Eine salzarme Ernährung zielt darauf ab, die Aufnahme von Salz im Alltag bewusst zu reduzieren. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem der geringere Verzehr von stark salzhaltigen und verarbeiteten Lebensmitteln. Der Großteil der täglichen Aufnahme stammt heute nicht aus dem Nachsalzen am Tisch. Häufig wird es unbewusst über verarbeitete Lebensmittel aufgenommen. Zu den wichtigsten Quellen im Alltag gehören Brot und Backwaren, Käseprodukte, Wurstwaren, Fertiggerichte, Snacks und Fertigsaucen. Eine salzarme Ernährung beginnt deshalb bereits bei der bewussten Auswahl alltäglicher Lebensmittel.
Fünf Gramm Salz: Die aktuelle Verzehrempfehlung der WHO.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt für Erwachsene eine täglich Salzaufnahme von etwa fünf Gramm.¹ Diese Menge entspricht ungefähr einem Teelöffel Salz. Auch Fachgesellschaften und Institutionen in Deutschland orientieren sich an ähnlichen Richtwerten. So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), nicht mehr als sechs Gramm Salz täglich zu sich zu nehmen. In Deutschland liegt die durchschnittliche Salzaufnahme vieler Verbraucher:innen oft über den empfohlenen Richtwerten.² Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Zutat in zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln
Warum wird salzarmes Essen empfohlen?
Salz besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid (NaCl). Natrium ist ein lebensnotwendiges Mengenelement. Es kommt natürlicherweise in Lebensmitteln vor oder wird über Speisesalz aufgenommen. Nach Angaben der „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ kann eine langfristig hohe Natriumzufuhr mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein.³
Die Empfehlung zu einer salzärmeren Ernährung bezieht sich daher vor allem auf die langfristige Zufuhr über die täglichen Mahlzeiten.
Salzarme und salzreiche Lebensmittel.
Die folgende Tabelle bietet eine exemplarische Orientierung. Der tatsächliche Salzgehalt einzelner Lebensmittel kann je nach Rezeptur, Verarbeitung, Portionsgröße und weiteren Inhaltsstoffen variieren.
Lebensmittelgruppe | Beispiele für eher salzarme Lebensmittel | Beispiele für eher salzreiche Lebensmittel |
Gemüse und Obst | Frisches Obst & Gemüse | Gemüsekonserven |
Getreideprodukte | Toastbrot, Laugengebäck, Aufbackbrötchen, Tiefkühlpizza | |
Milchprodukte | Hartkäse, Parmesan, Schmelzkäse | |
Fleisch und Wurst | Wurst und Schinken | |
Fisch | Frischer Fisch | Geräucherter Fisch |
Snacks | Ungesalzene Nüsse, getrocknete Früchte | Salzstangen, Chips, gesalzene Nüsse |
Salzärmer ernähren im Alltag.
Salz beim Kochen schrittweise reduzieren.
Beim Kochen wird Salz oft automatisch oder schon früh während der Zubereitung verwendet. Deshalb wird teilweise dazu geraten, Speisen erst am Ende abzuschmecken oder Salz schrittweise zu reduzieren. Bei frisch zubereiteten Mahlzeiten lässt sich der Salzgehalt meist besser kontrollieren als bei stark verarbeiteten Produkten. Frische Zutaten enthalten in der Regel von Natur aus weniger zugesetztes Salz als Fertiggerichte, Instantprodukte oder Fertigsaucen. Dadurch kann sich die Geschmackswahrnehmung mit der Zeit verändern. Gleichzeitig rücken so andere Aromen und Zutaten stärker in den Vordergrund.
Salzquellen im Alltag erkennen.
Ein Großteil der täglichen Aufnahme stammt nicht vom Nachsalzen am Tisch, sondern aus verarbeiteten Lebensmitteln. Zu den wichtigsten Quellen im Alltag zählen Brot, Käse, Wurstwaren, Fertiggerichte, Snacks und Fast Food. Viele verarbeitete Produkte haben keinen ausgeprägten salzigen Geschmack, dadurch wird die tatsächliche Salzaufnahme häufig unterschätzt. Eine salzärmere Ernährung beginnt daher häufig mit dem Identifizieren typischer Salzquellen.
Zutatenlisten und Nährwerttabellen vergleichen.
Die Nährwerttabelle zeigt den Salzgehalt eines Lebensmittels pro 100 Gramm oder 100 Milliliter. Beim Vergleich ähnlicher Produkte werden teilweise deutliche Unterschiede sichtbar. Auch die Zutatenliste kann Hinweise liefern, da Salz oder natriumhaltige Zutaten dort aufgeführt werden müssen. Besonders bei Fertigprodukten, Würzsaucen, Brühen und Snacks lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Verpackung.
Bewusster konsumieren: Restaurantbesuche, Fast Food und Fertiggerichte.
Außer-Haus-Mahlzeiten und stark verarbeitete Produkte enthalten oft größere Mengen Salz. Die Zutat wird dort nicht nur als Würzmittel, sondern auch für Haltbarkeit und Verarbeitung eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise Fast Food, Tiefkühlgerichte, Instantprodukte oder Fertigsaucen. Da der Salzgehalt bei diesen Produkten meist nicht direkt erkennbar ist, spielt die Menge und Regelmäßigkeit des Konsums bei einer salzärmeren Ernährung eine wichtige Rolle.
Salz reduzieren: Alternativen zum Salzen.
Kräuter und Gewürze.
Kräuter und Gewürze werden häufig genutzt, um Speisen geschmacklich abwechslungsreicher zu gestalten. Dazu gehören beispielsweise Pfeffer, Paprika, Curry, Chili, Knoblauch oder Kräuter wie Basilikum, Rosmarin und Oregano. Durch verschiedene Kombinationen lassen sich Gerichte individuell würzen, ohne dass zusätzlich viel Salz verwendet wird. Besonders bei selbst zubereiteten Mahlzeiten spielen Gewürze deshalb eine wichtige Rolle.
Säure als Geschmackskomponente.
Auch Zutaten wie Zitronensaft oder Essig werden in vielen Rezepten verwendet. Sie heben Aromen hervor und geben Speisen eine andere geschmackliche Ausrichtung.
Umami und intensive Aromen nutzen.
Einige Zutaten besitzen von Natur aus intensive Geschmacksnoten. Deshalb werden sie oft als Alternative zu stärkerem Salzen genutzt. Dazu zählen beispielsweise Tomatenmark, Pilze, geröstetes Gemüse oder karamellisierte Zwiebeln.
Selbst kochen und Salz sparen.
Häufige Fragen zu salzarmer Ernährung.
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Fußnoten
¹ World Health Organization
https://iris.who.int/server/api/core/bitstreams/d0f9feb5-ed78-44d1-9e06-533a93352012/content
² Deutsche Gesellschaft für Ernährung
https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/speisesalz/#c3351
³ Deutsche Gesellschaft für Ernährung
https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/faq/natrium/#c3396
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische oder gesundheitliche Beratung.
