Haltungsform 4 – mehr Tierwohl.
Haltungsform 4 bedeutet, dass den Tieren noch mehr Platz zur Verfügung steht und sie Zugang zu einem Auslauf und/oder einer Weide haben. Unser #Haltungswechsel zielt darauf ab, bei unseren Eigenmarken mit Ausnahme der (internationalen) Spezialitäten bis Ende 2030 ausschließlich Produkte aus den Bereichen Frischfleisch, Trinkmilch sowie gekühlten Fleisch- und Wurstwaren anzubieten, die den Vorgaben der Haltungsformen 3, 4 und 5 entsprechen. Für die Bereiche Frischfleisch sowie gekühlte Fleisch- und Wurstwaren umfasst die Umstellung die Nutztiergruppen Rind, Schwein, Pute sowie Hähnchen.
Was bedeutet Haltungsform 4 konkret?
Die Haltungsform 4 wird auch „Auslauf/Weide“ genannt. Wie der Name bereits verrät, haben die Tiere Zugang zu einem Auslauf und/oder einer Weide. Darüber hinaus steht ihnen mehr Platz als in Haltungsformstufe 3 zur Verfügung und sie erhalten gentechnikfreies Futter.
Unsere Weidemilch (3,8 %) mit der Premiumstufe des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes ist mit der Haltungsform 4 gekennzeichnet.
Haltungsform 4 bei Schweinen.
Hier die wichtigsten Vorgaben für die Haltungsform "Auslauf/Weide" bei Schweinen auf einen Blick:
- Platz: Schweine erhalten nicht nur 100 % mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben, sondern haben bei Stallhaltung ständigen Zugang zu Auslauf oder sie werden in Freilandhaltung gehalten.
- Beschäftigung: Die Tiere erhalten neben Stroh als Einstreu oder Raufutter weiteres Beschäftigungsmaterial wie z.B. Sägemehl, Torf oder Baumwollseile.
- Futter: Mindestens 20 % der Futtermittel stammen aus dem eigenen Betrieb oder aus der Region. Während der gesamten Mastphase erhalten die Schweine ausschließlich gentechnikfreies Futter.
Haltungsform 4 bei Hähnchen und Puten.
Das sind die wesentlichen Vorteile der Haltungsstufe 4:
- Platz: In der Haltungsstufe 4 steht den Tieren nahezu doppelt so viel Platz zur Verfügung wie gesetzlich vorgeschrieben.
- Auslauf: Mindestens 1/3 der Lebenszeit haben die Tiere Zugang zu einem überwiegend bewachsenen Auslauf, sodass die Tiere Schutz finden oder sich im Schatten aufhalten können.
- Ausstattung: Auf mindestens 1/3 der Stallfläche gibt es zusätzliches Einstreu in Form von Stroh, Holzspänen, Sand oder Torf.
- Rasse: Grundsätzlich werden nur robuste und gesunde Zuchtlinien eingesetzt.
- Futter: Das Futter ist während der gesamten Mastphase gentechnikfrei.
Haltungsform 4 bei Jungbullen, Ochsen, Färsen und Mastkälbern.
Wir bei ALDI SÜD befürworten den Ausstieg aus der (ganzjährigen) Anbindehaltung bei Rindern. In der Haltungsform 4 ist dies der Fall. Auch in anderen Aspekten ist diese Haltungsstufe besonders stark am Tierwohl orientiert.
- Auslauf: Die Tiere haben ganzjährig Zugang zu einem Auslauf mit mindestens 3 m² pro Tier oder sie leben in Weidehaltung.
- Futter: 60 % der Futtermittel müssen aus dem eigenen Betrieb oder der Region stammen. Bei mindestens 60 % der Trockenmasse in der Tagesration handelt es sich um frisches, getrocknetes oder siliertes Raufutter. Während der gesamten Mastphase wird gentechnikfrei gefüttert.
Haltungsform 4 bei Milchkühen.
Milchkühe in Haltungsform 4 erhalten das ganze Jahr Auslauf und gentechnikfreies Futter. Seit Februar 2024 bieten wir bei ALDI SÜD unsere Eigenmarken-Trinkmilch nur noch aus den Haltungsformen 3, 4 und 5 an. Somit schließen wir die Anbindehaltung bei fast allen Trinkmilch-Produkten aus. Eine gesetzliche Ausnahme existiert noch bei Bio-Kleinbetrieben mit weniger als 50 Tieren. In diesen Betrieben dürfen die Tiere noch saisonal im Winter angebunden werden. Weitere Vorgaben für die Haltungsstufe 4:
- Auslauf: Die Tiere haben ganzjährig Zugang zu einem Auslauf (Laufhof) mit mindestens 3 m² pro Tier. Zusätzlich haben sie an mindestens 120 Tagen im Jahr Weidegang.
- Futter: Mindestens 60 % der Futtermittel stammen aus dem eigenen Betrieb. Zudem besteht die Tagesration zu 60 % aus frischem, getrocknetem oder siliertem Raufutter. Es dürfen ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel verwendet werden.
