Ein Farmer steht mit einem Tablet in der Hand auf einem Feld mit grünen Pflanzen und inspiziert diese.

Achtung der Menschenrechte bei ALDI SÜD.

Als großer Einzelhändler, dessen Lieferketten täglich Millionen von Menschen berühren, versteht die ALDI SÜD Gruppe die Bedeutung der Achtung der Menschenrechte. Menschenrechte sind eine wichtige Dimension von ALDIs globaler Nachhaltigkeitsstrategie, da die Art und Weise, wie wir arbeiten, Waren einkaufen und welche Geschäftspartner:innen wir wählen, Auswirkungen auf die Einhaltung der Menschenrechte in unserem eigenen Geschäftsbereich und entlang der Lieferkette haben kann.

Wir verstehen den Schutz und die Förderung von Menschenrechten und Umwelt als Kernelement unseres unternehmerischen Handels. Die Erfüllung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und unserer Erwartungen an Geschäftspartner:innen.

Eine Frau sammelt Kaffeekirschen von einem Strauch.

Unser Ansatz zur Sorgfaltspflicht.

Sorgfaltspflicht bedeutet, dass wir systematisch Menschenrechts- und Umweltrisiken in unseren Lieferketten überwachen und bewerten. Wir setzen Maßnahmen in unserem eigenen Geschäftsbereich und entlang der Lieferkette um, um Risiken anzugehen und potenzielle negative Auswirkungen, die identifiziert wurden, zu verhindern bzw. zu minimieren.

Unser Ansatz zur Wahrung der Sorgfaltspflicht (Due-Diligence-Ansatz) umfasst sämtliche Richtlinien, Anforderungen und Prozesse, die Menschenrechte und Umwelt entlang der Lieferketten betreffen. Dieser Ansatz wird in der Richtlinie zur menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflicht dargelegt und wurde im Einklang mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, den OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen und den relevanten Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) entwickelt.

Junge Bäuerin mit Strohhut und rotem Hemd steht auf einem grünen Feld und blickt selbstbewusst in die Kamera.
Zwei Bauern mit Strohhüten arbeiten mit Hacken auf einem grünen Feld. Wald im Hintergrund, sonniger Tag.
Bauer mit Hut und kariertem Hemd lächelt vor einem Traktor in einer ländlichen Umgebung.

Mit unserem Ansatz erfüllen wir gesetzliche Vorgaben wie das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Auf unserer Seite zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und in unserer Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte und Umwelt erfahren Sie, wie wir dieses bei ALDI SÜD umsetzen.

Grafik einer Hand, die eine Waage vor dem Globus der Erde hält.

Wie stellt ALDI SÜD sicher, dass Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen Verantwortung übernehmen?

Die ALDI Nachhaltigkeitsstandards für Geschäftspartner:innen legen unsere Mindestanforderungen für die Lieferketten von ALDI fest. Diese umfassen Themen wie die Nulltoleranz von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Diskriminierung sowie Anforderungen im Bereich des Umweltschutzes, der Vereinigungsfreiheit und der Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Wir haben verschiedene Tools und Programme zur Bewältigung von Risiken in der Lieferkette entwickelt. Dazu gehört das Corporate Responsibility Supplier Evaluation (CRSE)-Programm. Hierbei handelt es sich um eine jährliche Bewertung, die ALDI mit Geschäftspartner:innen aus priorisierten Hochrisiko-Lieferketten durchführt, um deren Kompetenzen zur Umsetzung von Nachhaltigkeitsanforderungen zu bewerten und bei deren Weiterentwicklung zu unterstützen. Bestandteile des Programms sind eine unabhängige Nachhaltigkeitsbewertung durch EcoVadis sowie Vor-Ort-Bewertungen, die von ALDI-Mitarbeitenden gemeinsam mit unabhängigen Drittprüfer:innen an ausgewählten Produktionsstandorten und auf Erzeuger:innenebene durchgeführt werden, um die Einhaltung der ALDI-Nachhaltigkeitsanforderungen zu überprüfen. Aktuell werden im Rahmen des Programms folgende Lieferketten berücksichtigt: Heimtextilien, Textilien und Schuhe, Fisch und Meeresfrüchte sowie frisches Obst und Gemüse (Avocados, Bananen, Zitrusfrüchte, Mangos und Ananas).

Unsere Supply Chain Monitoring Teams mit Standorten in Hongkong (SAR China), Österreich und Bangladesch überwachen die Umsetzung von ALDI SÜD Nachhaltigkeitsstandards bei Lieferant:innen und Produktionsstätten durch regelmäßige ALDI Sustainability Assessments (ASAs) sowie die Auswertung anerkannter Auditergebnisse von Drittanbieter:innen, wie Sedex oder amfori.

Verschiedene Hände legen sich aufeinander im Kreis auf grünem Gras.

Menschenrechte und Transparenz in der Lieferkette.

Die Achtung international anerkannter Menschenrechte sind für uns aufgrund unserer eigenen Geschäftsaktivitäten und internationalen Lieferketten wesentlich. Dazu gehören unter anderem das Diskriminierungsverbot, Gesundheits- und Arbeitsschutz, Vereinigungsfreiheit, das Recht auf faire Entlohnung sowie das Verbot von Menschenhandel, Kinderarbeit und Zwangsarbeit. Transparenz in der Lieferkette ist die Grundlage für die Einhaltung von Menschenrechten. Ohne zu wissen, woher unsere Produkte stammen, können wir keine Einhaltung von Standards gewährleisten, Risiken analysieren, überwachen oder Projekte umsetzen. Wir arbeiten mit unseren Geschäftspartner:innen zusammen, um die Transparenz unserer Lieferketten stetig zu erhöhen, um die Herkunft der Rohstoffe, die wir in unseren Produkten verwenden, sowie der Produkte, die wir verkaufen, besser verstehen können. Erfahre mehr zu Transparenz & Rückverfolgbarkeit bei ALDI SÜD: Transparency & Traceability

Zwei Personen nutzen Tablet im Freien.

Beschwerdemechanismen im Bereich Menschenrechte.

Wir sind davon überzeugt, dass Beschwerdemechanismen ein geeignetes Mittel sind, um Verstöße gegen unsere Grundsätze zu ermitteln und Abhilfe für die Betroffenen zu schaffen. Aus diesem Grund bieten wir allen Mitarbeiter:innen und externen Dritten geschützte Meldewege, um Verstöße gegen externe und interne Regeln zu melden. Die Beschwerdekanäle ermöglichen es Personen entlang der Lieferkette, Missstände wie z. B. Menschenrechtsverstöße, Umweltrechtsverstöße, mangelnde Arbeitssicherheit oder ausbleibende Bezahlungen zu melden.

Hinweise können an den Vertrauensanwalt der Unternehmensgruppe ALDI SÜD Deutschland übermittelt werden. Darüber hinaus können sich Hinweisgeber:innen auch an die interne Compliance-Abteilung von ALDI SÜD wenden. Die Verfahrensordnung für Beschwerden ist auf der Compliance-Internetseite von ALDI SÜD in verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Chinesisch) zu finden. Außerdem sind dort die Kontaktdaten der bestehenden Hinweisgeberkanäle veröffentlicht.

Zusätzlich kooperiert ALDI SÜD mit der Zivilgesellschaft und Stakeholdern der Branche, um Multi-Stakeholder-Beschwerdemechanismen in den Anbau- und Produktionsländern zu schaffen und zu unterstützen. Wir beteiligen uns an Projekten wie beispielsweise Issara Worker Voice Programm und appellando Beschwerdesystem.

Über diese unabhängigen Kanäle können betroffene Rechteinhaber:innen aus den Anbau- und Produktionsländern Beschwerde einreichen. Darüber hinaus überprüfen von uns genutzte und anerkannte Zertifizierungsstandards, wie beispielsweise Sedex, amfori und Fairtrade, ob Beschwerdemöglichkeiten für Arbeiter:innen vor Ort in den Betrieben vorhanden sind.

Zwei Landwirte schütteln sich die Hand im Gewächshaus.

Unterstützung europäischer Rahmenbedingungen und partnerschaftliches Engagement.

Unser langjähriges Engagement und die Zusammenarbeit mit diversen Interessengruppen haben gezeigt, dass Arbeitsbedingungen in Lieferketten am wirksamsten durch gemeinsame Initiativen und Partnerschaften verbessert werden können.

Daher setzen wir uns konsequent für Lösungen ein, die eine enge Zusammenarbeit aller relevanten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteur:innen erfordern. Wir befürworten die Einführung eines europaweiten gesetzlichen Rahmens zur Umsetzung einer klar definierten, praxistauglichen und langfristig wirksamen unternehmerischen Sorgfaltspflicht zur Achtung der Menschenrechte. Darüber hinaus bringen wir uns aktiv in Branchendialoge ein, begrüßen diese ausdrücklich und treiben sie voran, um gemeinsam branchenspezifische Standards zu entwickeln und nachhaltig zu verankern.

Veränderung durch Partnerschaften vorantreiben.

Viele Herausforderungen im Bereich der Menschenrechte in Lieferketten, wie beispielsweise die Zahlung von existenzsichernden Löhnen und Einkommen, sind systemisch und können nur gemeinsam als Branche angegangen werden. Wir setzen unsere Einkaufsmacht gezielt ein und arbeiten eng mit Partnerunternehmen und externen Organisationen zusammen, um die Dynamik wachsender gesetzlicher Anforderungen für positive Veränderungen zu nutzen.

Unsere Strategie basiert auf Zusammenarbeit: Durch branchenübergreifende Kooperationen, gemeinsame Programme, Initiativen mit mehreren Interessengruppen und den kontinuierlichen Dialog mit Betroffenen schaffen wir wirkungsvollen Einfluss. Dabei legen wir großen Wert auf eine vertrauensvolle, ehrliche und kompetente Beteiligung während des gesamten Prozesses der Sorgfaltspflicht.

Wir arbeiten unter anderem zusammen mit:

  • Multi-Stakeholder-Initiativen wie dem UN Global Compact, um uns für verantwortungsvolle Geschäftspraktiken und nachhaltige Beschaffung einzusetzen und zu ihrer Umsetzung beizutragen.
  • Dem Centre for Child Rights and Business (The Centre), um die Prävention von Kinderarbeit und Abhilfe bei festgestellten Fällen zu unterstützen.
Zwei lächelnde Mitarbeiter in blauer Uniform. Einer zeigt Daumen hoch, die Andere hält einen Laptop.

Wusstest du schon, dass ALDI SÜD bereits heute ein Wunscharbeitgeber ist? Wir bieten zahlreiche Benefits, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine wertschätzenden Unternehmenskultur.

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