Wald mit Bachlauf.

Was bedeutet Klima- und Umweltschutz?

Klimaschutz ist entscheidend, um eine Lebensgrundlage für kommende Generationen zu gewährleisten. Er beinhaltet Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und hat das Ziel, den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen. Der Treibhauseffekt ist zwar ein natürliches Phänomen, aber menschengemachte Treibhausgase verstärken diesen Effekt, was das Aufheizen des Planeten beschleunigt.

Um diese Treibhausgasemissionen zu reduzieren, haben wir bereits bei ALDI folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Seit 2017 nutzen wir an den ALDI SÜD-Standorten, wo wir den Strombezug selbst verantworten, Strom aus erneuerbaren Energien. In 2025 traf dies auf 98% der Standorte zu.
  • Seit 2020 setzt ALDI SÜD in allen Neubaufilialen ausschließlich Wärmepumpen zur Beheizung ein. Darüber hinaus werden seit Januar 2024 defekte Öl- und Gasheizungen ebenfalls durch Wärmepumpen ersetzt.
  • Seit Juni 2024 ist ALDI SÜD Deutschland mit allen zugehörigen Filialen, Logistikzentren und Verwaltungsstandorten nach EMAS, einem anspruchsvollen Umweltmanagementsystem, validiert. In diesem Rahmen veröffentlichen wir jährlich unsere Umwelterklärung. Dabei handelt es sich um eine externe Berichterstattung über unsere Umweltleistung, welche durch externe Umweltgutachter validiert wurde.

Neben den Klimaschutzmaßnahmen in unserem Betrieb legen wir ebenso viel Wert auf weitere Umweltthemen u.a. Förderung von natürlichen Ökosystemen.

Nahaufnahme einer Hummel an einer Blüte.
  • Seit 2023 unterstützen wir das Naturland Förderprogramm "Für mehr Artenvielfalt". Jedes Naturland-zertifizierte Eigenmarken-Produkt bei ALDI zahlt mit einem finanziellen Beitrag in das Förderprogramm ein. Naturland-Landwirt:innen erhalten über das Programm finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von Maßnahmen wie z. B. der Pflanzung von Hecken, der Schaffung von Sommer-Rückzugsorten im Grünland oder der Pflanzung von vielfältigen Zwischenfrüchten. Diese Maßnahmen schaffen Lebensräume und Nahrungsquellen für verschiedene Arten wie z. B. Vögel, Insekten, Wildtiere und Bodenlebewesen. Kund:innen können durch den Kauf von Naturland-zertifizierten Produkten den Ausbau des Programms unterstützen. Mehr Informationen unter: https://wirsindartenvielfalt.de/informationen-fuer-landwirte/
  • Als Mitglied von Food for Biodiversity setzen wir uns mit branchenübergreifenden Stakeholder:innen dafür ein, dass in ausgewählten Lieferketten Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt werden. Der Maßnahmenkatalog der Initiative wurde gemeinsam mit Umweltorganisationen formuliert und umfasst unterschiedliche Themenfelder wie z. B. Gewässerschutz, Vernetzung von Habitaten, Umgang mit Pflanzenschutz sowie Düngemitteln. Durch dieses Engagement sollen negative Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Biodiversität reduziert werden, und neue Lebensräume und Nahrungsquellen für Arten entstehen. Weitere Informationen findest du unter Food for Biodiversity.
  • Da der Anbau von Obst und Gemüse häufig sehr wasserintensiv ist, stellen wir besondere Anforderungen. Wer etwa Bananen und Avocados liefert, muss bestimmte Wasserstandards einhalten. Die 15 umsatzstärksten Obst- und Gemüseartikel aus Regionen mit erhöhtem Wasserrisiko sind nach externen Wassermanagement-Standards zertifiziert, insbesondere nach GLOBALG.A.P. SPRING oder gleichwertigen anerkannten Standards. Hierzu zählen beispielsweise Tomaten aus der Region Murcia in Spanien oder Avocados aus der Region La Libertad in Peru. Eine Übersicht der ausgewählten Artikel sowie der von uns anerkannten Standards findest du auf der Webseite von GlobalG.A.P. Zur Identifikation von wasserkritischen Regionen wurde eine Hotspot-Analyse mit Hilfe des WWF Water Risk Filters durchgeführt. Der WWF Filter berücksichtigt bei der Risikobewertung von Regionen unterschiedliche Risikokategorien wie z. B. regulatorische und physikalische Risiken sowie Reputationsrisiken. ALDI erkennt Regionen als wasserkritisch an, wenn die Gesamtbewertung des Wasserrisikos im Einzugsgebiet ≥ 3,5 ist. Produkte mit einer GLOBALG.A.P. SPRING-Zertifizierung stammen von Betrieben, die zusätzliche Anforderungen an einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser erfüllen. Dazu gehören beispielsweise die Überwachung des Wasserverbrauchs, der Schutz von Wasserquellen und die Berücksichtigung regionaler Wasserrisiken. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird regelmäßig durch unabhängige Stellen überprüft.Da der
Hände fangen fließendes Wasser aus einem moosbewachsenen Baumstamm auf.

Mehr über unseren globalen Ansatz für den Klima- und Umweltschutz in der Unternehmensgruppe ALDI SÜD findest du auf der ALDI SÜD Sustainability Plattform.

ALDI SÜD setzt auf das Umweltmanagementsystem EMAS.

Logo der EMAS Zertifizierung für Umweltmanagement.

Bereits seit Juni 2024 ist ALDI SÜD Deutschland mit allen zugehörigen Logistikzentren, Filialen und Verwaltungsstandorten nach dem Umweltmanagementsystem EMAS (auf Englisch: Eco-Management and Audit Scheme) validiert. EMAS ist ein weltweit anerkanntes Umweltmanagementsystem, mit dem wir sicherstellen, dass alle relevanten Umweltaspekte von Energieverbrauch bis zu Abfall und Emissionen rechtssicher und transparent umgesetzt werden. Unabhängige und staatliche zugelassene Umweltgutachter:innen prüfen unsere Filialen, Logistikzentren und Verwaltungsstandorte in Deutschland hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen. Wir haben uns bewusst für den ganzheitlichen Ansatz von EMAS entschieden, da hier – anders als beim Energiemanagementsystem (ISO 50001) – neben dem Bereich Energie auch alle anderen umweltrelevanten Bereiche wie Emissionen, Kälte, Beschaffung, Transport oder Arbeitsschutz und -sicherheit untersucht werden. EMAS unterstützt uns somit bei der Bewertung, Berichterstattung und kontinuierlichen Verbesserung unserer Umweltleistung. Weitere konkrete Informationen zu unserem Umweltmanagementsystem sind in unserer Umwelterklärung zu finden. Diese kann bei Bedarf über nachhaltigkeit@aldi-sued.de angefordert werden.

Türkiser Fluss im Regenwald.
Unsere Maßnahmen für den Klimaschutz betreffen verschiedene Unternehmensbereiche.

Biodiversität

Als Mitglied von Food for Biodiversity setzen wir uns mit branchenübergreifenden Stakeholder:innen dafür ein, dass in ausgewählten Lieferketten Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität umgesetzt werden. Der Maßnahmenkatalog der Initiative wurde gemeinsam mit Umweltorganisationen formuliert und umfasst unterschiedliche Themenfelder wie z. B. Gewässerschutz, Vernetzung von Habitaten, Umgang mit Pflanzenschutz sowie Düngemitteln. Durch dieses Engagement sollen negative Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Biodiversität reduziert werden, und neue Lebensräume und Nahrungsquellen für Arten entstehen. Zudem unterstützen wir seit 2023 wir das Naturland Förderprogramm "Für mehr Artenvielfalt".

Plastikpartikel treiben im Meer.
Blühstreifen für mehr Biodiversität.

Energieeffiziente Filialen

Um unsere Ressourcen zu schonen und das Klima zu schützen, sind die Optimierung des Energieverbrauchs und, wo immer möglich, die grundsätzliche Abkehr von fossiler Energie von immenser Bedeutung. Daher setzen wir unter anderem vermehrt auf  erneuerbare Energien.  Wir produzieren auf den Dächern von rund 70 Prozent der ALDI SÜD Filialen Solarstrom (Stand: August 2025). Dabei nutzen wir etwa 80 Prozent dieses Stroms selbst und speisen die restlichen ca. 20 Prozent in das öffentliche Stromnetz ein.

Elektromobilität

Der Individualverkehr verursacht einen erheblichen Anteil am CO₂-Ausstoß in Europa. Das liegt daran, dass die meisten Fahrzeuge mit herkömmlichen Antrieben ausgerüstet sind und mit Benzin oder Diesel betankt werden.¹ Um die Elektromobilität zu fördern, bieten wir unseren Kund:innen an über 700 Filialparkplätzen Ladestationen für E-Fahrzeuge an. An den Standorten, an denen ALDI SÜD den Strombezug verantwortet, wird ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien genutzt. In 2025 traf dies auf 97% der Standorte zu.

Transport & Logistik.

Wir bei ALDI SÜD arbeiten kontinuierlich daran, unsere CO₂-Emissionen im Transport zu senken. Dies erreichen wir durch die regelmäßige Erneuerung unserer Lkw-Flotte und durch eine intelligente Tourenplanung, die unnötige Mehrkilometer vermeidet sowie Lkw voll auslastet. Unsere bestehende Lkw-Flotte wird durch vier E-Lkw und einen Wasserstoff-Lkw zur Belieferung der Filialen ergänzt. Die E-Lkw werden ausschließlich mit Grünstrom betrieben. Bei dem H2-Lkw legen wir großen Wert darauf, wann immer möglich an Tankstellen mit grünem Wasserstoff zu tanken.

Eine Photovoltaikanlage.
Ein E-Auto wird aufgeladen.
Luftaufnahme einer grünen Wildtierbrücke, die eine mehrspurige Autobahn überspannt und Wälder auf beiden Seiten verbinde

Fußnoten

¹  Transport & Environment (2024): Europas Verkehrssektor wird 2030 fast die Hälfte der Emissionen ausmachen.  https://www.transportenvironment.org/te-deutschland/articles/europas-verkehrssektor-wird-2030-fast-die-halfte-der-emissionen-ausmachen