Was bedeutet der Klimaschutz für ALDI SÜD.
Wir bei ALDI SÜD sind uns bewusst, dass unsere Geschäftsaktivitäten einen erheblichen Einfluss auf das Klima und die Umwelt haben. Aus diesem Grund arbeiten wir als gesamte Unternehmensgruppe ALDI SÜD daran, die Treibhausgasemissionen in unseren eigenen Betrieben und entlang unserer Lieferketten zu reduzieren.
Unsere Mission.
Klimaschutz ist ein zentraler Bestandteil unserer globalen Nachhaltigkeitsstrategie. Wir bekennen uns seit 2015 zum Pariser Klimaabkommen und haben uns verpflichtet, unseren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels zu leisten. Unser Company Carbon Footprint (CO₂-Fußabdruck für Unternehmen) hilft uns dabei, den aktuellen Stand unserer Treibhausgasemissionen zu erfassen und transparent darzustellen. Auf Basis dieser Daten können wir gezielt Maßnahmen entwickeln und die Wirksamkeit kontinuierlich überprüfen.
Unsere Klimabilanz.
Um unsere Klimaschutzmaßnahmen besser steuern und vergleichen zu können, erfassen wir unsere Klimabilanz gem. dem sogenannten GHG Protocol Standard. Dieser teilt die Emissionen in drei Bereiche ein, die Scope 1, 2 und 3 genannt werden:
Unsere Klimaschutzmaßnahmen.
Unsere Klimaschutzmaßnahmen konzentrieren sich darauf, die Emissionen aus verschiedenen Bereichen zu reduzieren, die wir durch unseren Company Carbon Footprint als relevant identifiziert haben – dazu gehören bspw. die Emissionen, die aus unseren Produkten, Gebäuden und Transportmitteln entstehen. Der Großteil unser Treibhausgase stammt aus der Vorkette der Produkte, die wir an unsere Kund:innen verkaufen – zum Beispiel durch Landnutzungsänderungen und Landwirtschaft (FLAG-Emissionen). Als großer Lebensmitteleinzelhändler sind wir uns der Verantwortung bewusst, diese Sektoren zu schützen und gleichzeitig unsere Rolle beim Schutz dieser Ressourcen wahrzunehmen.
Für alle Maßnahmen haben wir klare Verantwortlichkeiten und eine Timeline festgelegt. Wir überwachen unsere Fortschritte sowohl auf ALDI SÜD Gruppenebene als auch in den einzelnen ALDI SÜD Ländern und tauschen uns regelmäßig dazu aus. Teil unserer Maßnahmen zum Klimaschutz ist das europäische Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme), mit dem ALDI SÜD als erster großer Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland validiert wurde. EMAS fordert die kontinuierliche Verbesserung im Bereich Umweltmanagement und Umweltschutz und setzt dabei höchste Standards in Bezug auf Compliance und Vertrauenswürdigkeit.
Scope 1
- Einsatz natürlicher Kältemittel: Seit Ende des Jahres 2023 wurde in über 90% der Filialen nur Kältetechnik mit natürlichem Kältemittel zur Kühlung der Lebensmittel betrieben.
- Einsatz von Wärmepumpen bei Neubauten.
- Sukzessive Umstellung auf elektrische PKW in unserer Dienstwagenflotte.
- Optimierung unserer Logistikrouten dazu gehört eine optimale Routenplanung mit wenig Leerfahrten.
- Erprobung alternativer Antriebe: Seit 2024 haben wir vier E-Lkw der neuesten Generation und einen Wasserstoff Lkw im Einsatz.
Scope 2
- Seit 2017 nutzen wir an den ALDI SÜD-Standorten, wo wir den Strombezug selbst verantworten, Strom aus erneuerbaren Energien. In 2025 traf dies auf 98% der Standorte zu.
- PV-Anlagen auf Filialdächern: Etwa 70 % unserer Filialen sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Den erzeugten Strom nutzen wir zu rund 80 % selbst, der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist.
- Einsatz von Kühltüren zur Senkung des Energieverbrauchs: Seit April 2023 stattet ALDI SÜD bei Neubauten und neu eingebrachten Kälteanlagen die gesamte Kühlregalstrecke (exkl. Obst und Gemüse) mit Türen vor dem Kühlregal aus. Zusätzlich werden seit April 2023 bei allen Filialmodernisierungen die Frischfleischregale mit Türen ausgeliefert.
Scope 3
- Durchführung eines Projekts gemeinsam mit einem strategischen Lieferanten und Landwirt:innen in unserer Lieferkette, um Maßnahmen zur Emissionsreduktion in unseren emissionsintensiven Warengruppen zu identifizieren.
- Ausbau der Infrastruktur für E-Ladesäulen: Mittlerweile gibt es auf vielen unserer Filialparkplätze Ladepunkte für E-Pkw.
- Durch nachfrageorientierte Planung vermeiden wir Lebensmittelüberschüsse. Entstehen dennoch Überschüsse, setzen wir auf den Verkauf zu reduzierten Preisen, Spenden an Organisationen wie die Tafel oder foodsharing. Sollten Lebensmittel nicht mehr zum Verzehr geeignet sein, werden sie bei ALDI SÜD möglichst hochwertig verwertet, indem der Großteil zu Biogas verarbeitet wird.
- Zusammenarbeit mit unseren internen & externen Stakeholdern, um Emissionsreduktion in unserer Wertschöpfungskette voranzutreiben (z.B. durch Schulungen der Mitarbeiter:innen zum Thema Umweltmanagement in der Verwaltung oder im Rahmen unserer jährlichen Lieferant:innenabfrage zu Klimaschutzzielen und -maßnahmen.
