#Haltungswechsel: Unser Versprechen für mehr Tierwohl

Wir möchten, dass Tierwohl eine Selbstverständlichkeit wird. Nach der weitreichenden Entscheidung, bis 2030 konsequent auf die hohen Haltungsformen 3 und 4 bei Frischfleisch1 umzustellen, weiten wir unser Tierwohlversprechen nun auch auf Milch3 aus. Zusätzlich stellen wir noch in 2022 auf das „5D“-Prinzip bei Schweinefrischfleisch2 um und setzen auch bei unserer Frischmilch4 vollständig auf die Herkunft aus Deutschland.

Schritt für Schritt: #Haltungswechsel Milch

Bis spätestens 2030 werden wir unsere Milch3 zu 100 Prozent auf die tiergerechteren Haltungsformen 3 und 4 umstellen. Bereits heute bieten wir mit unseren Marken FAIR & GUT und GUT bio Milch aus den höheren Haltungsformen an, sodass du bereits jetzt gemeinsam mit uns einen Beitrag zu mehr Tierwohl leisten kannst. Für noch mehr Transparenz ist seit dem 1. Januar 2022 die etablierte Haltungsform-Kennzeichnung auch für Milch- und Molkereriprodukte anwendbar. Um die Kennzeichnung schnellstmöglich auf die betreffenden Verpackungen unserer Eigenmarken aufzubringen, stehen wir aktuell im engen Austausch mit unseren Partnern und Lieferanten.

Neben den höheren Haltungsformen setzen wir dabei auch konsequent auf Trinkmilch aus deutscher Herkunft: So werden wir schon in 2022 ausschließlich Frischmilch und ab 2024 auch H-Milch ausschließlich aus deutscher Landwirtschaft beziehen.4

Zu Besuch bei einem FAIR & GUT Landwirt

Wir haben den Familienbetrieb Speinle in Bayern besucht, der sich aktuell in der Umstellung zum Bio-Betrieb befindet: „Das bedeutet noch mehr Tierwohl.“ Mehr über die Speinles und ihre Betriebsphilosophie erfährst du im Video:

Umstellung auf „5D“ bei Schweinefrischfleisch2

Zukünftig wird jeder einzelne Schritt der gesamten Wertschöpfungskette bei konventionellem Schweinefrischfleisch2 (Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Zerlegung/Verarbeitung) in Deutschland stattfinden („5D“-Prinzip). Die Umstellung soll spätestens zum vierten Quartal 2022 abgeschlossen sein, um unseren Lieferanten genügend Vorlauf zu gewährleisten. Wir setzen bei Schweinefrischfleisch schon lange auf deutsche Ware. Lediglich der erste Schritt der Wertschöpfungskette – die Ferkelgeburt – findet derzeit auch noch in Nachbarländern statt. Neben dem Bekenntnis zu Qualität aus Deutschland möchten wir den deutschen Ferkelerzeugern eine verlässliche Zukunftsperspektive für den Standort Deutschland geben.

Mit der Umstellungsphase bis zum vierten Quartal 2022 wird ALDI in Absprache mit seinen Lieferanten und Landwirten dem komplexen Zusammenspiel der Lieferkette gerecht, um ausreichend Zeit für die Umstellung zu ermöglichen. Wir müssen gemeinsam zunächst ausreichend Kapazitäten im gesamten Markt schaffen, bevor wir flächendeckend umstellen können. 

Da Bio-Ware im Schweinefleischbereich nicht immer in ausreichenden Mengen hierzulande verfügbar ist, beziehen wir bestimmte Fleischartikel aktuell auch aus dem EU-Umland. Mit unseren langjährigen Partnern arbeiten wir bereits an Lösungen, um unser Bio-Schweinefrischfleisch zukünftig möglichst ausschließlich aus Deutschland zu beziehen. 

Selbstverständlich zahlen wir marktgerechte Preise für unsere Anforderungen. Wie sich die Preise langfristig entwickeln, lässt sich heute nicht verlässlich vorhersagen. Dies wird sich erst dann zeigen, wenn alle Lieferketten entsprechend umgestellt sind. 

Klar ist: Die höheren Kosten der Landwirte für bessere Haltungsbedingungen, zu denen unter anderem mehr Platz und frische Luft oder auch Beschäftigungsmaterial für die Tiere zählen, wirken sich auf den Verkaufspreis aus. Wie sich die Preise langfristig entwickeln, lässt sich heute nicht verlässlich vorhersagen. 

Wir schätzen die hohe Qualität heimischer Produkte. Wo immer möglich, beziehen wir schon heute unsere Produkte aus der Region. Rund 85 Prozent der von uns verkauften Frischfleischprodukte stammen bereits von Lieferanten und Erzeugern, die in Deutschland ansässig sind, also mindestens „4D“ aufweisen. Diesen Ansatz werden wir auch konsequent weiterverfolgen und wo immer möglich weitere Fleischartikel verkaufen, deren gesamte Wertschöpfungskette deutscher Herkunft ist. 

Schritt für Schritt: #Haltungswechsel Frischfleisch

Wir stellen bis 2030 konsequent 100 Prozent unseres Frischfleisch-Sortiments (Rind, Schwein, Hähnchen, Pute; ausgenommen (internationale) Spezialitäten und Tiefkühlartikel) auf die hohen Haltungsformen 3 und 4 um.

Die Stufen der Haltungsform – Einfach erklärt!

In der Haltungsform 3, auch Außenklima-Haltung genannt, haben die Tiere z.B. Zugang zu frischer Luft, mehr Platz und bekommen Futter ohne Gentechnik. Die Haltungsform 4 steht für die Premiumstufe wie z.B. Bio, hier können sich die Tiere u.a. draußen aufhalten und haben noch mehr Platz als in Haltungsform 3. Mehr dazu erfährst du im Video.

Schweinefleisch von Fair & Gut

Ein Blick hinter die Kulissen unseres FAIR & GUT Landwirtes Ulrich Schulze Vowinkel aus dem Münsterland. Wie er seinen fairen Ackerbau meistert und in seinem Schweinestall für mehr Tierwohl sorgt, erfährst du in dem Video.

Der Umbau der deutschen Landwirtschaft: Das geht nur gemeinsam

Dies ist ein Projekt mit großer Tragweite und nicht ohne wirtschaftliches Risiko. Doch der Haltungswechsel soll auch genau das sein: eine Frage der Haltung – für einen tiergerechteren und nachhaltigeren Fleischkonsum sowie ein umfassendes Umdenken entlang der gesamten Lieferkette. Diesen Weg gehen ALDI SÜD und ALDI Nord gemeinsam.

Der Lebensmittelhandel ist ein komplexes System aus vielen Akteuren. ALDI kann als Händler den Haltungswechsel nicht allein stemmen. Es müssen alle investieren und bereit sein, gemeinsam diesen Schritt zu gehen: die Kunden, die Wettbewerber, die Landwirte, die Lieferanten und die Politik.

Die Landwirte

Uns ist bewusst, dass der Haltungswechsel für viele Landwirte eine Herausforderung darstellt. Wir wissen aber auch, dass sich schon viele mit uns gemeinsam auf den Weg gemacht haben. Die Umstellung auf Außenklima- oder Premium-Haltung, die Erweiterung bzw. der Umbau von Ställen und die Verbesserung von Haltungsbedingungen erfordern hohe Investitionen und bergen ein finanzielles Risiko. Landwirte und Verarbeiter brauchen stabile Abnahmemengen und Planungssicherheit. Wir verstehen uns als Partner der Landwirte, Lieferanten und Hersteller und bieten ihnen einen verlässlichen Absatzkanal für Tierwohl-gerechteres Fleisch aus Deutschland. 

Die Politik und der Markt

Gleichzeitig appellieren wir an die Politik, die Lieferanten und den Handel. Mit unserem Versprechen des Haltungswechsels möchten wir die Politik unterstützen, rechtliche Rahmenbedingungen für einen langfristigen Umbau der deutschen Landwirtschaft zu schaffen. Wir hoffen auch, dass sich andere Händler anschließen und wir gemeinsam den Wandel eines Marktes herbeiführen können, der in den letzten Jahrzehnten vor allem auf Quantität ausgerichtet war.

Die Kunden

Wir sind auch auf die Hilfe unserer Kunden angewiesen. Höhere Tierwohlstandards sind mit höheren Kosten bei der Produktion verbunden. Das hat Auswirkungen auf den Verkaufspreis. Doch Nachhaltigkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schließen sich nicht aus. Wir glauben, unsere Kunden sind bereit für diesen Wandel. Eine steigende Nachfrage nach Fleisch aus den Haltungsformen 3 und 4 ermöglicht es uns, den besten ALDI Preis anzubieten.

Was du tun kannst

Unterstütze auch du mit dem Kauf unserer Marken GUT bio und FAIR & GUT die Umstellung zu mehr Tierwohl. Denn nur gemeinsam – mit euch, der Politik und der Landwirtschaft – kann der #Haltungswechsel gelingen.

Wir wünschen uns, dass all diese Akteure gemeinsam schon „heute für morgen“ einstehen. Damit einfaches Einkaufen mit gutem Gewissen ganz selbstverständlich wird.

ALDI SÜD belegt Platz 1 im Greenpeace Supermarkt-Check

Im September 2021 wollte Greenpeace erneut von acht großen Lebensmitteleinzelhändlern wissen, ob die einheitliche Haltungskennzeichnung auf allen Frischfleisch-Produkten genutzt wird und wie groß der prozentuale Anteil der jeweiligen Haltungsform-Stufe beim verkauften Frischfleisch ist. Zudem wurde abgefragt, inwiefern die Händler planen, die niedrigsten Haltungsformen langfristig aus dem Sortiment zu nehmen. Im „Supermarkt-Check“ belegt ALDI SÜD den ersten Platz. 

Denn wir haben im Vergleich zum Vorjahr nicht nur unser Angebot in den höheren Haltungsformen deutlich ausgebaut, sondern auch den Anteil an Schweinefrischfleisch aus der niedrigsten Haltungsform 1 nahezu halbiert. Schon heute beziehen wir rund 15 Prozent des Umsatzes unseres Frischfleischsortiments aus den tierwohlfreundlicheren Haltungsformen 3 und 4.

Bezogen auf Umsatz (Durchschnitt ALDI Nord & ALDI SÜD) in Deutschland mit Frischfleisch der größten Nutztiergruppen Rind, Schwein, Hähnchen und Pute; ausgenommen (internationale) Spezialitäten und Tiefkühlartikel.

2 Ausgenommen internationale Spezialitäten, Bioprodukte, Filet und Tiefkühlartikel.

3 Bezogen auf Umsatz (Durchschnitt ALDI Nord & ALDI SÜD) in Deutschland mit Trinkmilch der Eigenmarken, ausgenommen sind Markenartikel.

4 Betrifft Trinkmilch der Eigenmarken, ausgenommen sind Markenartikel und internationale Spezialitäten.

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