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Wir schaffen das Küken­töten ab

Wir verpflichten uns, schrittweise bis Ende 2022 das Kükentöten abzuschaffen und unser gesamtes Schaleneier-Sortiment aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung umzustellen. Bei der Produktion von Schaleneiern werden in der Regel männliche Küken getötet, da sie keine Eier legen können und sich auch nicht zur Mast eignen. Denn anders als Masthühner setzen sie kaum Fleisch an.

Erste Erfolge

Auf unserem Weg haben wir bereits einige Fortschritte erzielt: Seit Februar bieten alle Filialen unserer Regionalgesellschaft Aichtal ausschließlich Frischschaleneier „ohne Kükentöten“ an. Das komplette Sortiment aus Boden-, Freiland- und ökologischer Haltung wurde auf eine Produktion umgestellt, bei der keine männlichen Küken sterben müssen. 

Bereits seit dem letzten Jahr können unsere Kunden in den Verkaufsregionen Rheinberg und Kirchheim Bio-Eier „ohne Kükentöten“ kaufen. Das Eier-Angebot soll zeitnah auch in anderen ALDI SÜD Regionen umgestellt werden und alle Haltungsformen miteinbeziehen. Bis Ende Juni 2021 gibt es bereits in 20 Regionalgesellschaften Bio-Eier und/ oder Eier aus Freilandhaltung, für die keine Küken sterben mussten.

Alle Eier, die wir bislang „ohne Kükentöten“ anbieten, stammen aus der Bruderhahn-Aufzucht. Um das Kükentöten in der Produktion von Schaleneiern langfristig abzuschaffen, setzen wir neben der Aufzucht männlicher Küken auf die Anwendung genanalytischer Verfahren. Sie ermöglichen eine frühzeitige Bestimmung des Geschlechts im Brutei.

So gelingt uns unser Vorhaben

Mit Hilfe von innovativer Technik wird das Geschlecht des Kükens bereits in den ersten Tagen des Ausbrütens bestimmt und zusätzlich treiben wir die Aufzucht der sogenannten Bruderhähne voran. Was genau dahinter steckt, erfährst du in unserem Erklärvideo und in unseren Infografiken.

 

Wie funktionieren die technischen Verfahren zur Geschlechtsbestimmung?

 

 

Für die Nutzung innovativer technischer Verfahren beraten wir uns mit unseren Partnern und Verfahrensentwicklern, die frühzeitige Geschlechtsbestimmungen in Bruteiern vornehmen – wie beispielsweise das Biotech-Unternehmen PLANTON. Mithilfe des einzigartigen genanalytischen Verfahrens kann am neunten Bruttag das Geschlecht eines Bruteis bestimmt werden.


Die Entwickler arbeiten mit Hochdruck daran, die Technologie weiterzuentwickeln, damit auch andere Marktteilnehmer sie für sich nutzen können und das Kükentöten gänzlich abgeschafft werden kann.

Was passiert mit den männlichen Bruteiern?

Die männlichen Bruteier werden dank des genanalytischen Verfahrens noch vor dem Schlüpfen ermittelt und aussortiert. Sie werden vor allem zu hochwertigem Tierfutter verarbeitet. Sie erhalten so einen wirtschaftlichen Mehrwert und können sinnvoll für die Produktion von Futtermitteln genutzt werden.

 

Was bedeutet die Bruderhahn-Aufzucht?

Wir arbeiten schon seit einigen Monaten an der Umstellung unseres Schaleneier-Sortiments und bieten jetzt die ersten Bio-Eier „ohne Kükentöten“ an. Sie stammen aus der Bruderhahn-Aufzucht. Das bedeutet, dass die männlichen Küken mit aufgezogen werden. Schon 2017 haben wir die Aufzucht gemeinsam mit ALDI Nord und einem unserer Lieferanten gestartet. Unser Lieferant zieht in dem „Henne & Hahn“ Projekt pro Legehenne einen Bruderhahn aus dem gleichen Schlupf auf. Im Rahmen dieses Projekts bieten wir die Eier unter dem Namen „Henne & Hahn“ im 6er Pack aus Bodenhaltung an. Da die Nachfrage der Eier so groß ist, sind diese bereits in acht Regionalgesellschaften erhältlich. Erfahre noch mehr zu unserem Engagement auf unserem Blog.

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