Bio-Eier

Bio-Eier waren das erste Bio-Produkt, das wir bei ALDI SÜD 2004 in die Filialen geholt haben. Seither bieten wir Bio-Eier als Alternative zu konventionell produzierten Eiern an. Woran du Bio-Eier erkennst, was der Bio-Standard genau bedeutet und warum Bio-Eier etwas teurer sind – erfahre mehr.

Ein geöffneter Eierkarton mit Deutschen Bio-Eiern steht vor einem weißen Hintergrund.

Woran erkennst du Bio-Eier?

Bio-Eier müssen – genau wie Eier aus anderen Haltungsformen – seit 2004 direkt auf dem Ei kenntlich gemacht werden. Die Kennzeichnung, die auf jedes Ei gedruckt ist, verrät dir:

  • die Haltungsform (erste Ziffer)
  • das Erzeugerland (Buchstaben-Kennzeichnung)
  • die Legebetriebs-Nummer (längere Ziffernreihe)

Sobald die erste Ziffer auf dem Ei 0 lautet, ist das Ei wirklich ein Bio-Ei! Wenn das Bio-Ei aus Deutschland stammt, erkennst du dies an der Buchstabenkombination DE. Ob die Bio-Eier vielleicht sogar aus einem Bio-Betrieb in deiner Region stammen, kannst du anhand der längeren Ziffernkombination am Ende der Kennzeichnung auf der Website des Vereins für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V. (KAT) recherchieren.

Ein geöffneter Eierkarton mit Deutschen Bio-Eiern steht vor einem weißen Hintergrund.

Eine Grafik, die die verschiedenen Eier-Kennzahlen auf Eiern erklärt.

Eine Grafik, die die verschiedenen Eier-Kennzahlen auf Eiern erklärt.

Welche vorgaben müssen bio-eier erfüllen?

Dass Bio-Hühner nicht in Käfigen gehalten werden, weißt du sicherlich. Aber auch darüber hinaus ist die Haltung von Bio-Legehennen streng geregelt. Bio-Eier sollen in einer möglichst tiergerechten und natürlichen Umgebung gelegt werden. Diese Vorschriften sind dabei besonders interessant:

  • Zumindest ein Drittel der Bodenfläche im Stall muss mit Streumaterial wie Stroh, Holzspänen, Sand oder Torf bedeckt sein.
  • Den Hühnern stehen mehr Sitzstangen als in der konventionellen Haltung sowie Ein- und Auslaufklappen in der vorgeschriebenen Mindestgröße zur Verfügung. Pro Quadratmeter Stallfläche dürfen maximal sechs Hennen gehalten werden.
  • In einem Bio-Eier-Betrieb dürfen höchstens 3.000 Legehennen in einem Abteil gehalten werden.
  • Bio-Legehühner haben tagsüber ständig freien Zugang zu einem Freigelände, soweit die Witterungsbedingungen und der Bodenzustand dies gestatten. Dieser Zugang muss mindestens während eines Drittels der Lebenszeit der Tiere bestehen.
  • Das Auslaufgelände muss überwiegend mit Pflanzen bewachsen sein. Da Hühner von Natur aus Fluchttiere sind und im Freien oft Schutz suchen, verpflichten sich Bio-Eier-Betriebe dazu, ihre Außengelände mit Bäumen, Sträuchern oder entsprechenden Unterständen zu versehen.

Nicht nur die Haltung, auch die Futtermittel unterliegen bei Bio-Eiern einem detaillierten Regelkatalog. Lerne hier einige der wichtigsten Vorgaben für die Ernährung von Bio-Legehennen kennen:

  • Wie allgemein in der Biologischen Landwirtschaft üblich, soll auch bei der Bio-Hühnerhaltung eine möglichst geschlossene Kreislaufwirtschaft stattfinden. Deshalb stammen die Futtermittel für die Hühner wie Mais, Getreide, Soja, Sonnenblumen, Kräuter oder Hülsenfrüchte, soweit machbar, aus eigener Erzeugung. Auf dem Speiseplan von Hühnern stehen aber auch kleine Insekten, die Legehennen bei Bio-Haltung draußen im Auslauf fressen können.
  • Zulässige Mineralfuttermittel sowie Futtermittelzusatzstoffe sind in beschränkten Positivlisten in den Anhängen der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau aufgeführt.
Viele Legehännen in einem bepflanzen Freiland-Gehege.

Was ist der Unterschied zwischen Freiland- 
und Bio-Eiern?

Auch bei der konventionellen Freilandhaltung ist die Käfighaltung tabu. Freiland-Legehennen haben ebenso wie Bio-Legehühner Zugang zu frei zugänglichen Auslaufflächen, die begrünt sein müssen. Bio-Legehühner haben allerdings mehr Platz im Stall: In der ökologischen Landwirtschaft dürfen maximal sechs Legehennen auf einen Quadratmeter gehalten werden, in der Freilandhaltung sind es neun Legehennen. Außerdem müssen Bio-Legehennen in kleineren Gruppen gehalten werden. Auch beim Futter gibt es Unterschiede: Das Futter bei Bio-Legehennen stammt grundsätzlich aus ökologischem Landbau.

Produktbild der GUT bio Bio-Eier von ALDI SÜD.

Warum sind Bio-Eier teurer?

Die Erzeugung von Bio-Eiern ist in vielerlei Hinsicht kostenintensiver und arbeitsreicher als andere Formen der Hühnerhaltung. Die Bio-Betriebe dürfen auf die Fläche bezogen weniger Hühner halten, müssen eine teurere und arbeitsintensivere Freilandgestaltung für die Bio-Legehennen vorweisen. Zudem sollen sie soweit möglich nur selbst erzeugtes oder hinzugekauftes Bio-Futter an ihre Tiere verfüttern. Bio-Futter ist bedeutend teurer in der Anschaffung. Dieses Mehr an Kosten und Arbeit wirkt sich auf den Preis der Bio-Eier aus. Wir bei ALDI SÜD stehen aber zu unserem Versprechen, dir einen möglichst günstigen Preis anzubieten. Das gilt selbstverständlich auch für unsere Bio-Eier.

Produktbild der GUT bio Bio-Eier von ALDI SÜD.


... dass ALDI SÜD 2020 als erster großer Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland der Europäischen Masthuhn-Initiative (EMI) beigetreten ist? Schon heute erfüllen alle unser FAIR & GUT Hähnchenprodukte die tiergerechteren Haltungskriterien der EMI.

zur Masthuhn-Initiative

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