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  • Wein-ABC
  • Begriffserkläung
  • Abgang:
  • Damit wird der kurze oder lange geschmackliche Eindruck beschrieben, den ein Wein nach dem Schlucken am Gaumen hinterlässt. Von „schwachem” Abgang spricht man immer dann, wenn der Weingeschmack schnell nachlässt, oft ist dies auch ein Zeichen von mangelndem Säuregehalt.
  • Alkohol:
  • Wichtiger Geschmacksbestandteil, darf aber nicht zu hoch sein. Entsteht durch die Vergärung von Traubenzucker in Alkohol.
  • Anbaugebiet:
  • Damit werden gesetzlich festgeschriebene Herkunftsgebiete von Weinen bezeichnet, um den Ursprung transparent zu machen und Missbrauch auszuschließen. Als älteste Eingrenzungen eines Anbaugebiets gelten diejenigen für Chianti Classico in der Toskana aus dem Jahr 1716 und die für Portwein im portugiesischen Douro-Tal aus dem Jahr 1756.
  • Aroma:
  • Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Würze”. Darunter versteht man jene Aromastoffe, die direkt von der Traubenfrucht kommen, die sogenannten Primäraromen. Viele Rebsorten haben ein ganz spezifisches Aroma, das man als sortentypisch bezeichnet. Beim Entwicklungsprozess des Weins im Fass und bei der Reifung in der Flasche entstehen dann die sekundären Aromastoffe. Gemeinsam ergeben sie das Bukett.
  • Assemblage:
  • Französische Bezeichnung für die „Komposition” eines Sektes oder Champagners aus mehreren Jahrgängen, Rebsorten und Lagen. Die Zusammenstellung der einzelnen Weine und Jahrgänge erfordert größtes Wissen, Erfahrung, Einfühlungsvermögen, Vorstellungskraft, Sorgfalt und sensorische Fähigkeiten. Sie ist im Detail das bestgehütete Geheimnis der einzelnen Champagnerhäuser.
  • Balance:
  • Es ist harmonisch und ausgewogen.
  • Barrique:
  • Ein international verbreitetes kleines Eichenfass mit einer Füllmenge von 225 Litern, das zum Ausbau sowie zur Gärung von Rotweinen und zum Ausbau von Weißweinen dient. Ein Barrique kann bis zu zehn Jahre und länger verwendet werden, gibt jedoch nur in den ersten drei Jahren Holzaromen an den Wein ab. Weitere Fassgrößen: großes Holzfass, Stückfass (Rheingau 1200 Liter), Fuder (Mosel 1000 Liter).
  • Brut:
  • Begriff für „trocken” bei Schaumweinen und Champagnern.
  • Bukett:
  • Damit wird die Gesamtheit der anregenden und angenehmen Düfte eines Weins bezeichnet.
  • Crémant:
  • Französische Bezeichnung für einen Schaumwein, der außerhalb der Champagne erzeugt wurde.
  • Crianza:
  • Bezeichnung für spanische Weine, die im Holzfass reifen.
  • Cuvée:
  • Die meisten Weine werden heute aus mehreren Rebsorten zu sogenannten Cuvées verschnitten. Dazu werden zwei oder mehrere fertige Weine miteinander vermischt. Diese können aus verschiedenen Rebsorten und Lagen gewonnen werden, selbst auch aus unterschiedlichen Jahrgängen stammen. Das Verhältnis bestimmt der Winzer.
  • Degorgieren:
  • Bezeichnung für die Entfernung der Hefe, die sich im Flaschenhals bei der zweiten Vergärung von Schaumweinen und Champagnern gebildet hat.
  • Dekantieren:
  • Umfüllen eines Weins in eine Glaskaraffe. Zum einen, um das Depot zu entfernen, zum anderen, um den Wein mit Sauerstoff in Kontakt zu bringen, um junge Gerbstoffe etwas abzumildern.
  • Depot:
  • Während der Flaschenreifung kann sich durch das Ausscheiden von Stoffen (z. B. Gerb- und Farbstoffen) ein mehr oder minder starker Bodensatz bilden. Depot tritt verstärkt bei Rotweinen auf, er kann durch Dekantieren getrennt werden. Das Depot ist geschmacksneutral und unbedenklich.
  • Dosage:
  • Mischung aus Most, Zucker und Wein, die nach dem Degorgieren Schaumwein und Champagner zugeführt wird.
  • Gerbstoff:
  • Auch als Tannin bezeichnet. Er steckt in den Traubenschalen, Kernen und Stielen. Rebsorten haben unterschiedliche Gerbstoffgehalte.
  • Hefen:
  • Diese einzelligen winzigen Mikroorganismen sind in der Lage, während der alkoholischen Gärung Zucker in Alkohol umzuwandeln. Statt Naturhefe verwenden die meisten Winzer Zuchthefen, um so mögliche Fehler im Wein zu vermeiden.
  • Länge:
  • Sie ist immer ein Zeichen von Qualität. Ein guter Wein sollte mindestens 20 bis 30 Sekunden im Mund präsent bleiben, nachdem man ihn getrunken hat. Man spricht dann auch von einem „langen Abgang”, „Nachhall” oder „Finale”.
  • Most:
  • Dies ist der aus Weintrauben gepresste Saft, der zur Weiterverarbeitung zu Wein bestimmt ist.
  • Maische:
  • Ein Gemisch aus zerkleinerten und zerquetschten Trauben, die noch den gesamten Saft enthalten. Danach erfolgt zumeist das Pressen der Trauben.
  • Tannin:
  • Bestandteil in Traubenkernen und Traubenschalen, wird auch als Gerbstoff bezeichnet. Verschiedene Rebsorten haben einen unterschiedlichen Gerbstoffgehalt. Einen hohen Gerbstoffgehalt findet man in der Regel bei ganz jungen Weinen oder bei Weinen aus unreifen Trauben. Bei Rotweinen bauen sich im Laufe der (Lager-)Jahre die Tannine ab, jene werden runder und weicher.
  • Terroir:
  • Abgeleitet vom französischen Wort für „BodenÓ. Gemeint ist die ideale Verbindung von Klima, Boden, Landschaft, Lage, Reben, Wasserhaushalt, Fauna und Flora des Rebbergs. Zu diesen messbaren Parametern kommt noch der Mensch, seine Kultur und Tradition, hinzu.
  • Wein:
  • Neben Wasser sind verschiedene Alkohole, organische Säuren wie Wein- und Apfelsäure, Gerb- und Farbstoffe, Mineralstoffe und zahlreiche Aromastoffe (Geruchs- und Geschmacksstoffe) enthalten, die meist erst während der alkoholischen Gärung entstehen, aber entscheidend für den Geschmack sind.
  • Weingeschmack:
  • Er wird bestimmt durch vier Komponenten: Säure, Süße, Alkoholgehalt und Frucht. Ihr Gleichgewicht bestimmt die gute Geschmacksqualität. Die hohe Kunst der Kellermeister besteht dann im Ausbalancieren von Zucker, Süße und Säure.
  • Weinstein:
  • Damit wird ein völlig harmloses Kaliumsalz bezeichnet, das in Form winziger Kristalle, entstanden durch Alkoholbindung und Abkühlung nach der Gärung, in Wein vorkommt. Weinstein ist völlig geschmacksneutral, gilt nicht als Weinfehler und ist daher auch kein Grund, einen Wein zu reklamieren.
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