Wissenswertes über Wein

Für Sie wird ALDI SÜD zum Weinführer. So können Sie nicht nur aromatischen Wein aus unseren Weinregalen genießen, sondern sich auch über die verschiedenen Weinarten, deren Herstellung, vielfältige Aromen, optimale Trinktemperatur und besondere Qualitätsmerkmale bestens informieren.

Wir erklären Ihnen die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Wein in unserem Wein-Glossar und beantworten außerdem die Frage „Welcher Wein passt zu welchem Essen?“ Auch das passende Weinglas für Ihren Lieblingswein finden Sie hier. Werden Sie zum Hobby-Sommelier und punkten Sie beim nächsten Weinabend oder einer Weinverkostung mit Kellerei-Wissen.
Das Beste: Mit Ihrem neuen Weinwissen finden Sie ganz einfach den perfekten Wein für Ihren persönlichen Geschmack.

Weinleitsystem
Herstellung von Weißwein, Rotwein und Schaumwein
Wein-Glossar – Von A wie Aroma bis W wie Weinstein
Gläserkunde – Welches Glas für welchen Wein?
Welcher Wein passt zu welchem Essen
Weinleitsystem

Weinleitsystem

Damit Sie sich auch in Ihrer Filiale bestens zurecht finden, haben wir für Sie ein Weinleitsystem entwickelt, das Ihnen die Orientierung deutlich erleichtert. Alle wichtigen Informationen sind übersichtlich auf den Vorder- und Rückenetiketten aufgelistet. Auf einen Blick finden Sie dort alle notwendigen Erklärungen über die optimale Serviertemperatur, Herkunft, Rebsorte, Geschmacksrichtung und Speiseempfehlung.

Weinleitsystem
Herstellung von Weißwein, Rotwein und Schaumwein

Herstellung von Weißwein, Rotwein und Schaumwein

Guter Wein wächst im Weinberg. Mit seinen begrünten Zwischengassen ist der Weinberg auch ein Genuss fürs Auge. Das Anbaugebiet und die dort wachsende Rebsorte sind entscheidend für den individuellen Charakter jedes Weines. Auch das Klima, der Boden und die Arbeit des Winemakers wirken sich auf jeden Jahrgang aus.
Der Rebensaft wird aus den Trauben, die an den Rebstöcken wachsen, gewonnen. Die Weinrebe zählt zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt und gilt als eine der stärksten Zucker sammelnden Obstpflanzen der Welt. Sie kann Zucker in Form von Glucose und Fructose bilden und in ihren Beeren speichern. Wein entsteht dann, wenn der Zucker im Traubensaft in Alkohol umgewandelt wird. Dafür sind Hefen verantwortlich. Je reifer die Trauben desto mehr Zucker enthalten sie. Der fertige Wein besteht aus verschiedenen Alkoholen, organischen Säuren, wie Wein- und Apfelsäure, Gerb- und Farbstoffe, Mineralstoffen sowie zahlreichen Aromastoffen (Geruchs- und Geschmacksstoffe). Diese entstehen meist erst mit der Gärung und sind entscheidend für den Geschmack.

Die Herstellung von Weiß-, Rot- und Schaumwein unterscheidet sich. Jede Weinsorte entsteht durch einen individuellen Herstellungsvorgang. Nur eines ist immer gleich: um aus Weintrauben aromatischen Wein zu gewinnen, werden die Früchte zuerst gepresst, dann gärt der Traubensaft in einem Tank und zum Schluss wird der fertige Wein in Flaschen abgefüllt. Um Weiß-, Rot- oder Schaumwein herzustellen, fügt der Winemaker während dieser Vorgänge einige Schritte hinzu und lässt andere weg. Wir verraten Ihnen die Unterschiede bei der Herstellung der verschiedenen Weinsorten. Generell gilt: Bei dem gesamten Herstellungsprozess wird größten Wert auf einen schonende Behandlung der Trauben sowie eine größtmögliche Sorgfalt bei der Verarbeitung gelegt.

Höchste Qualität für größten Genuss

Denn wir legen höchste Maßstäbe an die Qualität unserer Weine und kontrollieren diese auch regelmäßig. Egal, ob Sie sich für einen Wein aus unserem Standard- oder aus unserem Aktionssortiment entscheiden, bei uns können Sie sich auf eine dauerhaft verlässliche gute Qualität verlassen.
In einem ersten Schritt werden die Weine von unseren Lieferanten aufwendig und allen gesetzlichen Vorschriften entsprechend umfangreich kontrolliert, d. h., sie werden in unabhängigen Labors auf ihre Zusammensetzung, Inhaltsstoffe und Verkehrsfähigkeit detailliert analysiert. Darüber hinaus werden die Weine noch sorgfältig sensorisch kontrolliert. Dabei werden wir von Markus Del Monego, Master of Wine und Weltmeister der Sommeliers 1998, unterstützt. Er leitet das Verkostungspanel, das sich aus Önologen, Sommeliers und Lebensmitteltechnikern zusammensetzt und die Weine nach Farbe, Geruch, Geschmack und Typizität bewertet und auch benotet. Nur dann, wenn diese Experten grünes Licht gegeben haben, werden wir Ihnen die Weine zum Kauf anbieten.

Herstellung von Weißwein

Frisch, fruchtig, süß, aber auch trocken sind die Geschmacksrichtungen, die einem bei dem Genuss eines Glas Weißwein auf der Zunge liegen. Diese Geschmackserlebnisse sind auf die Verarbeitung der Trauben zurückzuführen. Gleich nach der Ernte werden die weißen Trauben im Keller weiterverarbeitet, häufig werden zunächst die Stiele entfernt (Entrappen) und dann die Früchte gepresst. Der Druck bei diesem Keltervorgang wird je nach Rebsorte, Reifegrad und Traubenzustand gesteuert. Anschließend wird der gewonnene Fruchtsaft (Most) in Glasbehälter gefüllt. Darin wandeln Hefen den Fruchtzucker in Alkohol um. Das kann je nach Wein fünf Tage bis zu drei Wochen dauern, bei edelsüßen Weinen sogar bis zu drei Monaten. Es gilt: Je höher die Temperatur im Glasbehälter, desto schneller verläuft der Gärprozess. Eine gesteuerte Kühlung verlangsamt diesen Vorgang. Der Vorteil: die feinen Aromen bleiben besser enthalten.  Der nun entstandene, sogenannte Jungwein wird anschließend zur Reifung in Lagertanks oder Holzfässer gepumpt. Je nach Dauer der Lagerzeit wird der Wein gefiltert und mittels einer Maschine in Flaschen abgefüllt.

Herstellung von Rotwein

Saftige rote Trauben sind die Grundlage für leckeren Rotwein. Der erste Schritt bei der Herstellung von Rotwein nach der Ernte ist das Entrappen der Trauben, das bedeutet das Entfernen der Stiele und das Mahlen der Früchte. Dadurch entsteht eine Maische, das ist ein Brei aus dem Saft und den Schalen der Trauben. Im Gegensatz zur Herstellung von Weißwein, wird bei der Erzeugung von Rotwein nicht der Traubensaft, sondern die Maische vergoren. Dadurch werden die Aromen, Gerb- und Farbstoffe, die in den Traubenschalen sitzen ausgelöst und an den Saft abgegeben. Dann verwandeln auch bei der Herstellung von Rotwein die vorhandenen natürlichen Hefen den Zucker in Alkohol. Wärme unterstützt diesen Prozess. Einfache Rotweine bleiben in der Regel eine Woche, gehaltvollere bis zu vier Wochen auf der Maische –  entweder in offenen Holzfässern oder Edelstahltanks. Am Ende der alkoholischen Gärung erfolgt bei Rotweinen eine zweite Gärung, die sogenannte Milchsäuregärung. Dabei wandeln Bakterien die im Rotwein enthaltene Apfelsäure in mildere Milchsäure um. So sinkt der Säuregehalt und der Wein schmeckt runder und weicher. Danach wird der Wein „ausgebaut“, das bedeutet eine Lagerung in traditionellen Holzfässern oder im Edelstahltank, bei der sich durch kleinste Mengen an Sauerstoff die typischen Aromen des Weines entwickeln. Dieser Prozess kann mehrere Jahre dauern.

Herstellung von Schaumwein

Prickelnde Perlen sind charakteristisch für Schaumwein. Damit sich Kohlensäure bildet, durchläuft der Schaumwein  bei der Herstellung zunächst die gleichen Schritte wie der Weißwein. Danach erfolgt jedoch noch eine zweite Gärung, meist in Stahltanks unter hohem Druck. Dabei wird der Wein nach Zusatz von Zucker und Hefe erneut gegoren, wodurch die dabei entstehende Kohlensäure erhalten bleibt. Anschließend wird der Sekt gefiltert und in Flaschen gefüllt. Das entsteht unter Druck, damit die Perlen nicht verloren gehen.
Neben dieser sogenannten Tankgärung, gibt es weiteres Herstellungsverfahren für Schaumwein, die Flaschengärung, in der Fachsprache als „Méthode Champenoise“ bekannt. Bei diesem traditionellen Verfahren erfolgt die zweite Gärung nicht in einem Tank, sondern direkt in der Flasche. Dabei wird jede einzelne Flasche entweder per Hand oder mit einer Maschine so lange gerüttelt, bis sich die Hefe im Flaschenhals absetzt. Erst kurz vor dem Verkauf wird die Hefe durch das Vereisen des Flaschenhalses entfernt. Nach dem Entfernen des Korkens schießt die gefrorene Hefe auf Grund des hohen Druckes aus der Flasche. Dieser Vorgang heißt in der Fachsprache „degorgieren“. Anschließend wird der Sekt oder Champagner wieder mit einer kleinen Menge Zucker aufgefüllt und endgültig verkorkt. Der Zucker wurde vorher in Wein gelöst, was Fachleute als „Versanddosage“ bezeichnen. Dieses Verfahren ist besonders aufwendig und wird auf der Flasche vermerkt. Alle Champagner werden auf diese Weise hergestellt.

Wein-Glossar – Von A wie Aroma bis W wie Weinstein

Wein-Glossar – Von A wie Aroma bis W wie Weinstein

Alle wichtigen Begriffe rund um die edlen Tropfen auf einen Blick in unserem Wein-Glossar.


A

Abgang

Der sogenannte Abgang ist eine Beschreibung über einen kurzen oder langen geschmacklichen Eindruck, den ein Wein nach dem Schlucken am Gaumen hinterlässt. Als „schwach“ wird er zum Beispiel bezeichnet, wenn der Weingeschmack schnell nachlässt. Ein langer Abgang ist dagegen ein Zeichen von Qualität. Ein guter Wein sollte mindestens 20 bis 30 Sekunden im Mund präsent bleiben, nachdem man ihn getrunken hat. Dann spricht man von einem „langen Abgang“ oder auch von „Nachhall“ oder „Finale“.

Alkohol

Alkohol ist ein wichtiger Geschmacksbestandteil, der allerdings nicht zu hoch sein darf. Er entsteht durch die Vergärung von Traubenzucker in Alkohol

Anbaugebiet

Anbaugebiete sind die gesetzlich festgeschriebenen Herkunftsgebiete von Weinen, die den Ursprung transparent machen und Missbrauch ausschließen. Als älteste Eingrenzungen eines Anbaugebietes gelten diejenigen für Chianti Classico in der Toskana aus dem Jahr 1716 und die für Portwein im portugiesischen Dourotal aus dem Jahr 1756.

Aromen

Fast 400 verschiedene Gerüche kann ein gesunder Mensch unterscheiden. Auch die verschiedenen Aromen im Wein werden durch den Geruchssinn wahrgenommen. Durch leichtes Schwenken des Weinglases entfalten sich die feinen Aromen und geben je nach Wein Düfte von dunklen Beeren, saftigen Pfirsichen, knackigen Äpfeln, süßen Kirschen, Cassis, Vanille und Paprika ab. Dadurch dass dieselben chemischen Verbindungen, die in Früchten enthalten sind, auch in Wein vorkommen, riecht ein Riesling nach grünen Äpfeln und Pfirsich oder ein Cabernet Sauvignon nach Cassis und Paprika.

Die wichtigsten Aromen in Weißweinen

  • Ananas: Jüngere Weißweine haben das dezent süßliche Aroma einer Ananas, das jedoch mit der Zeit nachlässt.
  • Apfel: Apfelduft ist einer der Hauptbestandteile vieler Champagner und Weißweine (vor allem Riesling und Chardonnay), denn Weintraube und Apfel verbindet die gemeinsame Apfelsäure.
  • Birne: In vielen fruchtigen Weißweinen, aber auch in Champagnern tritt zartes Birnen-Aroma auf.
  • Grapefruit: Der feine Duft dieser erfrischenden, aber auch leicht bitter schmeckenden Frucht ist Bestandteil frischer Rieslinge und Chardonnays. Er kommt aber auch in edelsüßen Weinen vor.
  • Honigmelone: Das intensive Aroma der Honigmelone kommt deutlich bei australischen Chardonnays zum Ausdruck.
  • Pfirsich: Seine Aromen prägen frische, junge Weißweine und auch einige Champagner.
  • Vanille: Ihr typisches Aroma zeigt sich in weißen und auch roten Weinen, die in neuen Eichenholzfässern ausgebaut wurden.
  • Zimt: Das dezent süßliche Aroma von Zimt charakterisiert Weine, die im Holzfass ausgebaut wurden. Dazu zählen bei den Weißweinen hauptsächlich Gewürztraminer und bei Rotweinen Merlots aus Bordeaux und Shiraz aus Australien.
  • Zitrone: Ihr knackig frischer Duft ist typisch für spritzige Rieslinge und Sauvignon-Blanc-Weine.

Die wichtigsten Aromen in Rotweinen

  • Bitterschokolade: Kakao- und Schokoladentöne sind typisch für reife Rotweine, betont durch leichte Röstaromen, die durch den Ausbau im Barrique hinzukommen.
  • Brombeere: Das Aroma dieser saftigen und süß-säuerlich schmeckenden Sommerfrüchte ist charakteristisch für komplexe Rotweine.
  • Erdbeere: Das Aroma der roten Früchtchen ist oft Bestandteil junger Rotweine, während sich der intensive Duft nach Erdbeerkonfitüre häufig in älteren Rotweinen zeigt.
  • Grüne Paprika: Ihr Duft ist relativ deutlich und präsentiert sich meist in fast allen Weinen aus den Rebsorten Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon.
  • Kirsche: Egal, ob süß oder sauer, das Aroma beider Kirsch-Sorten kommt im Rotwein vor.
  • Lakritz: Das süße Geschmackserlebnis ist in den gerbstoffbetonten Rotweinen aus den klassischen Rebsorten Merlot und Cabernet Sauvignon enthalten, die im Barrique ausgebaut wurden.
  • Leder: Auch wenn es verwunderlich scheinen mag, der Duft von Leder, der zu den sogenannten tierischen Aromen zählt, zeigt sich in älteren Rotweinen, häufig in Cabernet Sauvignons.
  • Pfeffer: Ein Aroma, das für fast alle Rotweine charakteristisch ist und in Verbindung mit fruchtigen Aromen den würzigen Geschmack bestimmt.
  • Tabak: In unterschiedlicher Intensität entfaltet sich der Duft nach Tabak häufig in älteren Rotweinen, die im Barrique ausgebaut wurden.

Assemblage

Assemblage ist die französische Bezeichnung für die „Komposition“ eines Sektes oder Champagners aus mehreren Jahrgängen, Rebsorten und Lagen. Diese Zusammenstellung erfordert größtes Wissen, Erfahrung, Einfühlungsvermögen, Vorstellungskraft, Sorgfalt und sensorische Fähigkeiten (Sehen, Hören, Schmecken, Riechen und der Gleichgewichtssinn). Assemblage ist das bestgehütete Geheimnis der einzelnen Champagnerhäuser.


B

Balance

Balance entspricht den Begriffen harmonisch und ausgewogen. In Bezug auf Wein ist sie das Gleichgewicht zwischen der Süße, Säure, Tannin (Gerbstoff) und dem Alkohol eines Weines. Die Balance ist ein wichtiger Faktor für die Qualität eines Weines.

Barrique

Barrique ist ein international verbreitetes kleines Eichenfass mit einer Füllmenge von 225 Litern, das zum Ausbau sowie zur Gärung von Rotweinen sowie zum Ausbau von Weißweinen dient. Es gibt in den ersten drei Verwendungsjahren Holzaromen an den Wein ab, kann jedoch bis zu zehn Jahre und länger verwendet werden. Weitere Fassgrößen sind zum Beispiel: großes Holzfass, Stückfass (Rheingau, 1.200 Liter), Fuder (Mosel 1.000 Liter).

Brut

Brut ist der Begriff für „trocken“ bei Schaumweinen und Champagnern.

Bukett

Ein Bukett ist die Gesamtheit der anregenden und angenehmen Düfte eines Weines.


C

Crémant

Crémant ist die französische Bezeichnung für einen Schaumwein, der außerhalb der Champagne, einem Weinbaugebiet in Frankreich, erzeugt wurde.

Crianza

Als Crianza bezeichnet man spanische, im Holzfass gereifte Weine.

Cuvée

In der Weinsprache spricht man von Cuvée, wenn zwei oder mehrere fertige Weine miteinander vermischt werden. Diese können zum Beispiel aus verschiedenen Rebsorten, Lagen oder Jahrgängen stammen. Das Verhältnis bestimmt der Winzer.


D

Degorgieren

Degorgieren ist das Entfernen der Hefe, die sich bei der zweiten Vergärung von Schaumweinen und Champagnern im Flaschenhals bildet.

Dekantieren

Der Begriff Dekantieren stammt aus dem Französischen: décanter = umfüllen, abgießen und  bezeichnet das Umfüllen eines Weines in eine Glaskaraffe. Ziel ist die Belüftung des Weines. Durch den Kontakt mit Sauerstoff kann der Wein sein Aroma verbessern.

Depot

Depot ist der Bodensatz, der sich bei der Lagerung in einer Flasche Wein bildet. Dieser entsteht durch das Ausscheiden von Stoffen, zum Beispiel Gerb- und Farbstoffe, während der Flaschenreifung. Depot tritt verstärkt bei Rotweinen auf und kann durch Dekantieren getrennt werden. Das Depot ist geschmacksneutral und unbedenklich.

Dosage

Dosage ist eine Mischung aus Most, Zucker und Wein, die nach dem Degorgieren Schaumweinen und Champagnern zugeführt wird.


G

Gerbstoff

Gerbstoffe sind Bestandteile im Wein. Sie rufen ein austrocknendes Mundgefühl hervor und schmecken bitter. Der wichtigsten Gerbstoffe sind die Tannine. Sie stecken in den Schalen, Kernen und Stielen der Trauben.


H

Hefen

Hefen sind winzige, lediglich 6-10 Mikrometer kleine, einzellige Mikroorganismen, die zu den Pilzen zählen. Während der alkoholischen Gärung von Wein wandeln sie Zucker in Alkohol um. Es gibt etwa 5.000 verschiedene Hefearten. Einige von ihnen kommen ganz natürlich in der Umwelt vor, andere können im Labor gezüchtet werden. Für die Gärung von Wein wird am häufigsten die „saccharomyces cerevisiae“ verwendet. Da diese auch beim Brauen von Bier zum Einsatz kommt, wird sie auch „Bierhefe“ genannt. Da nicht jede Hefeart die gleichen Eigenschaften besitzt und die Vermehrung nicht genau hervorgesagt werden kann, verwenden die meisten Winzer Zuchthefen statt Naturhefe, um so mögliche Fehler im Wein zu vermeiden.


K

Korkenzieher

Die meisten Flaschen Wein sind mit einem Korken verschlossen. Um eine Flasche zu öffnen, ist ein Korkenzieher notwendig. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Formen, mit unterschiedlicher Handhabung und Hebelwirkung. Entscheidend für eine gute Funktion sind Gewinde und Hebelwirkung, der sogenannte Hub.  Unterschieden wird bei den Gewinden zwischen Scharf- und Rundgewinde. Während das Scharfgewinde wie eine Schraube geformt ist und Mühe hat, alte Korken glatt herauszuziehen, ist das Rundgewinde spiralförmig und besitzt damit eine sogenannte Seele. Die Kräfte im Korken werden gleichmäßiger verteilt, der Korken kann leicht gezogen werden. Entscheidend ist auch die Länge des Gewindes. Ist es zu kurz, können sehr lange Korken kaum gezogen werden, ohne zu brechen; ist es zu lang, kann es den Korken durchbohren, sodass Korkkrümel in den Wein gelangen.


L

Lagerung

Eine optimale Lagerung ist für die Qualität eines Weines entscheidend. Zu viel Licht kann den Geschmack des Weins zerstören. Die ultravioletten Strahlen im Licht setzen chemische Prozesse in Gang, die den Wein schneller verderben lassen. Deshalb sind die meisten Weine in grüne oder braune Flaschen abgefüllt, die bereits einen Teil der weinschädlichen Strahlen aus dem Licht filtern. Je dunkler das Weinlager, desto besser. Die ideale Lagertemperatur liegt zwischen 8 °C und 12 °C. Bei Temperaturen zwischen 15 °C und 20 °C reift der Wein schneller, da die Wärme die chemischen Reaktionen in der Flasche beschleunigt. Je kühler der Wein gelagert wird, desto langsamer, aber auch intensiver entfaltet sich sein Geschmack. Tipp: Der Lagerraum sollte eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit haben, damit die Korken nicht austrocknen und schrumpfen. Auch sollte er möglichst frei sein von Fremdgerüchen. Das heißt, der Wein gehört nicht in den Kartoffelkeller, auch nicht in die Garage, da Korken mit der Zeit diese unangenehmen Gerüche annehmen und in den Wein abgeben können.

Länge

Sie ist immer ein Zeichen von Qualität. Ein guter Wein sollte mindestens 20 bis 30 Sekunden im Mund präsent bleiben, nachdem man ihn getrunken hat. Man spricht dann auch von einem „langen Abgang“, „Nachhall“ oder „Finale“.


M

Maische

Maische entsteht bei der Herstellung von Wein. Nach der Ernte werden die Trauben zerkleinert und zermahlen, sodass ein ein Gemisch aus Fruchtfleisch, Kernen, Schalen und Saft entsteht.

Most

Most ist der Saft, der aus den Weintrauben gepresst wird. Dieser wird dann zur Weiterverarbeitung zu Wein verwendet.


T

Tannin

Tannin ist ein Gerbstoff, der ein Bestandteil der Traubenkerne und -schalen ist. Verschiedene Rebsorten haben einen unterschiedlichen Gerbstoffgehalt. Ganz junge Weine oder Weine aus unreifen Trauben haben in der Regel einen hohen Tannin-Gehalt. Rotweine bauen im Laufe der Lagerung die Tannine ab, so werden sie runder und weicher.

Trinktemperatur

Zu warm? Zu kalt? Egal, ob es u m die Weinproduktion, die Lagerung oder den Genuss von Wein geht, die richtige Temperatur ist entscheidend für den Geschmack. Es gibt hunderte Sorten von Weinen und sie wollen nicht alle mit der gleichen Temperatur serviert werden. Unsere Empfehlung:

Sekt, Champagner, Cava und Co. 5 – 7 °C
Weiß- und Süßweine 8 – 10 °C
Roséweine 10 – 13 °C
leichte Rotweine (z. B. Trollinger) 14 – 16 °C
Rotweine 17 – 18 °C

Auch auf den Rückenetiketten der ALDI SÜD Weine finden Sie die vom jeweiligen Weinproduzenten empfohlene Trinktemperatur. Diese kann je nach Alter, Herkunft und Rebsorte der Weine variieren.

Terrior

Das Wort „Terrior“ ist abgeleitet vom französischen Wort für „Boden“. Gemeint ist die ideale Verbindung von Klima, Boden, Landschaft, Lage, Reben, Wasserhaushalt, Fauna und Flora des Rebberges. Zu diesen messbaren Parametern kommt noch der Mensch, seine Kultur und Tradition hinzu.


V

Verschluss

Für viele Weintrinker gehört der Korken zum Wein wie das Salz in die Suppe. Kork ist ein viele Jahrhunderte altes Material, das sich aufgrund seiner Festigkeit, Elastizität und Atmungsfähigkeit als geeigneter Flaschenverschluss empfohlen hat. Kork ist ein Naturprodukt mit dem Risiko von Fehlern wie bei jedem natürlichen Produkt. So kann es leider – trotz umfangreicher Qualitätssicherungsmaßnahmen – vorkommen, dass der Wein nach Kork schmeckt. Trichloranisol ist für diesen dumpf-muffigen Geschmack verantwortlich. Das ist eine Substanz, die durch Schimmelpilz entsteht, der sich beim Trocknen der Korkeichenrinde bilden kann. Deshalb finden Sie in Ihrer Filiale vermehrt Weinflaschen, die mit Kunststoffkorken verschlossen sind. Diese sind von unabhängigen Instituten und Forschungsanstalten speziell auf ihre Eignung für den Verschluss von Weinflaschen geprüft worden, und eine uneingeschränkte Zulassung für diese spezielle Anwendung erteilt. Die Grundstoffe für unsere Kunststoffkorken, geliefert von international anerkannten Unternehmen, sind selbstverständlich alle für den Foodbereich zugelassen und unter strengen Qualitätssicherungsauflagen hergestellt.
Doch das heißt nicht, dass wir auf die Verwendung von Naturkorken gänzlich verzichten. Eine mittlerweile bewährte Alternative zum Korken ist der Drehverschluss (Longcap). Die Vorteile von Drehverschlüssen liegen klar auf der Hand: Die Flasche kann leicht wieder verschlossen werden und damit die Qualität eines bereits geöffneten Weines länger erhalten werden. Und auch die Gefahr einer geschmacklichen Beeinträchtigung des Weins, wie sie durch Kork eintreten kann, ist nicht gegeben. Der Drehverschluss ist auf Weinflaschen längst kein Tabu mehr und wird immer häufiger eingesetzt. Selbst renommierte Weingüter verschließen heute Flaschen ihrer qualitativ hochwertigen Weine damit.


W

Weingeschmack

Der Geschmack eines Weines wird durch vier Komponenten bestimmt: Süße, Säure, Alkoholgehalt und Frucht. Das Gleichgewicht dieser Komponenten bestimmt die Geschmacksqualität. Die hohe Kunst der Kellermeister besteht dann im Ausbalancieren von Zucker, Süße und Säure.

Weinstein

Weinstein ist ein harmloses Kaliumsalz, das in Form winziger Kristalle in Wein vorkommt. Weinstein entsteht durch die Alkoholbindung und Abkühlung nach der Gärung. Das Kaliumsalz ist geschmacksneutral und gilt nicht als Weinfehler.

Gläserkunde – Welches Glas für welchen Wein?

Gläserkunde – Welches Glas für welchen Wein?

Für großen Weingenuss ist nicht nur die richtige Flasche Wein, sondern auch die Auswahl des passenden Glases entscheidend. Nur dann, wenn es dünnwandig und funktional geformt ist, betont es die individuellen feinen Eigenschaften der edlen Tropfen. Welchen Wein Sie aus welchem Glas genießen, ist keine komplizierte Wissenschaft. Befolgen Sie einfach ein paar Regeln:

  • Weißwein und Roséwein: Weißweine mögen Gläser mit kleineren Kelchen, weil sie kalt getrunken werden und sich im großen Glas zu schnell erwärmen würden. Dann kommen ihre wundervollen Aromen optimal zum Ausdruck, ihre zarte Säure wird ideal betont. Auch Roséwein kann sich in einem kleinen Glas besser entfalten.
  • Rotwein: Ein schöner „Roter“ wird vor allem durch seine feinen Aromen, milden Gerbstoffe und dezenten Säuren geprägt. Er verlangt geradezu nach einer größeren Kelchform, damit sich die Anklänge von dunklen Kirschen, Himbeeren, Zedernholz, Tabak und milden exotischen Gewürzen in Höchstform präsentieren können. Zur vollen Entfaltung seines Geschmacks benötigt er aber auch genügend Berührung mit Luft. Dazu das Glas einfach nur zu einem Drittel füllen und den Wein sanft darin „kreisen“ lassen.
  • Champagner und Sekt: Champagner, Sekt und Co. schmecken perfekt aus einem Glas mit einem lang gezogenen Oval. Dies ermöglicht eine volle Ausprägung des Aromas, ohne dass dabei die Kohlensäure unangenehm in der Nase kitzelt. Tipp: Probieren Sie einen Wein mit verschiedenen Gläsern und Sie werden deutliche Unterschiede riechen und schmecken.
Welcher Wein passt zu welchem Essen?

Welcher Wein passt zu welchem Essen?

Vor der Planung und Zubereitung eines leckeren Essens steht häufig die Frage nach dem passenden Wein. Viele Genießer tun sich damit schwer. Doch die Kombination von Wein und Speisen ist gar nicht so schwer.
Damit Sie beides mit größtmöglichem Genuss verzehren können, haben wir für Sie 5 hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Tipp 1: Welcher Wein passt zu Fleisch?

Bei dieser Kombination ist fast alles erlaubt. Zu rotem Fleisch passt ein roter Wein hervorragend, zu hellem Fleisch, wie Geflügel, sollte eher ein Weißwein gewählt werden. Es gilt: je würziger das Fleisch, desto kräftiger sollte auch der Wein sein.

Tipp 2: Welcher Wein passt zu Fisch?

Zu Fischgerichten passen Weißburgunder besonders gut. Auch ein Riesling mit Zitrus-Aroma ist ein leichter Trinkgenuss zum Fisch.

Tipp 3: Welcher Wein passt zu Käse?

Nach dem Essen soll es ein Stück Käse sein? Dann probieren Sie zu einer milden Sorte doch ein Glas leichten Weißwein, zum Beispiel eine Spätlese. Zu kräftigen Käsesorten passt auch ein kräftiger Wein, zum Beispiel eine weiße Beerenauslese oder ein Eiswein oder ein roter Shiraz. Beachten Sie auch, dass trockene Weißweine den Geschmack von Käse überlagern und süße Weine die herzhafte Käsenote verstärken. Also lieber einen süßen Wein zu Käse trinken. Dieser sollte am besten auch säurearm sein.

Tipp 4: Welcher Wein zum Grillen?

Auch zum Genuss vom Rost passt ein Glas Wein. Dieser sollte allerdings kräftig sein, um den Röstaromen und dem oft stark marinierten Fleisch Stand halten zu können. Wie wäre es zum Beispiel mit einem trockenen Chardonnay oder einem Shiraz? Zu Grillgemüse passt auch ein fruchtiger Sommerwein, zum Beispiel ein Rosé.

Tipp 5: Welcher Wein passt zur Schokolade?

Hier kommt es auf die Schokoladensorte an. Ein Portwein oder ein kräftiger, fruchtbetonter Rotwein kann zu dem kräftigen Geschmack der Zartbitter- oder Edelbitterschokolade gut kombiniert werden. Ein süßlicher Wein ist nicht zu empfehlen. Vollmilchschokolade ist süßer als Zartbitterschokolade. Dazu passen edelsüße Weine dagegen gut. Hier sind trockene Weine nicht zu bevorzugen. Auch weiße Schokolade harmoniert gut mit edelsüßen, aber auch mit halbtrockenen Weinen, zum Beispiel Riesling und Eisweine.

Wer bereits seine eigenen Weinvorlieben entwickelt hat, sollte die Tipps lieber nicht befolgen. Denn am wichtigsten ist der individuelle Genuss. Es gibt keine strengen Regeln. Wer mag, kann experimentieren. Wer Gäste hat, sollte sich allerdings nicht nur auf seinen eigenen Gaumen verlassen.