Reifenwechsel

Was ist beim Radwechsel zu beachten

Wann ist es Zeit die Autoreifen zu wechseln?

Wenn der Herbst allmählich in den Winter übergeht, wird es Zeit, die Sommerreifen gegen Winterreifen auszutauschen. Wann genau es Zeit zum Radwechsel ist, liegt übrigens weniger an den Temperaturen, sondern eher an der Schneefall-Wahrscheinlichkeit. Da aber schwer vorhersehbar ist, wann es das erste Mal schneien wird, raten Experten dazu, je nach Wetterlage und Region etwa zwischen Mitte Oktober und Mitte November auf Winterreifen umzusteigen. Für die Sommerreifen wird es etwa zwischen Mitte März und Mitte April Zeit.

Reifen selber wechseln

Der Wechsel von Sommer- zu Winterreifen oder umgekehrt ist kein Hexenwerk. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich die Fahrt in die Werkstatt – und die Kosten – ersparen wollen.

Hilfsmittel zum Reifenwechsel

  • Eimer, Wasser und Schwamm
  • Schlitzschraubendreher
  • Schrauben- oder Kreuzschlüssel
  • Wagenheber
  • Profiltiefenmesser
  • Ideal: Reifenständer

Lockern und aufbocken

Als Erstes sollten Sie die Reifen säubern, also einfach mit etwas Wasser abwaschen. Dann ziehen Sie die Handbremse an und schalten in den ersten Gang. Bei Automatik-Fahrzeugen schalten Sie auf P. Entfernen Sie die Radkappen. Dafür brauchen Sie den Schlitzschraubendreher. Lockern Sie dann mit dem Schraubenschlüssel die Radmuttern. Die sollten Sie jeweils nur etwa zur Hälfte lösen. Jetzt bocken Sie Ihr Fahrzeug mit dem Wagenheber immer dort auf, wo Sie gerade den Reifen wechseln. Beachten Sie dabei auch die Herstellerangaben zum korrekten Gebrauch des Wagenhebers.

Lösen und markieren

Ist das Auto sicher aufgebockt und ein Reifen in der Luft, können Sie dessen Muttern nun komplett lösen und den Reifen abziehen. Markieren Sie die Reifenposition mit Wachskreide oder Ähnlichem. Gebräuchlich sind Kürzel wie HR für Hinten Rechts und entsprechend VL für Vorne Links. Kennzeichnen Sie mit einem Pfeil die Laufrichtung.

Neue Autoreifen aufziehen

Stecken Sie den neuen Reifen auf und ziehen Sie die Muttern über Kreuz an, aber wieder nur zum Teil. Lassen Sie das Auto auf den Boden zurück und ziehen dann die Radmuttern komplett fest. So verfahren Sie mit jedem Reifen. Zum Schluss stecken Sie noch die Radkappen wieder auf und schrauben sie fest. Fertig.

Nachkontrolle der Radmuttern

Vergessen Sie nicht, nach 100 bis 150 Kilometern die Radmuttern auf festen Sitz zu überprüfen und gegebenenfalls noch einmal nachzuziehen. Vor der ersten Fahrt sollten Sie zudem den Reifendruck überprüfen, etwa mit Hilfe eines Reifenfüllgeräts an der Tankstelle.

Reifeneinlagerung

Die Reifen, die Sie nun etwa ein halbes Jahr lang nicht benötigen, müssen Sie einlagern. Das geht entweder beim Autohaus, in einer Werkstatt oder auch zu Hause in Garage oder Keller. Reinigen Sie dazu die Reifen und erhöhen Sie den Luftdruck um 0,5 bar gegenüber der Herstellerangabe. Komplettreifen, also solche mit Felge, lagern Sie liegend übereinander bzw. idealerweise auf einem Reifenständer. Reifen ohne Felge sollten stehend gelagert und von Zeit zu Zeit ein wenig gedreht werden. Wichtig: Der Untergrund sollte sauber und trocken sein. Außerdem bekommen den Reifen Wärme und Sonneneinstrahlung nicht gut. Idealerweise lagern Sie sie also kühl, trocken und dunkel.

Profiltiefe messen

Überprüfen Sie Ihre Reifen außerdem auf Beschädigungen und daraufhin, ob die Profiltiefe noch ausreicht. Experten empfehlen eine Profiltiefe von 3 mm für Sommer- und 4 mm für Winterreifen. Dies können Sie am einfachsten mit einem Profiltiefenmesser ermitteln. Wenn die Profiltiefe nicht ausreicht, können Sie sich das Einlagern sparen – und sich gleich neue Reifen zulegen.

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