Weißkohl - Saisonkalender

Weißkohlzeit

Die beliebteste und bekannteste Kohlart unserer Zeit ist wohl der Weißkohl. Im Rheinland und im Ruhrgebiet auch gerne „Kappes“ genannt, hat diese Kohlart viele weitere Spitznamen. Lesen wir vom Weißkraut, Kabis oder Kraut, so ist auch hier die Rede von Weißkohl.
Im Sommer bekommen wir das Gemüse feldfrisch aufgetischt, in den anderen Jahreszeiten erhalten wir Lagerware.

Die meisten Menschen hierzulande glauben, dass Kohl „typisch deutsch“ ist, was sicher daran liegen mag, dass beispielsweise das Sauerkraut eines der bekanntesten deutschen Nationalgerichte ist. Dass dies jedoch ein Mythos ist, merkt man schnell. Denn diese Gemüseart erfreut sich auch internationaler Beliebtheit und ist nach der Tomate das meist kultivierteste Gemüse der Welt. In Asien wird der „Kimchi“ aus Weißkohl hergestellt, die Ukraine kocht ihr Nationalgericht „Borschtsch“ mit dem Kohl und Polens Weißkrauteintopf „Bigos“ lässt Schlemmerherzen höherschlagen.

Die Geschichte des Kohls liegt im Mittelmeerraum und geht mind. 2500 Jahren zurück. Der Wildkohl war der Ursprung der Kohlfamilie. Wildkohl in seiner Urform findet man heute noch auf der Nordseeinsel Helgoland. Vor mehreren hundert Jahren wurde der Kohl kultiviert und nach und nach in seinen Arten vervielfältigt.

Im Mittelalter und der Zeit danach war Weißkohl als „Arme-Leute-Essen“ verpönt und wurde aus der feinen Küche der adeligen Menschen verbannt. Dabei war das Gemüse ein wahrer Lebensretter in den kalten erntefreien Monaten. Denn damals wussten die Menschen bereits um die vielen Nährstoffe und Vitamine des köstlichen Kohlkopfes.

Mit nur 25 Kalorien pro 100 Gramm kann der Weißkohl auch bei Figurbewussten ohne schlechtes Gewissen verzehrt werden.
Wie Sie den Kohl am besten verarbeiten und noch vieles mehr, erfahren Sie unter Tipps und Tricks.

*Saison- und Witterungsabhängig.