Rotkohl − Saisonkalender

Rotkohl: Eine Vitaminbombe im Winter

Der Winter steht vor der Tür und schwächt unser Immunsystem stetig. Welch ein Glück, dass mit dem Winter auch der Rotkohl Einzug auf unserem Speiseplan hält. Mit seinen vielen Nährstoffen und Vitaminen ist das Wintergemüse genau das Richtige für die kalte Jahreszeit. Das ballaststoffreiche Blaukraut schlägt bei 100 Gramm mit nur 21 Kalorien zu Buche. Außerdem ist das Gemüse wegen seines hohen Gehalts an sekundären Pflanzenstoffen ein Radikalfänger und bietet eine große Menge an Vitaminen.

Rotkohl – auch gerne Blau- oder Rotkraut genannt – erhalten Sie zwar das ganze Jahr über im Handel, allerdings ist die Hauptsaison und somit die Erntezeit des gesunden Kohls von September bis November. Der sogenannte Dauerkohl wird frisch von den Feldern eingelagert und bis in den Sommer hinein angeboten. Frühere Sorten des Rotkohls werden bereits im Juni geerntet. Somit ist der Bedarf für das ganze Jahr gedeckt.

Der Ursprung des Blaukrauts liegt in Kleinasien und dem Mittelmeerraum. In Nord- und Osteuropa gehört der Rotkohl in der kalten Jahreszeit zu den kulinarischen Hits. Durch seine Widerstandsfähigkeit gegen Kälte kann der Kohl fast überall angebaut werden. Auch die Deutschen lieben die Vitaminbombe und beherbergen an der deutschen Nordseeküste das größte Kohlanbaugebiet. In Dithmarschen finden zu Beginn der Erntezeit die Dithmarscher Kohltage statt, die jährlich viele Besucher anziehen.

Die Zubereitung des Kohls ist ausschlaggebend für die Farbe des Gerichts. Würzen Sie den Rotkohl mit süßen bzw. alkalischen Zutaten wie Mango oder Papaya, färbt sich der Kohl blauviolett. Das Würzen mit säurereichen Zutaten, zum Beispiel mit einer Zitrone oder einem Apfel, verleiht dem Gemüse ein rötliches Aussehen. Ursächlich hierfür sind die im Rotkohl enthaltenen Anthocyane. Dies sind sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Bioflavonoide, die natürlichen Sonnenschutzfaktoren der Pflanzen. Sie reagieren auf Säuren und Basen mit einer Veränderung der Farbe.

Wussten Sie schon, dass die Farbe des Rotkohls von dem Boden abhängig ist, auf dem das Gemüse wächst? Je mehr Säure ein Boden enthält, desto rötlicher wird der Kohl – je alkalischer der Boden ist, desto blauer wird der Blaukohl.
Möchten Sie mehr über die unverzichtbare Vitaminbombe erfahren, dann erhalten Sie unter Tipps & Tricks weitere interessante Informationen.