Rotkohl – regional, mild und voller Vitamine

Rotkohl ist in der Winterzeit von der Speisekarte nicht wegzudenken. Ob als Beilage zu deftigen Gerichten, wie einen Gänse- oder Schweinebraten oder vegetarisch als frischer Salat – Rotkohl ist in der Küche vielseitig verwendbar und insbesondere an Weihnachten schätzt man das süßlich, milde Wintergemüse. 

Rotkohl hat wenig Kalorien und ist reich an Vitaminen, denn bereits 200 g decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Aber das ist noch nicht alles, im Rotkohl stecken auch viele andere wichtige Nährstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen, die zu einer gesunden Ernährung beitragen.
 

Rotkohl, Blaukraut oder Rotkraut – wie sagt man’s richtig?

Rotkohl hat je nach Region verschiedene Namen und jeder hat seine Berechtigung. Denn je nach Bodenbeschaffenheit ändert der Rotkohl seine Farbe. Wächst er beispielsweise auf alkalischen Böden, so färbt er sich blau. Einen eher rotgefärbten Ton bekommt er von säurehaltigen Böden.

Die chemische Reaktion ist auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, den sogenannten Bioflavonoiden zurückzuführen, die auf das Säure-Basen-Verhältnis reagieren.

Woher kommt der Rotkohl?

Rotkohl hat seinen Ursprung im Mittelmeerraum und in Kleinasien. Denn wie seine verwandten Kohlarten auch, beispielsweise Weißkohl oder Wirsing, stammt unser Kohlgemüse vom Wildkohl ab. Noch heute findet man diesen in mediterranen Küstengebieten, zum Beispiel in Italien oder Griechenland. Aber auch im hohen Norden, auf Helgoland, gibt es den wilden Kohl. Er wächst vorwiegend an steilen Felsen und wird deshalb auch Klippenkohl genannt.

Ist Rotkohl gesund?

Rotkohl ist kalorienarm und reich an Vitaminen und Nährstoffen. Aber auch Kalzium, Eisen und Magnesium kommen in dem gesunden Wintergemüse vor.

Tipp: Schütten Sie das Kochwasser nicht weg, nachdem Sie den Rotkohl gekocht haben! Denn darin sammeln sich viele wertvolle Nährstoffe. Geben Sie etwas Salz in das Kochwasser und schon haben Sie einen gesunden Erfrischungsdrink.

Wie schmeckt Rotkohl am besten?

Es gibt unzählige Möglichkeiten, Rotkohl schmackhaft zuzubereiten. Ob als klassische Beilage zum Geflügelgericht oder als Burger-Topping in der modernen Küche: Rotkohl ist ein beliebter Küchenallrounder. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten ist der Rotkohl eher leicht süßlich und mild im Geschmack, weshalb ihn auch Kinder gern mögen.

Kann man Rotkohl auch roh essen?

Ja! Rotkohl ist auch roh sehr bekömmlich und dazu noch gesund. Denn die zahlreichen Nährstoffe und Vitamine, die im Rotkohl stecken, bleiben erhalten, wenn Sie den Kohl ausschließlich roh verzehren, etwa als Rotkohlsalat. Wer allerdings einen empfindlichen Magen hat, sollte Rotkohl besser nicht roh essen.

Tipps und Tricks

Sie möchten noch mehr über Kohl erfahren? Hier gibt’s frische Infos!

Frischen Rotkohl erkennen

Frischen Rotkohl erkennt man daran, dass die äußeren Blätter schön knackig und fest sind. Auch der Kohlkopf sollte sich fest anfühlen. Achten Sie bei Kohlstücken auf die Schnittstellen. Diese sollten nicht allzu stark eingetrocknet sein.

Rotkohl richtig lagern

Damit die wichtigen Nährstoffe des Blaukrauts erhalten bleiben, sollte das Gemüse im besten Fall frisch zubereitet und verzehrt werden. Sie können den Rotkohl aber auch in Kellerräumen oder in Ihrem Kühlschrank lagern. Rotkohl hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu zwei Wochen.

Rotkohl haltbar machen

Rotkohl können Sie haltbar machen, indem Sie es einfrieren. Im Gefrierfach hält sich der Kohl etwa 8 bis 10 Monate. Vor dem Einfrieren sollten Sie den Rotkohl schneiden, blanchieren und abschrecken. 

Wie behält der Rotkohl seine schöne Farbe?

Damit der Rotkohl seine Farbe erhält, empfiehlt es sich, den Kohl nur so knapp wie möglich zu garen. Die Farbe lässt sich durch das Hinzufügen von weiteren Zutaten noch intensivieren. Für ein kräftiges Rot fügen Sie Säurehaltiges, wie eine Zitrone oder einen Apfel hinzu. Das satte Blau intensivieren Sie mit der Hinzugabe von Mango oder Papaya.