Anleitung: Fruchtiger Likör selbst gemacht

Früchte, Alkohol und Zucker – mit diesen Grundzutaten können Sie Likör mit wenig Aufwand selbst herstellen. In hübsche Flaschen gefüllt und mit Etiketten versehen macht der Likör als Geschenk einen tollen Eindruck.

Für den Likör lassen sich die unterschiedlichsten Früchte verwenden – von Wildbeere über Mirabelle und Hagebutte bis zu Orange oder Quitte. Als alkoholische Zutat sind klare Branntweine wie Korn oder Wodka ideal. Aber auch Rum oder Whiskey lassen sich verwenden. Profis entscheiden sich je nach Frucht für eine bestimmte Alkoholsorte. Zum Beispiel Korn für alle Beerenfrüchte, Rum für Zwetschgen und Pflaumen, Weinbrand für Quitten und Mirabellen, Wodka für Zitrusfrüchte und Whiskey für Äpfel und Birnen.

Durch den relativ hohen Alkoholgehalt sind selbst gemachte Liköre über mehrere Jahre genießbar. Die einen trinken Liköre pur nach einer reichhaltigen Mahlzeit, andere verwenden sie als Zutat zu Desserts wie Eiscreme, Pudding oder Kuchen. Das Grundrezept für Likör ist ganz einfach: Auf 500 g Früchte kommen 250 g Zucker und 0,75 l Alkohol.

Schritt-für-Schritt-Anleitung –  so einfach funktioniert’s:

  1. Ausgesuchte Fruchtsorte waschen, eventuell entkernen oder Steine entfernen, wenn nötig schälen. Schneiden Sie die Früchte in kleine Stücke und geben Sie diese mit Zucker (Kristall-, Kandis- oder Einmachzucker) in eine Schüssel. Früchte, die nicht im rohen Zustand gegessen werden können, wie beispielsweise Quitte oder Fliederbeere, müssen mit dem Zucker zusammen in einem Topf aufgekocht werden.
  2. Den Alkohol dazugeben und die Schüssel mit Folie abdecken (Tipp: Fixieren Sie die Folien mit einem Gummiband). Lassen Sie den Likör an einem dunklen, kühlen Ort ruhen. Beeren etwa 3–4 Wochen, Kernobst 4–6 Wochen und Steinobst bis zu 8 Wochen.
  3. In den ersten zwei Tagen die Flüssigkeit in der Schale 1–2-mal pro Tag verrühren – so löst sich der Zucker schneller. Rühren Sie nicht zu kräftig, sonst werden die Früchte zerdrückt und der Likör wird trübe.
  4. Nach der Ruhezeit gießen Sie den Likör durch ein Sieb, um das Obst herauszufiltern. Wenn Sie einen möglichst klaren Likör herstellen möchten, filtern Sie die Flüssigkeit zusätzlich durch einen Kaffeefilter. Füllen Sie den Likör anschließend in kleine Flaschen und dekorieren Sie diese mit Etiketten und Geschenkband.

Tipp:

Den Likör in unseren Rezepten bezeichnet man auch als „Aufgesetzten“, weil dafür einfach nur Früchte und Zucker mit Alkohol übergossen, also „aufgesetzt“, werden. Nach dem „Übergießen“ braucht es nur ein wenig Geduld, bis der fertige Likör getrunken werden kann. Setzen Sie den Likör deshalb unbedingt einige Wochen vor Weihnachten auf, dann ist er an den Feiertagen bereits ein echter Genuss.

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