Ernährungslexikon

Alle wichtigen Begriffe zum Thema Ernährung, die wir auf diesen Seiten verwendet haben, finden Sie nochmals übersichtlich in unserem Glossar dargestellt.

A    B    C    D    E    F    G    H    I    J    K    L    M    N    O    P    Q    R    S    T    U    V    W    X    Y    Z    1-9

Abwehrkräfte

Mit einer ausgewogenen Ernährung können die Abwehrkräfte gezielt gesteigert werden. Vitamine und Spurenelemente wie Zink und Selen stärken das Immunsystem. 

ausgewogene Ernährung

Ausgewogene Ernährung beschreibt die gesunde Verteilung der Nährstoffe in unserer Nahrung. Eine ausgewogene Ernährung orientiert sich an den Verhältnissen der Nährstoffe in der Ernährungspyramide. 

Ballaststoffe

Ballaststoffe sättigen, wirken verdauungsfördernd und lassen den Blutzucker langsamer ansteigen. Sie sind in pflanzlichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Kartoffeln enthalten. 

Bio-Siegel

Seit 2001 gibt es das staatliche Bio-Siegel, das Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft kennzeichnet. Um das sechseckige Siegel tragen zu dürfen, müssen Erzeuger und Hersteller eine Reihe von EG-Öko-Verordnungen einhalten. Produkte mit dem Siegel müssen zum Beispiel diese Auflagen erfüllen.

biologische Kost

Bei Biokost werden ausschließlich Lebensmittel aus dem biologischen Anbau verzehrt. Der Begriff "Bio" wird in der Umgangssprache auch als Synonym für Öko- oder Naturkost verwendet.

Blutzucker

Als Blutzucker bezeichnet man die Konzentration von Glukose im Blut. Glukose sorgt dafür, dass unsere Organe jederzeit mit Energie versorgt werden können. Je höher also der Blutzuckerspiegel, desto mehr Energie steht dem Körper zur Verfügung. Bei einem gesunden Menschen halten die Hormone Insulin und Glukagon den Blutzuckerspiegel möglichst konstant (80 bis 110 mg pro 100 ml Blut).

Eisen

Eisen ist wichtig für die Blutbildung sowie die Leistungsfähigkeit und kann u. a. mit Fleisch und Vollkornprodukten aufgenommen werden.

Eiweiße / Proteine

Eiweiße erfüllen im Körper unterschiedlichste Aufgaben. Sie sind zum Beispiel für den Zellaufbau notwendig, aber auch für das Immunsystem und den Aufbau von Enzymen und Hormonen. Eiweiße sind in tierischen Lebensmitteln wie Fisch, Fleisch, Geflügel, Eiern und Milchprodukten enthalten sowie in pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Hülsenfrüchten, Sojaprodukten, Getreidekörnern und Kartoffeln.

Ernährungspyramide

Die Ernährungspyramide gibt Aufschluss darüber, welche Nahrungsmittel in welchen Mengen auf einen ausgewogenen Speiseplan gehören. Wie bei allen Pyramiden nimmt das Fundament den größten Raum ein. Das gilt auch für die Ernährungspyramide: Von den Nahrungsmitteln in den unteren Bereichen sollen größere Mengen eingenommen werden als von denen in der Spitze.

Ernährungstagebuch

Wenn der Verdacht auf eine Lebensmittelunverträglichkeit besteht, kann ein Ernährungstagebuch wichtige Erkenntnisse liefern. Schreiben Sie Tag für Tag auf, welche Speisen und Getränke Sie innerhalb von zwei Wochen zu sich genommen haben. Notieren Sie zusätzlich sowohl die Uhrzeit, die Größe der Portion als auch die körperliche Bewegung davor oder danach (also: eine große Portion selbstgekochte Spaghetti Bolognese nach einer Stunde Schwimmen) und mögliche Beschwerden. Führen Sie auch über alle kleinen Snacks, Bonbons, Kaugummis etc. Buch. 

Fette

Fette sind ein wichtiger Energielieferant. Man unterscheidet zwischen tierischen und pflanzlichen Fetten: Tierische Fette kommen unter anderem in Butter, Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukten vor, pflanzliche Fette zum Beispiel in Ölen, Oliven, Avocados und Nüssen.

Flüssigkeit / Wasser

Erwachsene Menschen bestehen zu etwa 50 % aus Wasser, Säuglinge sogar aus bis zu 70 %. Die Aufnahme von Wasser ist lebensnotwendig: Menschen können lediglich 2 bis maximal 4 Tage ohne Wasser leben, auf feste Nahrung können wir bis zu 30 Tage verzichten. Wasser übernimmt unterschiedliche Funktionen wie zum Beispiel den Transport von Stoffen, es fungiert als Lösungsmittel, sorgt für die Aufrechterhaltung einer konstanten Körpertemperatur, die Quellung des Speisebreis im Darm etc. 

Geschmacksverstärker

Geschmacksverstärker sind Substanzen, die den Geschmack und Geruch von Lebensmitteln intensivieren. Es gibt Menschen, die empfindlich auf die Zugabe von Geschmacksverstärkern reagieren. Eine gesundheitsschädigende Wirkung konnte jedoch bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.

Gluten

Gluten ist ein Protein, das in  Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel und vielen mehr enthalten ist. Bestandteile des Glutens können zur Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) führen, einer entzündlichen Erkrankung der Darmschleimhaut.

Jod

Jod ist ein Spurenelement und übernimmt vielfältige Aufgaben für den menschlichen Organismus. Jod kann über Fisch, Schalentiere, Seetang und Lebertran aufgenommen werden. 

Kalzium

Kalzium ist wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen und ist u. a. in Milch und Milchprodukten enthalten.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind wichtige Energielieferanten für das Gehirn und die Muskeln. Sie kommen beispielsweise in Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln vor. 

Lakto-Vegetarier

Lakto-Vegetarier essen weder Fleisch und Fisch noch Eier. Joghurt, Sahne und andere Milchprodukte sind jedoch Teil ihres Speiseplans. 

Laktoseintoleranz

Menschen mit Laktoseintoleranz dürfen keine Produkte aus Kuhmilch zu sich nehmen oder aber nur solche Produkte, in denen nur wenig Kuhmilch enthalten ist. Viele Betroffene dieser Krankheit ersetzen Kuhmilch-Produkte mit Sojaprodukten. 

Lebensmittelallergie / Lebensmittelunverträglichkeit

Hiermit beschreibt man Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln oder Lebensmittelzusätzen. Die Symptome bei Lebensmittelallergien sind vielfältig und reichen von Hautreaktionen und Abgeschlagenheit bis hin zu Atemnot und können in extremen Fällen sogar lebensbedrohlich sein. Bei Verdacht auf eine Allergie konsultieren Sie unbedingt einen Arzt. 

Lebensmittelgruppe

Alle wichtigen Ernährungsbestandteile der Ernährungspyramide werden in Lebensmittelgruppen zusammengefasst. Insgesamt besteht die Ernährungspyramide aus sechs Lebensmittelgruppen, die pyramidenförmig angeordnet sind. 

Lebensmittelzusätze

Lebensmittelzusatzstoffe sind Substanzen, die Lebensmitteln zugesetzt werden, um bestimmte Funktionen oder Effekte zu erfüllen, z.B. um Lebensmittel zu färben, zu süßen oder zu konservieren. In der Europäischen Union sind alle Lebensmittelzusatzstoffe mit E-Nummern gekennzeichnet. Sie müssen in der Liste der Inhaltsstoffe auf den Verpackungen der Lebensmittel, in denen sie verwendet werden, angegeben werden. Die häufigsten Zusatzstoffe sind Antioxidationsmittel, Farbstoffe, Emulgatoren, Stabilisatoren, Gelier- und Verdickungsmittel, Konservierungsmittel und Süßungsmittel. 

Magnesium

Magnesium ist hilfreich für die Muskeln und dient auch der Vorbeugung von Muskelkrämpfen. Bananen enthalten z.B. Magnesium. 

Mineralstoffe

Mineralstoffe übernehmen die unterschiedlichsten Funktionen im Körper und sind lebensnotwendig. Einige Beispiele sind Kalzium, Natrium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Jod, Fluor, Selen und Zink. 

Nährstoffe

Nährstoffe nehmen im menschlichen Körper viele unterschiedliche Aufgaben wahr. Man unterteilt sie in energieliefernde Nährstoffe wie Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate, in Wirkstoffe wie Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente sowie in Ballaststoffe. 

Ovo-Lakto-Vegetarier

Fleisch und Fisch werden aus dem Speiseplan gestrichen, Milchprodukte und Eier gegessen. Dies ist die größte Gruppe der Vegetarier.

Ovo-Vegetarier verzichten auf Fleisch und Fisch, außerdem auch auf Milchprodukte. Dafür werden Eier gegessen. Diese Ernährungsform wird oft aus gesundheitlichen Gründen, zum Beispiel wegen einer Laktose-Unverträglichkeit oder Laktose-Allergie, gewählt. 

pflanzliche Fette

Pflanzliche Fette gelten im Vergleich zu tierischen Fetten allgemein als gesünder, da sie reich an ungesättigten Fettsäuren und frei von Cholesterin sind. Pflanzliche Fette befinden sich in Olivenöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Nüssen und Sojabohnen. 

Spurenelemente

Unter Spurenelementen versteht man Stoffe, die in äußerst geringen Konzentrationen im Körper vorkommen und in sehr kleinen Mengen aufgenommen werden müssen. Beispiele dafür sind Eisen, Zink, Kupfer.

ungesättigte Fettsäuren

Man unterscheidet zwischen gesättigten, einfach ungesättigten oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie unterscheiden sich im Aufbau und in der Länge. Gesättigte Fettsäure finden sich zum Beispiel in Butter, Sahne, Fleisch und Wurstwaren. Ungesättigte Fettsäuren – besonders die mehrfach ungesättigten Fettsäuren – sind für den Organismus sehr wertvoll, da sie zusätzlich biologische Wirkungen haben. Sie senken den Cholesteringehalt im Blut. 

vegane Ernährung

Veganer verzichten auf alle tierischen Lebensmittel bzw. Erzeugnisse: Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte. Darüber hinaus verzichten sie aber auch auf Honig, sie kaufen auch keine Lederprodukte oder Wollpullover. 

vegetarische Ernährung

Vegetarismus hat eine lange Geschichte. Als erster berühmter Vegetarier gilt Pythagoras, der um 570 bis 500 v. Chr. lebte. Es gibt viele unterschiedliche Motive für Vegetarismus: gesundheitliche, religiöse oder ethische Gründe, die auch in Zusammenhang mit Umweltschutz stehen können. Unabhängig von den individuellen Gründen und der Motivation handeln Vegetarier zumeist aus einer tiefen Überzeugung. Man unterscheidet vier Arten von Vegetariern: Ovo-Vegetarier, Lakto-Vegatarier, Ovo-Lakto-Vegetarier und Veganer. 

Vitamine

Es gibt 13 unterschiedliche Vitamine, die lebensnotwendige Funktionen im Körper erfüllen. Wie wichtig Vitamine sind, erkennen wir schon am Namen: Das lateinische Wort „Vita“ bedeutet Leben. Vitamine sind in Obst und Gemüse, aber zum Beispiel auch in Fleisch, Fisch, Vollkornprodukten und Nüssen enthalten. 

Zink

Zink ist ein Spurenelement und für zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper notwendig. Zink ist wichtig für das Wachstum, die Haut, die Insulinspeicherung und die Eiweißsynthese, die Spermienproduktion und das Immunsystem. 

Mehr zum Thema "Meine Auszeit"

Zur Startseite