Tipps gegen Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit: Warum Schäfchenzählen nicht die einzige Lösung ist

Ein gesunder, erholsamer Schlaf ist ein Segen. Das wissen alle Menschen, die schon mal mit Schlafproblemen zu kämpfen hatten. In solchen unruhigen Nächten wälzen sich die Betroffenen hin und her – minutenlang, manchmal stundenlang. Am nächsten Morgen fühlt man sich dann wie erschlagen. Kein Wunder, schließlich ist Schlaf ein menschliches Grundbedürfnis wie Essen oder Trinken. Fehlt die Nachtruhe, reagiert unser Körper sofort darauf, unter anderem mit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und einem allgemeinen Gefühl der Abgeschlagenheit. Die Ursachen für Schlaflosigkeit sind vielfältig. Nicht immer müssen körperliche Ursachen dahinterstecken. Manchmal reicht es schon, die eigenen Gewohnheiten ein wenig zu verändern, um dem Problem entgegenzuwirken. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie die besten Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf schaffen.

Den eigenen Rhythmus finden

Versuchen Sie, Ihren eigenen Schlaf-Wachrhythmus zu finden. Gehen Sie dazu jeden Tag möglichst zu einer ähnlichen Zeit ins Bett und stehen Sie zu derselben Uhrzeit wieder auf. So kann sich Ihr Körper darauf einstellen und innerlich auf den Wechsel zwischen Schlaf- und Wachphase vorbereiten.

Eine ruhige Umgebung schaffen

Das Schlafzimmer sollte möglichst das ruhigste Zimmer der Wohnung sein. Sollte es sich nicht vermeiden lassen, dass der Raum zur Straße hin ausgerichtet ist oder der Wohnraum auch als Schlafraum genutzt wird, stellen Sie zumindest zusätzliche Störquellen wie Lampen, Fernseher oder Laptops vor dem Schlafengehen aus.

Auf die richtige Zimmertemperatur achten

Eine angemessene Raumtemperatur ist für einen erholsamen Schlaf immens wichtig. Nicht zu warm und nicht zu kalt sollte es sein. Idealerweise herrschen im Schlafzimmer kühle 18–20 °C. Gerade im Winter ist es aber wichtig, dass der Raum nicht allzu sehr auskühlt. Schließlich bringt es nichts, wenn Sie im Bett liegen und frieren. Zudem besteht bei einer Raumtemperatur unter 16 °C die Gefahr von Schimmelbildung.

Lüften nicht vergessen

Fast noch wichtiger als kühle Luft ist genügend Sauerstoff im Schlafzimmer. Etwa 15 Minuten vor dem Zubettgehen sollten Sie deshalb noch einmal stoßlüften und für einen ausreichenden Luftaustausch sorgen.

Bewegung tut gut

Wer regelmäßig aktiv ist, leidet seltener unter Schlafstörungen. Denn die Bewegung spült Stresshormone aus dem Blut, die sonst die Nachtruhe gefährden. Drei bis viermal pro Woche Sport zu treiben, ist ideal. Achten Sie jedoch darauf, genügend zeitlichen Abstand zwischen Ihrem Sportprogramm und dem Zubettgehen zu lassen. Denn sonst läuft der Körper noch auf Hochtouren, wenn Sie ihn eigentlich zur Ruhe bringen wollen. Wer regelmäßigen Sport aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht realisieren kann oder will, kann schon mit kleinen alltäglichen Maßnahmen für mehr Bewegung sorgen. Vom  kurzen Spaziergang in der Mittagspause bis zur Entscheidung, lieber die Treppe anstatt den Aufzug zu nehmen – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Abschalten und entspannen

Hier ein Meeting, dort klingelt das Telefon und zwischendurch müssen auch noch jede Menge Unterlagen geprüft werden. Der Arbeitsalltag wird immer stressiger. Wer nach einem langen Arbeitstag direkt ins Bett gehen will, wird sich vermutlich noch lange hin und her wälzen, weil Körper und Gehirn keine Möglichkeit hatten, zur Ruhe zu kommen. Nehmen Sie sich vor dem Zubettgehen deshalb bewusst die Zeit für ein wenig Entspannung. Ob dabei zum Beispiel Yoga, eine Entspannungs-CD oder ein Viertelstunde auf dem Sofa das ideale Mittel ist, sollten Sie einfach ausprobieren.

Bewusst essen und trinken

Liegt eine schwere Speise im Magen oder hat gerade erst der letzte Drink den Kreislauf angeregt, fällt das Einschlafen schwer. Achten Sie deshalb darauf, möglichst einige Stunden vor dem Schlafengehen auf üppige Mahlzeiten und alkoholische Getränke zu verzichten. Auch koffeinhaltige Getränke wie starker Kaffee oder Cola sind nach 16 Uhr tabu. Stattdessen können Sie abends einen schlaffördernden Melissentee trinken. Auch eine Tasse warme Milch mit Honig soll wahre Wunder bei Einschlafproblemen wirken.

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