Wie man sich bettet: Die richtige Matratze finden

Sie schlafen schon seit längerer Zeit schlecht und wachen immer öfter mit Rückenschmerzen auf? Dann sollten Sie darüber nachdenken, eine neue Matratze anzuschaffen. Spätestens nach 8 bis 12 Jahren ist die Zeit reif für neuen Schlafkomfort – bei regelmäßigen Beschwerden auch schon früher. Beim Kauf gibt es einige Dinge zu beachten, angefangen beim Material über den richtigen Härtegrad bis hin zum passenden Zubehör. Hier finden Sie viele nützliche Tipps für den Matratzenkauf, sodass Sie am Ende genau richtig liegen sollten.

Alleine oder zu zweit im Bett

Alleine oder zu zweit im Bett

Bevor Sie sich überhaupt Gedanken zu Material, Härtegrad usw. machen, stellt sich zuerst die Frage, ob Sie auf der neuen Matratze alleine oder zu zweit schlafen werden. Viele Paare bevorzugen eine Doppelmatratze, weil dann die lästige „Besucherritze“ entfällt. Eine Matratze mit jemand anderem zu teilen, ist aber so eine Sache – vor allem, wenn beide unterschiedliche Ansprüche an die Matratze haben. Es fängt schon bei der Körperstatur an, die verschiedene Härtegrade erforderlich machen kann. Und auch die Vorliebe für bestimmte Schlafpositionen kann zur unüberwindbaren Hürde im heimischen Schlafzimmer werden. Sind die Unterschiede zu groß, sollte die Entscheidung besser auf zwei Einzelmatratzen fallen. Es gibt jedoch auch bereits Hersteller, die Doppelmatratzen mit einem sogenannten Partnerbezug anbieten. In diesen Modellen befindet sich auf jeder Seite ein individueller Matratzenkern. Ein durchgehender Bezug sorgt für eine glatte Oberfläche ohne störende Ritze.

Unser Tipp:

Sollten Sie sich für zwei einzelne Matratzen entscheiden, nehmen Sie am besten Matratzen in derselben Höhe und verwenden Sie zwei Lattenroste. Andernfalls entsteht eine unschöne Kante und beide Personen rollen über kurz oder lang in die Mitte des Bettes. Bezüglich der Matratzenbreite können Sie mit 90 bis 100 cm pro Person kalkulieren. Ab einer Körpergröße von mehr als 185 cm lohnt es sich außerdem, über eine Matratzenlänge von 220 cm nachzudenken.

Das richtige Material für Ihre Matratze

Das richtige Material: Welche Arten von Matratzen gibt es?

Matratzen gibt es in den unterschiedlichsten Materialien, die gängigsten sind Federkern, Kaltschaum und Latex. Jedes Material hat seine ganz individuellen Vorteile. Wir verraten Ihnen, wo die Unterschiede liegen. So finden Sie schnell und einfach die Matratzenart, die optimal zu Ihren persönlichen Vorlieben und Gegebenheiten passt.

Federkern:

Federkernmatratzen sind besonders langlebig und stabil. Auch nach längerem täglichen Gebrauch liegen sie nicht durch und behalten ihre natürliche Festigkeit. Deshalb sind sie vor allem bei Menschen, die gerne auf einer etwas festeren Unterlage schlafen, sehr beliebt. In Inneren der Federkernmatratze befinden sich viele miteinander verbundene Metallfedern. Je nach Anordnung und Beschaffenheit der Federn wird zwischen Bonell- und Tonnentaschen-Federkernmatratzen unterschieden.

Ein Bonell-Federkern besteht aus zahlreichen einzelnen Stahlfedern, die jeweils oben und unten durch Drähte miteinander verbunden sind. Dadurch wird eine gleichmäßige Verteilung des Körperdrucks erzielt. Beim Tonnentaschen-Federkern sind die einzelnen Stahlfedern einzeln in kleine Taschen eingearbeitet, die wiederum miteinander verbunden sind. Auf diese Weise entsteht eine punktelastische Wirkung. Das heißt, die Matratze gibt genau dort nach, wo sich das Körpergewicht befindet. Wer gerne etwas weicher liegt, sollte eher auf eine Bonell-Federkernmatratze zurückgreifen. Für Menschen mit einem Körpergewicht von über 100 Kilogramm oder Personen mit einem Rückenleiden empfiehlt sich eine Tonnentaschen-Federkernmatratze, da diese etwas fester ist und dem Rücken eine optimale, punktgenaue Unterstützung bietet.

Kaltschaum:

Kaltschaummatratzen sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden – und das aus gutem Grund. So können die Matratzen, in denen ein anpassungsfähiger Schaumstoffkern steckt, mit zahlreichen positiven Eigenschaften aufwarten. Gerade Menschen mit Rückenproblemen bevorzugen die Kaltschaummatratze, da sie eine hervorragende Punktelastizität bietet. Der Körper wird optimal abgestützt, wodurch die Wirbelsäule entlastet und Verspannungen vorgebeugt wird. Zudem halten Kaltschaummatratzen die Wärme besser zurück als zum Beispiel Federkernmatratzen. Für alle, die nachts schnell frieren, ist diese Eigenschaft ein wahrer Segen.

Latex:

Latexmatratzen sind vor allem bei Allergikern sehr beliebt, da sie Hausstaubmilben nahezu keinen Überlebensraum bieten. Aber Vorsicht: Es gibt auch Menschen, die gegen Latex allergisch sind. Vor dem Kauf sollten Sie diesen Punkt daher genau prüfen. Ein wesentlicher Vorteil der Latexmatratze sind ihre hygienischen Eigenschaften. So ist die Latexmatratze im Vergleich zu anderen Matratzen feuchtigkeitsresistent. Für Menschen, die nachts sehr stark schwitzen, kann dies aber auch als Nachteil empfunden werden, da die Bettwäsche dadurch leichter feucht wird. Allerdings sollten Sie immer bedenken, dass sich Bettwäsche problemlos waschen lässt, eine Matratze hingegen nicht. Ein weiteres Kriterium, das bei der Anschaffung ebenfalls zu beachten ist, sind die Anschaffungskosten. Diese liegen deutlich höher als bei Matratzen aus anderen Materialien.

Perfekt abgestimmter Härtegrad

Sind Material und Größe der Matratze ausgewählt, geht es an ein ganz wesentliches Detail: den Härtegrad. Grundsätzlich gilt, dass das Liegegefühl mit zunehmendem Härtegrad fester wird. Entscheidend bei der Auswahl der Festigkeit ist das eigene Körpergewicht, aber auch die persönliche Vorliebe spielt eine Rolle.

Den optimalen Härtegrad zu finden, ist nicht immer ganz leicht. So gibt es keine einheitliche herstellerübergreifende Norm. Eine grobe Orientierung gibt die folgende Einteilung:

H1 - weich - Körpergewicht bis 60 kg
H2 - mittelhart - Körpergewicht zwischen 60 und 80 kg
H3 - hart - Körpergewicht zwischen 80 und 100 kg
H4 - sehr hart - Körpergewicht über 100 kg
Auflagen oder Schonbezüge
Auflagen oder Schonbezüge

Pflege: So haben Sie lange Freude an Ihrer Matratze

Damit Sie möglichst viele erholsame Nächte auf Ihrer neuen Matratze verbringen können, sollten Sie sie regelmäßig und gut pflegen. Dazu gehört es, die Matratze immer mal wieder zu drehen und zu wenden – mindestens einmal im Quartal. Auf diese Weise sorgen Sie dafür, dass die Matratze gleichmäßig abgenutzt wird und keine Liegekuhlen entstehen. Außerdem sollten Sie der Matratze jeden Tag die Gelegenheit geben, richtig auszulüften. Schließlich muss sie in der Nacht die ganze Feuchtigkeit aufnehmen, die der Körper verliert. Nehmen Sie dazu das Kopfkissen und die Bettdecke für eine gewisse Zeit von der Matratze, sodass die gesamte Fläche Kontakt mit der Luft bekommt. Darüber hinaus gibt es verschiedene Auflagen oder Schonbezüge, die nicht nur die Matratzenoberfläche schützen, sondern auch Hausstaubmilben fernhalten. Solche Matratzenschutzprodukte haben wir übrigens auch regelmäßig als Aktionsartikel für Sie im Angebot. Sie suchen zum Beispiel eine Moltonauflage, die Ihre Matratze vor oberflächlicher Verschmutzung schützt, oder einen Matratzen-Topper, der die Matratze schützt und zugleich den Liegekomfort erhöht? Dann behalten Sie unsere Angebote im Blick.

Der richtige Lattenrost

Der richtige Lattenrost – denn wichtig ist, was drunter ist

Ein Lattenrost wird ins Bettgestell eingelegt und hat im Wesentlichen zwei Aufgaben: Zum einen unterstützt er die Matratze dabei, die schlafende Person rückengerecht zu lagern. Zum anderen sorgt der Lattenrost dafür, dass die Matratze auch von unten ausreichend belüftet wird. Da ein gesunder Mensch nachts rund einen halben Liter Flüssigkeit ausschwitzt, ist das besonders wichtig, um die Matratze trocken zu halten und vor Schimmelbildung zu schützen. Genau wie Kopfkissen, Matratze und Bettwäsche sollte auch der Lattenrost optimal auf die eigenen körperlichen Befindlichkeiten und individuellen Vorlieben abgestimmt sein. Deshalb gibt es Lattenroste in den unterschiedlichsten Ausführungen. Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Verstellbar oder unverstellbar – Sie haben die Wahl

Beim Kauf des Lattenrostes haben Sie die Wahl zwischen einem unverstellbaren Lattenrost und einer Variante, bei der sich die Lattenelemente am Kopf- und Fußende manuell oder elektrisch verstellen lassen. Elektrisch verstellbare Lattenroste haben den Vorteil, dass sie sich schnell und flexibel verstellen lassen, zum Beispiel zum Lesen. Damit die Kopf- und Beinhochstellung ergonomisch sinnvoll erfolgt, achten Sie beim Kauf darauf, dass sich der Knick jeweils an der richtigen Stelle des Lattenrostes befindet. Das Gelenk des Kopfendes sollte sich etwa ein Drittel vom Kopfende entfernt befinden, das des Fußendes etwa zwei Drittel vom Fußende.

Die passende Größe

Lattenrost und Matratze sollten perfekt miteinander harmonieren. Dazu muss die Größe stimmen. Damit sie zu allen gängigen Bettgestell- und Matratzengrößen passen, gibt es Lattenroste in den unterschiedlichsten Größen. Beachten Sie, dass bei Doppelbetten ab 160 cm Breite auf jeden Fall zwei separate Lattenroste verwendet werden sollten. Eine durchgehende Matratze können Sie dennoch problemlos verwenden. Allerdings empfiehlt es sich, in dem Fall auf verstellbare Lattenroste zu verzichten, weil sich sonst beide Schläfer immer auf eine einheitliche Einstellung einigen müssten.

Wie viele Leisten?

Die Anzahl der Leisten ist für die Wahl des richtigen Lattenrostes von entscheidender Bedeutung. Denn je mehr Leisten vorhanden sind, desto weniger Gewicht lastet auf jeder einzelnen Leiste. Zudem sind die schmaleren Leisten, die bei höherer Leistenanzahl verwendet werden, elastischer und passen sich besser den Ansprüchen des Schläfers an. Das Minimum sollten 28 Leisten sein, für eine gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts sind 42 Leisten ideal.

Kissen, Matratzen, Lattenroste und Co. bei ALDI SÜD

Für einen erholsamen Schlaf benötigen Sie das richtige Zubehör. Ganz gleich, ob Sie „nur“ auf der Suche nach einem neuen Kissen sind oder sich komplett mit Bettdecke, Matratze und Lattenrost neu einrichten wollen: Alles Wichtige für Ihre Bettausstattung finden Sie regelmäßig in Ihrer ALDI SÜD Filiale.

Lichtwecker

Aber auch praktische kleine Helfer wie einen Lichtwecker mit einem simulierten Sonnenaufgang, der Sie sanft aus dem Schlaf holt.

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