Rasenpflege – Aussaat, Bewässerung und Rasenmähen

Tipps für eine schöne grüne Rasenfläche

Zu Beginn einer schönen grünen Rasenfläche im eigenen Garten steht das Einsäen des Rasensamens. Für ein gesundes Wachstum sind die richtige Pflege und Bewässerung besonders wichtig. Damit das alles ohne Probleme klappt und Sie als Ergebnis eine saftige und gleichmäßige grüne Rasenfläche bekommen, haben wir für Sie Tipps rund um den Rasen zusammengestellt. Damit zeigt Ihr grüner Daumen garantiert nach oben.

1. Rasensamen säen

Die Aussaat von Rasensamen erfolgt idealerweise zwischen März und Mai. Auch in den ersten Herbstmonaten ist das Säen von Rasen empfehlenswert. So umgehen Sie die Trockenheit des Sommers und den Frost im Winter.
Wenn Sie eine Rasenfläche neu anlegen möchten, sollte der Untergrund eine eingeebnete Humusschicht aus mindestens 15 bis 20 Zentimetern aufweisen. Dieser planierte Boden sollte frei von Wurzeln, größeren Steinen und Unkraut sein, bevor Sie mit der Aussaat beginnen. Eine Gartenwalze kann Ihnen dabei helfen. Besonders gut ist es, den Boden eine Woche vor der Aussaat zu düngen. Sandige Böden sollten vor dem Einsäen von Rasensamen mit Humus angereichert werden, schwere Gras-Böden mit etwas Sand.

Wenn Sie keine neue Rasenfläche anlegen möchten, sondern nur Teilbereiche nachsäen möchten, zum Beispiel abgetretene Stellen oder Schwachstellen im Grün nach dem Winter, tun Sie dies am besten im Frühjahr. Denn die Mischung aus Feuchtigkeit und Wärme ist optimal für ein gutes Wachstum. Für das Nachsäen lockern Sie die Stellen mit einem Rechen auf und entfernen Äste, Laub und andere störende Materialien. Dann verteilen Sie die Grassamen gleichmäßig und drücken diese fest. Wässern Sie die Bereiche vorsichtig, damit die Samen nicht weggespült werden.

Tipp:

Zäunen Sie den neu eingesäten Bereich zunächst ab oder markieren Sie ihn. So können Sie ein Betreten der Rasenbereiche verhindern, sodass die zarte Halme in Ruhe wachsen können.

2. Rasen bewässern

Besonders nach der frischen Saat von Rasensamen ist es wichtig, den Boden konstant feucht zu halten. Aber auch bereits gewachsener Rasen benötigt, wie alle Pflanzen, genügend Wasser. Besonders in den Sommermonaten, wenn es für eine längere Zeit trocken ist, ist eine Bewässerung des Rasens notwendig, damit er nicht braun wird und verdorrt. Damit Sie Ihren Rasen richtig bewässern und nicht überschwemmen, haben wir für Sie 3 Tipps zur Bewässerung von Rasen zusammengestellt.

Rasen-Sprinkler

Tipp 1: Rasensprenger statt Gartenschlauch

Zur Bewässerung von Grasflächen ist ein Rasensprenger besonders gut geeignet. Damit ersparen Sie sich zum einen viel Zeit und Arbeit, zum anderen erreichen Sie eine gleichmäßigere Beregnung als mit einem Gartenschlauch oder einer Gießkanne. Die variablen Einstellungsmöglichkeiten eines Rasensprengers helfen Ihnen bei der optimalen Bewässerung Ihrer Rasenfläche.

Tipp 2 : Die richtige Bewässerungsdauer

Es ist ratsam, den Rasen über längere Zeit zu bewässern. Denn das Wasser soll das Gras nicht nur oberflächlich benetzen, sondern bis in das Erdreich zu den Wurzeln dringen. Für ein saftiges Grün im Sommer sollten Sie den Rasen mindestens eine halbe Stunde und bis zu zwei Stunden bewässern. Und das etwa zwei- bis dreimal in der Woche.

Tipp 3: Der richtige Zeitpunkt für die Bewässerung

Der beste Zeitpunkt für eine Rasendusche ist der frühe Morgen oder die Nacht. Denn dann ist der Boden abgekühlt und es kann nicht so viel Wasser verdunsten. Praktische Helfer sind Zeitschaltuhren und Bewässerungscomputer. So können Sie geregelte Zeiten einstellen und müssen nicht früh morgens oder mitten in der Nacht zur Rasenbewässerung aufstehen.

3. Rasen mähen

Das Rasenmähen gehört zur regelmäßigen Gartenarbeit dazu und ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen. Denn regelmäßiges Mähen sorgt für eine schöne und dichte Grünfläche im Garten. Mindestens einmal in der Woche sollten Sie zum Rasenmäher greifen. In den Monaten Mai und Juli sogar noch öfter, denn dann wachsen die Gräser besonders schnell. Bei frisch eingesätem Rasen, sollten Sie mit dem Mähen erst beginnen, wenn das Gras ungefähr 8 cm hoch gewachsen ist. Achten Sie darauf, die Halme nicht zu kurz zu mähen. So kann der Rasen kräftiger wachsen und sich nach dem Mähen einfacher wieder erholen. Für den durchschnittlichen Rasen ist eine Mähhöhe von vier Zentimetern optimal. Rasenflächen, die im Schatten liegen, sollten etwa einen Zentimeter weniger abgemäht werden. Sonst können die Gräser nicht genügend Sonnenlicht aufnehmen. Auch im Herbst, wenn die Lichtstärke nachlässt, sollten Sie Ihren Rasen nur auf fünf Zentimeter kürzen. Auch bei sommerlicher Hitze und Trockenheit sind längere Grashalme besser, denn sie beschatten den Boden besser und lassen ihn nicht so schnell austrocknen. Die Schnitthöhe können Sie an Ihrem Rasenmäher einfach einstellen. Auch ein scharfes Messer und eine hohe Motordrehzahl sind wichtig, denn so erhalten Sie einen sauberen Schnitt. Sie suchen den passenden Rasenmäher für sich und Ihren Rasen? Bei uns finden Sie verschiedene Modelle und Empfehlungen für den richtigen Rasenmäher.
Bei Nässe sollten Sie das Rasenmähen ausfallen lassen. Denn im feuchten Zustand ist ein sauberer Schnitt der Grashalme nicht möglich. Zudem wird der Rasenmäher stark beansprucht, denn das Schnittgut verklumpt, die Räder können im Boden einsinken und den Gräserwurzeln schaden.

4. Rasen düngen

Für einen gepflegten Rasen ist auch das Düngen ein wichtiger Arbeitsschritt. Die Häufigkeit hängt dabei von der Nutzung der Wiesenfläche ab. Zierrasen zum Beispiel benötigt nur zweimal im Jahr Gartendünger: im Frühjahr, wenn er anfängt zu wachsen und im Sommer, wenn er unter starkem Sonneneinfluss steht. Strapazierfähiger Sport- und Spielrasen sollte einmal mehr gedüngt werden: im Frühjahr sowie im Früh- und im Spätsommer. Langzeitdünger eignet sich dafür am besten. Auch für Rasen, der vorwiegend im Schatten liegt, ist eine zusätzliche dritte Düngung notwendig, um ihn mit genügend Nährstoffen zu versorgen.
Die drei wichtigsten Nährstoffe für einen gesunden Rasen sind Kalium, Phosphor und Stickstoff. Kalium bzw. Kaliumdünger sorgt für Stärke und Belastbarkeit Ihres Rasens. Phosphor sorgt unter der Erde dafür, dass die Wurzeln gut wachsen. Stickstoff lässt nicht nur das Gras selbst wachsen, sondern sorgt auch für eine kräftige und satte grüne Farbe. Eine gute Mischung der wichtigsten Nährstoffe bieten Ihnen spezielle Rasendünger und auch Rasenlangzeitdünger. Damit gehen Sie auf Nummer sicher, und Ihr Rasen kann nicht durch Überdüngung verbrennen. Ein akkubetriebener Streuer sorgt für eine gleichmäßige Verteilung auf dem Rasen, die Sie mit der Ausstreuung per Hand nur schwer hinbekommen. Für große Rasenflächen eignet sich am besten ein Düngewagen mit einer Wanne auf Rädern.

Neben speziellem Rasendünger können Sie auch Rasenkalk mit Kalzium als Dünger verwenden. Dieser eignet sich aber nur, wenn Ihr Boden einen zu niedrigen pH-Wert hat, also sauer ist. Ansonsten schadet Kalzium dem Boden, denn er beschleunigt die Moosbildung. Um sicher zu gehen, ob Rasenkalk der richtige Dünger für Ihren Rasen ist, führen Sie einen pH-Test durch. Das funktioniert ganz einfach: In Apotheken oder Gartenfachmärkten erhalten Sie spezielle Teststreifen oder -stäbchen. Diese drücken Sie möglichst tief in eine gut befeuchtete Messstelle in Ihrem Rasen. Bereits nach wenigen Minuten verfärbt sich der Teststreifen und Sie können anhand der aufgedruckten Skala den pH-Wert Ihres Bodens ablesen. Ein Wert über 7 bedeutet einen basischen Boden, unter 7 deutet auf einen sauren Boden hin. Ab einem Wert von 5,5 oder darunter sollten Sie Ihrem Rasen eine wohldosierte Düngung mit Rasenkalk gönnen.

5. Rasen vertikutieren

Neben dem Düngen ist auch das Vertikutieren ein wichtiger Bestandteil der Rasenpflege. Denn Vertikutieren befreit den Rasen von Moos und Filz und sorgt für eine ausreichende Belüftung. Wie das funktioniert? Beim Vertikutieren schneiden kleine Messer senkrecht in die Bodenoberfläche hinein und lösen dort den Rasenfilz heraus, der Ihrem Rasen auf Dauer die Luft zum Atmen nimmt. Rasenfilz entwickelt sich aus liegen gebliebenem Rasenschnittgut, anderen Pflanzenresten sowie aus Moos und auch kleinem Unkraut.
Der optimale Zeitpunkt für das Vertikutieren ist das Frühjahr. Sollte ein weiteres Mal Düngen erforderlich sein, wählen Sie den Spätsommer. Besonders wichtig dabei ist es, nur einen trockenen Rasen zu vertikutieren. Achten Sie darauf, dass die Vertikutiermesser nicht zu weit ins Erdreich eindringen, denn dann würden Sie die Graswurzeln verletzen und so Ihren ganzen Rasen ruinieren. Nach dem Vertikutieren entfernen Sie den herausgelösten Rasenfilz. Ihr Rasen sieht dann zwar zunächst ein klein wenig gerupft aus, doch nun kann er Wasser und Nährstoffe viel besser aufnehmen. Nach kurzer Zeit wächst der Rasen wieder zu und Sie haben wieder eine geschlossene grüne Rasenfläche.

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