Gemüse ins Freiland säen und an die passenden Standorte pflanzen

Wenn Sie Ihr Gemüse nicht vorkultivieren, sondern direkt ins Freiland säen möchten, dann sollten Sie das zur richtigen Jahreszeit vornehmen. Zu berücksichtigen sind dabei Wetter, Klima und auch Ihre persönlichen Zeit- und Urlaubsplanung. Hier erfahren Sie, welche Sorten in welchem Zeitraum ausgesät werden.

Rote Bete / Rote Rüben: Februar – Ende Juni (2–3 cm)
Schnittsalat / Pflücksalat: Februar – Mitte September (1 cm)
Zwiebeln / Gemüsezwiebeln: Februar – Mitte September (1–2 cm)
Radieschen: Februar – Mitte September (1–3 cm)
Möhren / Karotten: Februar – September (1–3 cm)
Rettiche: Februar – September (1–2 cm)
Dicke Bohnen / Acker-, Sau- oder Puffbohnen: Mitte Februar – Mitte April (3–8 cm)
Spinat: Mitte Februar – Oktober (1–2 cm)

Schalerbsen: Mitte März – Mai (3–5 cm)
Markerbsen: Mitte März – Ende Juni (3–5 cm)
Zuckererbsen: Mitte März– Ende Juni (2–5 cm)
Pastinaken: März bis Juni (1–2 cm)
Lauchzwiebeln: März bis August (1–2 cm)
Schwarzwurzeln: März bis August (1–3 cm)
Feldsalat: März – Oktober (1–2 cm)

Kürbisse: Anfang Mai – Ende Juni (1–2,5 cm)
Zucchini: Anfang Mai – Ende Juni (2–3 cm)
Gewürzgurken / Einlegegurken: Mitte Mai – Ende Juni (2–3 cm)
Salatgurken / Schlangengurken: Mitte Mai – Ende Juni (2–3 cm)
Stangenbohnen: Mitte Mai – Mitte Juni (2–5 cm)
Prunkbohnen: Mitte Mai – Mitte Juli (2–5 cm)
Buschbohnen: Mitte Mai – Ende Juli (2–4 cm)
Endivien: Ende Mai bis August (1 cm)

Bitte beachten Sie, dass diese Kalenderdaten immer abhängig sind vom Klima und Wetter in Ihrer Region. Werfen Sie deshalb stets einen Blick auf die aktuelle Wettervorhersage: Im Frühjahr kann es mancherorts immer noch einmal zu einem Kälteeinbruch mit Nacht- und Bodenfrost kommen.

Die Saattiefe variiert je nach der Erde, in die das Saatgut eingebracht wird. Bei leichter, lockerer Erde darf es etwas tiefer sein und bei schwerem, festeren Erdreich entsprechend weniger tief.

Zusammen mit unserem Aussaatkalender und ein bisschen Fingerspitzengefühl wird Ihnen eine erfolgreiche Gemüseaussaat ins Freiland gelingen. Wir wünschen Ihnen eine gute Ernte und guten Appetit.

Gemüsegruppen – Was verträgt sich mit wem?

Jedes Gemüse lässt sich einer Gemüsegruppe zuteilen, beispielsweise Kohlgemüse oder Fruchtgemüse. Innerhalb der Gruppen haben alle Pflanzen einen ähnlichen Nährstoffbedarf. Kennen Sie die Gruppe Ihres Gemüses, wissen Sie gleich, ob Sie viel oder wenig düngen müssen.

Salatgemüse

Dazu zählen Kopfsalat und Rucola, aber auch Spinat und Mangold. Salat braucht wenig Nährstoffe und wächst schnell. Pflanzen Sie ihn am besten zwischen langsam wachsende Sorten wie Kohlpflanzen – und ernten Sie ihn, bevor er anderen Pflanzen zu viel Licht oder Platz wegnimmt.

Wurzel- und Knollengemüse

Neben Möhren gehören Ingwer, Radieschen und Rote Bete, aber auch Kartoffeln in diese Gruppe. Ihre Vertreter sind relativ anspruchslos und lassen sich früh ernten. Wer besonders große Möhren möchte, lässt dem Gemüse eben mehr Zeit zum Wachsen.

Fruchtgemüse

Fruchtgemüse ist der Oberbegriff für Gurken, Tomaten, Auberginen, Paprika und Peperoni. Deren Nährstoffbedarf ist nicht hoch, aber sie lieben Sonne und Wärme. Vor allem Tomaten mögen keinen Regen auf ihren Blättern und gedeihen gut im warmen und trockenen Gewächshaus.

Kohlgemüse

Fast alle Sorten tragen schließlich den Kohl in ihrem Namen – Blumenkohl, Kohlrabi und Rotkohl. Sie brauchen viele Nährstoffe und lassen sich Zeit beim Wachsen. Praktischerweise sind sie nach der Ernte anderer Pflanzen fertig mit dem Wachsen.

Kürbis und Zucchini

Kürbis und Zucchini sind leicht einzuordnen. Schöner Nebeneffekt: Beide Gemüse gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben, wodurch der Gemüsegarten ein echter Blickfang wird. Damit Hokkaido, Butternut u.a. gut gedeihen, benötigen sie viele Nährstoffe. Es bietet sich an, sie in Nähe des Komposts anzubauen, wenn einer im Garten steht.

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind Erbsen, Zuckerschoten und Bohnen. Die lassen sich entweder frisch verzehren oder trocknen. Dann sind sie lange haltbar. Zudem kommen sie mit wenig Dünger aus.

Passende Standorte für Gemüse

Gemüsepflanzen benötigen viel Sonne, damit sie sich optimal entwickeln und ihr Aroma voll entfalten können. Vor allem Salate wie Rucola oder auch Spinat benötigen viel Sonnenschein. Denn sie benötigen das Licht, um den für sie notwendigen Nährstoff Nitrat in Eiweiß umzuwandeln. Wählen Sie daher möglichst freiliegende Beete aus, die nicht durch Mauern oder Bäume beschattet werden und gut zugänglich sind.

Achten Sie auch darauf, dass Ihre Gemüsepflanzen möglichst einer lauen Brise ausgesetzt sind. Zuviel Wind führt nämlich zum Absinken der Temperatur und damit zu einem verlangsamten Wachstum, während absolute Windstille die Ausbreitung von Schädlingen begünstigt.

Angebote und Aktionsartikel

Achten Sie auch auf unsere Angebote und Aktionsartikel, zum Beispiel: Saatsets, Gartenclogs, Gartenhandschuhe und vieles mehr.

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