Gartenkalender im Januar

Für Gartenliebhaber ist der kalte Winter eine eher ruhige Zeit. Jetzt können Sie es sich im warmen Wohnzimmer gemütlich machen und die nächste Gartensaison planen. Kälte und Schnee können ihrem Garten aber auch Schäden zufügen, vor denen Sie ihn schützen sollten. Doch wenn Sie folgende Punkte beachten, erblüht der Garten im Frühjahr wieder in ganzer Pracht.

Blumen gießen:

Vielen Pflanzen sieht man es nicht an, aber sie benötigen auch in den Wintermonaten ausreichend Wasser. Ist der Boden über längere Zeit gefroren, vereist auch das darin enthaltene Wasser. Die Pflanzen können es nicht nutzen. Vor allem immergrüne Pflanzen sollten im Winter gewässert werden.

Pflanzen vor Schneeschäden schützen:

Liegt der Schnee auf Rasen und Hecken mehr als zehn Zentimeter hoch? Dann nichts wie weg damit. So schützen Sie die Pflanzen vor dem schweren Gewicht. Auch Bäume, Sträucher oder Dächer von Gewächshäusern sollten vor Schneebruch geschützt werden. Kein Schnee? Dann entfernen Sie das letzte Laub vom Rasen. Sonst fault es − und der Rasen gleich mit.

Saatgut sichten und Gemüse vorziehen:

Nutzen Sie die ruhige Zeit, um Ihr Saatgut zu sichten und die Keimfähigkeit zu prüfen. Gemüse wie Tomaten und Paprika sowie einjährige Sommerblumen lassen sich schon auf der Fensterbank vorziehen. Benutzen Sie dafür am besten spezielle Anzuchterde, sonst wachsen die kleinen Pflänzchen zu schnell und habe keine Chance, ausreichend Wurzelwerk zu bilden.

Überwinternde Pflanzen und Zimmerpflanzen pflegen:

Sehen Sie nach den Kübelpflanzen, die Sie zum Überwintern ins Haus geholt haben. Prüfen Sie, ob Krankheiten oder Schädlinge eingeschleppt wurden und behandeln Sie die Pflanzen dementsprechend. Entfernen Sie welke und abgefallene Blätter und prüfen Sie, ob die Pflanzen Wasser brauchen.

Obstbäume schneiden:

Falls Sie Ihre Obstbäume noch nicht zurückgeschnitten haben, sind frostfreie Tage im Januar ein guter Zeitpunkt dafür. Der Winterschnitt trägt dazu bei, dass die Obstgehölze besser wachsen und im kommenden Sommer größere Früchte tragen. Im Winter befinden sich die Bäume in einer Ruhephase und durch das fehlende Laub lässt sich die Form der Krone besser erkennen. Was Sie beim Schnitt beachten müssen, erfahren Sie hier.

Werkzeuge und Maschinen pflegen:

Überprüfen Sie Ihre Gartenwerkzeuge und -maschinen. Eventuell müssen Geräte wie Heckenschere, Harke oder Spaten gereinigt, geschmiert oder repariert werden. Vielleicht müssen Sie auch das Ein oder Andere neu anschaffen. Ganz besonders der Rasenmäher sollte unter die Lupe genommen werden: Sind die Klingen noch scharf? Wie ist der Benzin- und Ölstand des Geräts? Nur mit einem intakten Gerät macht die Gartenarbeit im kommenden Frühling so richtig Spaß.

Anlage von Wegen und Beeten:

Der Winter ist auch eine gute Zeit, um sich der Gartenplanung zu widmen und Beete und Wege neu anzulegen. Durch das fehlende Laub hat man eine gute Sicht auf das Gelände und kann so einfacher planen. Eine gute Anlagengestaltung ist schließlich die halbe Miete für ein ertragreiches Gartenjahr.

Nistkästen aufhängen:

Aufgrund von Landwirtschaft und enger Besiedelung mangelt es Vögeln häufig an Nistplätzen, weswegen Nistkästen eine gern angenommene Alternative sind. Sind die Winter mild, machen sich Vögel schon sehr früh auf Wohnungssuche. Deswegen ist der Januar der ideale Zeitpunkt, um Nistkästen aufzuhängen. Ein guter Platz für einen Nistkasten zeichnet sich dadurch aus, dass er sturmsicher und durch eine Mindesthöhe von zwei bis drei Metern für Katzen und Marder nur schwer zu erreichen ist. Das Ausflugloch sollte in südlicher oder südöstlicher Himmelsrichtung ausgerichtet sein, damit es nicht hineinregnet. Zusätzlich sollte es nicht durch Zweige verdeckt sein, damit die Vögel leicht ein- und ausfliegen können.

Mehr zum Thema Gartenkalender: