Mit der richtigen Staudenpflege zur Blütenpracht im Garten

Stauden sind nicht nur äußerst vielfältig, schön bunt und pflegeleicht, sie sind auch besonders langlebig. Jedes Frühjahr erwachen die krautigen Pflanzen aus dem Winterschlaf und treiben aufs Neue aus, um uns mit ihrer Blüte das ganze Jahr über zu erfreuen. Damit sie sich in ihrer vollen Pracht entfalten können, muss es Stauden allerdings gut gehen. Mit dem richtigen Standort, gewissenhafter Bodenvorbereitung und kontinuierlicher Pflege schaffen Sie die besten Voraussetzungen für einen hohen Wohlfühlfaktor. Das klingt anspruchsvoll, ist aber gar nicht so schwer – wenn man weiß, wie es funktioniert. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihren Stauden haben, haben wir für Sie die wichtigsten Tipps und Tricks zur Staudenpflege zusammengestellt.

Wann ist die beste Pflanzzeit?

Stauden können Sie das ganze Jahr über kaufen. Die beste Pflanzzeit ist für die meisten Stauden aber der Herbst (September bis November), wenn das oberirdische Wachstum der Pflanzen bereits abgeschlossen ist und die Wurzeln im warmen Boden noch weiter wachsen können. Einige Staudenarten wie Gräser oder spätblühende Stauden sollten allerdings besser erst im Frühjahr (März bis Mitte Mai) ausgepflanzt werden. So haben die Pflanzen über den Sommer Zeit, ein gutes Wurzelwerk zu bilden, bevor der erste Winter vor der Tür steht.

So pflanzen Sie Stauden richtig

Damit Sie später lange Freude an Ihren Stauden haben, sollten Sie schon beim Pflanzen einige Dinge beachten. Wir erklären Ihnen Schritt für Schritt, worauf es ankommt.

1. Boden vorbereiten

Da Stauden lockere, humusreiche Böden mögen, muss das Erdreich vor dem Pflanzen gründlich aufgelockert werden. Mischen Sie eventuell auch direkt etwas Kompost unter, um den Boden direkt mit wertvollen Nährstoffen zu durchsetzen. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um alle Unkräuter inklusive Wurzeln sorgfältig aus der Erde zu entfernen. Sind die Stauden nämlich erstmal gesetzt, wird das Jäten der ungeliebten Pflänzchen zur lästigen Daueraufgabe.

2. Wurzelballen durchfeuchten

Vor dem Einpflanzen sollte der Wurzelballen der Pflanzen gut durchgefeuchtet sein. Nehmen Sie dazu die Töpfe mit den Pflanzen und legen Sie sie so lange in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

3. Löcher ausheben und Pflanzen anordnen

Bevor es an das Einpflanzen der Stauden geht, müssen die Pflanzlöcher ausgehoben werden. Das Pflanzloch sollte etwas größer sein als der Wurzelballen, sodass die Staude bequem in das Loch passt. Legen Sie nun die verschiedenen Pflanzen auf dem Beet aus, um die richtige Anordnung zu finden.

Tipp:

Lassen Sie beim Ausheben genügend Platz zwischen den einzelnen Pflanzlöchern. Der Abstand zur nächsten Pflanze sollte etwa halb so groß sein wie die erwartete Höhe der Staude. Häufig wird der Fehler gemacht, die Stauden zu eng zueinander einzupflanzen, damit der Wuchs direkt von Beginn an schön dicht ist. Sobald die Pflanzen allerdings größer werden, wird es eng im Staudenbeet. Die Folge: Schwächere Stauden werden von den stärkeren Stauden verdrängt oder Sie müssen schon nach kurzer Zeit eingreifen und einzelne Pflanzen herausnehmen.

4. Einpflanzen und angießen

Sobald Sie mit dem Ergebnis Ihrer Pflanzenanordnung zufrieden sind, nehmen Sie die Stauden aus den Töpfen und setzen Sie sie nicht zu hoch und nicht zu tief in die jeweiligen Löcher ein. Anschließend die Erde mit den Händen gut andrücken. Nun jede Pflanze großzügig angießen, damit sich die Erde aus dem Wurzelballen mit der Erdschicht im Beet verbindet. Halten Sie das Beet auch in den folgenden Tagen feucht, denn das fördert das Anwachsen. Später können sich die Stauden gut selbst versorgen. Nur in Hitzeperioden sollten sie ein- bis zweimal pro Woche gegossen werden – am besten morgens oder abends und zwar direkt an die Wurzeln.

5. Bei Bedarf mulchen

Um den Unkrautwuchs im frisch angelegten Staudenbeet direkt einzudämmen, können Sie die Freiräume zwischen den jungen Stauden mulchen. Nehmen Sie dazu zum Beispiel unkrautfreien Kompost und verteilen Sie diesen etwa 3 bis 4 cm hoch um die Stauden.

Tipp:

Rindenmulch sollten Sie für Stauden nicht verwenden, da dieser Bestandteile enthält, die das Pflanzenwachstum behindern können.

Stauden durch Teilung vermehren – wie geht das?

Nach etwa fünf Jahren sollten Stauden durch Teilung verjüngt werden. Das verhilft den Pflanzen nicht nur zu frischem Wuchs, sondern ist auch eine einfache Möglichkeit, die krautigen Gewächse zu vermehren. Graben Sie dazu den Wurzelballen vorsichtig aus und zerteilen Sie ihn mit dem Spaten in etwa faustgroße Teile. Manche Pflanzen lassen sich auch einfach mit den Händen auseinanderziehen. Nun die alte Erde sowie abgestorbene Pflanzenteile entfernen und die neuen Pflanzen in gut aufgelockerte Erde an den vorgesehenen Stellen wieder einsetzen.

Tipp:

Bevor Sie mit der Teilung beginnen, informieren Sie sich, ob Ihre Stauden für das Teilen geeignet sind, denn es gibt einige wenige Sorten, die lieber ungestört wachsen.

Stauden richtig überwintern

Die meisten Stauden sind winterhart und benötigen keinen gesonderten Schutz in der kalten Jahreszeit, einige Arten freuen sich jedoch über eine wärmende Winterabdeckung, zum Beispiel aus Fichtenreisig. Informieren Sie sich am besten vor dem ersten Frost über die Bedürfnisse Ihrer Stauden. Bedenken Sie aber in jedem Fall, dass Ihre Pflanzen auch im Winter Flüssigkeit benötigen, und unterschätzen Sie nicht die Kraft der Wintersonne. Mit einer Abdeckung, die den Pflanzen Schatten spendet und ein Austrocknen des Bodens verhindert, können Sie jedoch gut Abhilfe schaffen.

Gedeihen Stauden auch in Töpfen und Blumenkästen?

Viele Stauden machen nicht nur im Beet eine gute Figur, sondern lassen sich auch hervorragend in Töpfe und Blumenkästen setzen. Damit sich die Pflanzen genauso prächtig entwickeln können wie im Freien, sollte das Pflanzgefäß auf jeden Fall groß genug sein. Ebenso muss der Standort stimmen. Es gilt: Sonnenanbeter gehören in die Sonne und Schattenfreunde in den Schatten. Wichtig ist außerdem, dass der Topf oder Blumenkasten ein Loch hat, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Als Nährboden empfiehlt sich eine Mischung aus Lehm, Sand und Kompost.

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