So pflegen Sie Ihre Rosen richtig

Die Rose gilt als die edelste Blume der Welt. Optisch macht sie diesem Ruf alle Ehre, das steht außer Frage. Was jedoch nicht vergessen werden darf: Die Rose verlangt auch viel von ihrem Besitzer. So gehört die Rosenpflege zu den anspruchsvollen Aufgaben des Hobbygärtners. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Herausforderung nicht zu meistern ist. Ganz im Gegenteil. Wenn Sie ein paar einfache Regeln beachten, schaffen Sie die besten Voraussetzungen dafür, dass Ihr Rosengarten schon bald in voller Blütenpracht erstrahlt und Sie für Ihre Bemühungen mehr als entschädigt werden.

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Der perfekte Standort

Gute Voraussetzungen für eine üppige Rosenblüte schaffen Sie bereits, indem Sie den richtigen Standort auswählen. Rosen lieben es hell und luftig, sie sollten also möglichst sonnig stehen und auch hin und wieder etwas Wind abbekommen. Denn auf diese Weise trocknen die Blätter nach einem Regenschauer schnell wieder und auch der Morgentau ist nach kurzer Zeit verschwunden. Ideal sind daher Ost- und Westlagen, an Standorten mit Südausrichtung staut sich häufig die Hitze. Bleiben die Blätter lange feucht, was bei schattigen Standorten häufig der Fall ist, entstehen schnell Pilzkrankheiten wie Mehltau oder Rosenrost. Und auch der Boden spielt eine wichtige Rolle: Er sollte möglichst lehmig und humusreich sein. Erfüllt das Erdreich in Ihrem Garten diese Voraussetzungen nicht, können Sie mit etwas grobem Sand oder Kompost nachhelfen. Die beste Pflanzzeit für Rosen ist übrigens im Herbst.

Der richtige Schnitt

Die Rosenblüte steht und fällt mit dem richtigen Schnitt, der mehrmals im Jahr erfolgen sollte. Damit Ihr Rosengarten schon im Frühjahr aufblühen kann, führen Sie den ersten Rosenschnitt des Jahres am besten bereits durch, sobald Ihre Rosen aus dem Winterschlaf erwacht sind. Ein genauer Zeitpunkt lässt sich hierfür aufgrund der regionalen Unterschiede nicht benennen. Sie können sich aber an der Forsythienblüte orientieren, die Ihnen anzeigt, dass es an der Zeit ist, zur Rosenschere zu greifen.

Wenn die Juniblüte abgeschlossen ist, erfolgt bei mehrmals blühenden Rosen der Sommerschnitt. Schneiden Sie die Rosen dabei ruhig bis direkt unter den Blütenstand zurück und entfernen Sie auch alle verwelkten Blüten. Nach etwa ein bis zwei Monaten sollte Ihre Rose dann wieder prächtig blühen. Einmal jährlich blühende Rosen bekommen hingegen keinen Sommerschnitt.

Auf die Schnitttechnik kommt es an

Beim Rosenschnitt gilt als oberste Regel: Nehmen Sie unbedingt eine Rosenschere, damit Sie die Triebe präzise und glatt abschneiden können. Setzen Sie die Schere etwa fünf Millimeter oberhalb einer Knospe an und schneiden Sie den Trieb leicht schräg ab, damit das Regenwasser ablaufen kann. Achten Sie jedoch darauf, dass die Schnittfläche nicht größer als unbedingt nötig ist. Es gilt also: so gerade wie nötig, so schräg wie möglich.

Rosen gießen und düngen

Beim Gießen und Düngen von Rosen kann man viel falsch machen. Einige Regeln sind deshalb unbedingt zu beachten: Bei gut vorbereitetem Boden sollten Sie Ihre Rosen im ersten Jahr nach der Pflanzung überhaupt nicht düngen, damit sich die Wurzeln gut im Boden verfestigen können. In den darauffolgenden Jahren müssen Sie dreimal pro Saison aktiv werden. Verteilen Sie im März etwas Kompost auf dem Beet und düngen Sie Ende Mai und Ende Juli die Rosen nochmals mit einem speziellen Rosendünger. Danach darf nicht mehr gedüngt werden, da sonst die Zweige nicht ausreichend verholzen und im Winter erfrieren können. In puncto Wasserbedarf gilt: Weniger ist mehr. So genügt es selbst bei großer Trockenheit, wenn Sie Ihre Rosen ein- bis zweimal in der Woche gießen. Achten Sie darauf, die Blüten und Blätter beim Gießen möglichst auszusparen, um Pilzbefall vorzubeugen.

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Rosen überwintern

Rosen sind frostanfällig und müssen deshalb im Winter gut geschützt werden. Den Rosenstamm sollten Sie rechtzeitig vor dem ersten Frost „anhäufeln“. Nehmen Sie dazu lockere Erde und verteilen Sie diese großzügig rund um den Stamm des Rosenstrauchs. Um die Wurzeln ausreichend vor Frost zu schützen, sollte der Haufen ruhig 15 bis 20 Zentimeter hoch sein. Darauf können Sie zusätzlich Laub, Moos oder Reisig verteilen. Stamm- und Kletterrosen müssen oft noch zusätzlich geschützt werden. Stülpen Sie vorsichtig ein Jutetuch oder einen Jutesack über die Rosenkrone und fixieren Sie das Ganze locker unterhalb der Veredelungsstelle. Luftdurchlässige Jute eignet sich hierzu besonders gut, da hier kein Kondenswasser entsteht. Im Frühjahr, wenn die frostigen Nächte vorbei sind, wird der Rosenschutz dann wieder entfernt, damit sich die Pflanze voll entfalten kann.

Unsere Aktionsartikel finden Sie in unserem Gartenkalender.

Wie Sie Ihren Garten in ein Rosenmeer verwandeln, können Sie auch in unserem Garten-Magazin auf den Seiten 14 und 15 nachlesen. Darin finden Sie außerdem noch viele weitere praktische Tipps für einen schönen Garten.

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