Blumenpflege

Blumenpflege leicht gemacht

Damit Ihre Pflanzen herrlich blühen und gedeihen, benötigen Sie nicht nur einen guten Standort, sondern auch eine sorgsame Pflege. Hierzu gehört das richtige Düngen und Züchten genauso wie das korrekte Schneiden und Umtopfen. Da alle Blumen in diesen Punkten ganz spezielle Anforderungen an ihren Gärtner stellen, haben wir für Sie die wichtigsten Tipps und Tricks zur Blumenpflege zusammengetragen.

Blumen richtig düngen

Wer viel Freude an prächtig blühenden Blumenbeeten und üppig wachsenden Kübelpflanzen haben möchte, kommt an einer Düngung nicht vorbei. Denn Gartenblumen und Balkonpflanzen benötigen zusätzliche Nährstoffe wie Phosphor, Kalium, Stickstoff und Magnesium, um ihre Blütenpracht voll entfalten zu können.

Damit eine Düngung zum gewünschten Ergebnis führt, sollten einige Grundregeln eingehalten werden:

  1. Vor dem Düngen sollte die Erde etwas aufgelockert werden, damit die Nährstoffe besser aufgenommen werden können.
  2. Gedüngt werden darf nur während oder kurz vor der Wachstumsphase.
  3. Dünger, der auf Pflanzenteile gestreut wurde, muss wieder abgeschüttelt werden, um Verbrennungen der Pflanze zu vermeiden.
  4. Weniger ist mehr. Düngen Sie lieber häufiger mit niedrigen Konzentrationen als selten mit hoher Dosierung, denn eine zu hohe Salzmenge schadet der Pflanze.
  5. Jede Pflanzenart hat einen unterschiedlichen Nährstoffbedarf. Daher ist es sinnvoll, Spezialdünger für bestimmte Pflanzengruppen wie beispielsweise Rosen zu verwenden.

Blumen richtig vermehren und züchten

Blumen und Pflanzen gibt es in großer Auswahl in jeder erdenklichen Farbe und Form zu kaufen. Doch viel mehr Spaß macht es, selbst für Nachwuchs im heimischen Garten oder auf dem Balkon zu sorgen und eigene Ableger heranzuziehen. Hierfür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl.

Vermehrung durch Stecklinge

Durch Stecklinge lassen sich Stauden, aber auch Balkonpflanzen wie Fuchsien und Fleißige Lieschen ganz einfach vermehren. Hierzu wird ein gesunder und kräftiger Trieb von ca. 15 cm Länge abgeschnitten und in Anzuchterde gesteckt. Diese muss regelmäßig feucht gehalten werden. In den ersten zwei bis drei Wochen sollten die Stecklinge in geschlossenen Räumen bzw. unter Folienbeutel gehalten werden. Haben sie genügend Wurzeln gebildet, können sie ins Freie gepflanzt werden.

Vermehrung durch Teilung

Hierzu werden große und kräftige Pflanzen mittels Gartenschere oder Spaten einfach in der Mitte zertrennt. Die Teilstücke sollten mindestens zwei bis drei Triebknospen aufweisen und etwa faustgroß sein. Der richtige Zeitpunkt ist für sommer- und herbstblühende Stauden das Frühjahr. Stauden, deren Blütezeit im Frühjahr beginnt, werden besser im Herbst geteilt.

Vermehrung durch Ausläufer und Ableger

Einige Pflanzen wie beispielsweise Erdbeere oder Liebstöckel bilden sogenannte Ausläufer, aus denen sich neue Pflanzen inklusive Wurzeln bilden. Sind diese groß genug, kann man sie von der Mutterpflanze trennen und an anderer Stelle wieder einpflanzen.

Blumen umtopfen

Wird es der Pflanze im Blumentopf oder Pflanzenkübel zu eng, wird es Zeit für ein größeres Quartier. Spätestens dann, wenn die Wurzeln über den Blumentopf oder aus dem Abzugsloch herauswachsen oder die Relation zwischen Topf- und Pflanzengröße nicht mehr stimmt, ist dies der Fall.

Die richtigen Zeitpunkte, um Pflanzen und Blumen umzutopfen, sind Frühjahr und Herbst. Achten Sie darauf, dass das neue Pflanzgefäß etwa zwei bis drei Nummern größer ist als das alte und über ein Abzugsloch verfügt. Alternativ können Sie auch einige Kieselsteine oder Tonscherben auf den Boden des neuen Gefäßes geben. Anschließend mit etwas Erde bedecken.

Ziehen Sie die Pflanze nun vorsichtig heraus. Sollte der Wurzelballen trocken sein, können Sie ihn in ein Wasserbad stellen. Geben Sie Blumenerde in das neue Pflanzgefäß und setzen Sie das Gewächs so hinein, dass der Wurzelballen knapp unter der Oberfläche liegt.

Füllen Sie nun die Hohlräume mit Erde auf und drücken die Pflanze etwas an. Anschließend reichlich gießen.

Tolle Tipps zum Umtopfen, Einpflanzen und Einsäen finden Sie auch in unserem Garten-Magazin auf den Seiten 4-5. Gestalten Sie Ihren Garten oder Balkon so, wie es Ihnen gefällt – mit bunten Pflanzkübeln, blühenden Blumen und saftigen Beeren zum Ernten und Naschen. Viele weitere Gartentipps und Balkontricks haben wir für Sie in unserem Garten-Magazin zusammengestellt. Einfach durchblättern und informieren. So geht es bestens vorbereitet ab ins Beet.

Hecken und Sträucher richtig schneiden

Möchten Sie Ihren Hecken und Sträuchern einen neuen Schnitt verpassen, dann sollten Sie dies zum richtigen Zeitpunkt angehen. Wichtig ist, dass Sie die sogenannte Schonzeit vom 1. März bis zum 30. September einhalten. In dieser Zeit können sich vor allen Dingen Vögel in Büschen und Hecken einnisten, um dort ihren Nachwuchs auszubrüten. Um diese Brutzeit nicht zu gefährden, sollte ein Radikalschnitt während dieser Zeit nicht erfolgen. Erlaubt sind jedoch Form- und Pflegeschnitte wie das Entfernen junger Triebe.

Für einen radikalen Schnitt eignet sich am besten ein frostfreier Tag. Fallen die Temperaturen unterhalb von minus fünf Grad, kann es zu Schädigungen kommen, da die Zweige beim Schnitt zerquetscht werden können.

Um eine möglichst gerade Schnittkante zu erhalten, können Sie eine Schnur spannen, die ihnen das Einhalten einer Linie erleichtert. Zum Schneiden eignet sich am besten eine Heckenschere, die es in unterschiedlichen Ausführungen im Fachhandel gibt.

Formschnitte

Buchsbäume sehen nicht nur als Kübelpflanze schön aus, sondern geben auch als Hecke eine gute Figur ab. Sie sind pflegeleicht und leicht zu schneiden. Besonders gut geeignet sind sie für sogenannte Formschnitte. Dabei werden die Pflanzen in beliebige geometrische Figuren geschnitten, beispielsweise in Würfel-, Pyramiden- oder Kugelform. Aber auch jedes andere Motiv wie etwa eine Tierfigur ist denkbar. Wichtig ist, dass der Formschnitt nur an bedeckten Tagen oder in den Abendstunden erfolgt, da die Blätter sonst braun werden können.

Weil nicht jeder ein großer Gartenkünstler ist und aus freier Hand die perfekte Buchsbaumkugel schneiden kann, gibt es praktische Hilfen für erfolgreiche Formschnitte: halbkreisförmige Schablonen für die beliebten runden Kugeln (diese können Sie aus Pappe auch selbst herstellen), Drahtgestelle für geometrische und Tierfiguren und vieles mehr.

Angebote und Aktionsartikel

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