>

Wirsing: Nährstoffreich für die kalten Wintertage

Ob in kräftigen Eintöpfen, vielfältigen vegetarischen Gerichten oder als Gemüsebeilage zu Lamm, Rind, Schwein oder Wild: Wirsing ist das ideale Gemüse für deftige Speisen im Winter. Das hat mehr als nur geschmackliche Gründe! Nicht nur, dass Wirsing genauso wie Blumenkohl als Basis für Low Carb-Gerichte ganz hervorragend geeignet ist, er ist zusätzlich ein wichtiger Nährstoff- und Vitaminlieferant.

Wissenswertes rund um den Wirsing

Gesunder Wirsing: Nährwerte, Vitamine und Kalorien

Wirsingkohl ist ein wahres Powergemüse, denn mit etwa 26 Kalorien pro 100 Gramm ist er zwar sehr kalorienarm, liefert aber reichlich Vitamine und Nährstoffe. Er zeichnet sich durch einen hohen Gehalt von Vitamin C aus und enthält zusätzlich die Vitamine A, B, E und K. Eine Portion Wirsinggemüse versorgt dich außerdem mit wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen, Kalium und vor allem Folsäure.

 

Herkunft und Anbau

Wirsingkohl tauchte erstmals im 16. Jahrhundert im Mittelmeerraum auf. Ab dem 18. Jahrhundert wurde dieser auch in Deutschland angebaut. Hier herrschen die optimalen Bedingungen zum Anbau von Wirsinggemüse. Da Wirsing ein sogenannter Starkzehrer ist, braucht er nährstoff- und humusreichen lehmigen Boden, der gleichmäßig bewässert wird.

 

Der feine Unterschied: Wirsingsorten

Die verschiedenen Sorten von Wirsingkohl unterscheiden sich im Zeitpunkt der Aussaat, ihrer Farbe und der Erntezeit. Zu den frühen Sorten gehören der Famosa-Wirsing sowie der Wirsing Vorbote 3. Frühwirsing zeichnet sich durch hellgrüne Blätter und einen blütenförmigen Kopf aus. Goldvital und Samantha sind klassische Sommerwirsing-Sorten mit großen, lockeren Blättern, die nur dezent kraus sind. Herbstwirsing-Sorten wie Winterfürst 2 oder Smaragd sind an ihren stark gekräuselten, dunkelgrünen Blättern und ihrem würzigen intensiv-nussigen Aroma erkennbar.

 

Wann hat Wirsing Saison?

Auch wenn es den krausen Kohl ganzjährig zu kaufen gibt, liegt die klassische Wirsing-Zeit in der kalten Jahreszeit. Herbstwirsing hat von Anfang Oktober bis Mitte Februar Saison. Den deutlich milderen Frühwirsing gibt es ab Mai bis etwa Ende Juli. Ergänzt wird das Wirsinggemüse durch den Sommerwirsing, der ab Mitte Juni bis Ende September Hauptsaison hat.

Küchentipps rund um den Wirsing


 

  • Wirsing lässt sich auch roh essen. Ungekocht enthält er gleich noch mehr Vitamin C. Allerdings ist sein Strunk roh sehr hart. In gekochter Form ist er leichter verdaulich.

  • Koche Wirsing zusammen mit Anis, Kümmel, Fenchel- oder Dillsamen, um seiner aufblähenden Wirkung entgegen zu steuern.

  • Winterwirsing lässt sich 1 bis 2 Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Früh- und Sommerwirsing fängt nach 2 bis 3 Tagen bereits an zu welken.

  • Um nach dem Kochen bissfeste grüne Blätter zu servieren, sollte Wirsing höchstens 2 Minuten in kochendem Salzwasser blanchiert und danach direkt in Eiswasser gelegt werden.

  • Geputzter und blanchierter Wirsing lässt sich problemlos einfrieren. Luftdicht in Gefrierbeuteln oder Frischhaltedosen verpackt, kann er bis zu 10 Monate eingefroren werden.

  • Beim Kauf von Wirsingkohl sollten die Blätter frei von braunen Flecken sein und beim Biegen brechen. Frischer Wirsing raschelt, wenn man ihn schüttelt.

  • Die äußeren Wirsingblätter eignen sich ideal für Kohlrouladen. Die inneren Blätter sind viel zarter im Geschmack und lassen sich perfekt zu mildem Wirsinggemüse verarbeiten.