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Rosenkohl: Der Vitamin C-Lieferant

Ob zu deftigen Bratkartoffeln oder schmackhaften Fleischgerichten: Rosenkohl ist das Power-Gemüse im Winter. Neben seinem reichen Gehalt an Vitamin C trumpft das grüne Wintergemüse mit einem hohen Gehalt an Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen auf. Damit ist der schmackhafte Rosenkohl die perfekte Beilage in den kalten Wintermonaten.

Wissenswertes rund um den Rosenkohl

Nährwerte, Vitamine und Co.

Rosenkohl ist mit 30 Kalorien pro 100 Gramm ein kalorienarmer Gemüsekohl. Er ist das wohl Vitamin C-reichste Wintergemüse und liefert außerdem die Vitamine A und B. Zusätzlich ist er eine ergiebige Mineralstoffquelle für Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Besonders gesund ist Rosenkohl aufgrund seines hohen Anteils an pflanzlichen Eiweißen und seiner sekundären Pflanzenstoffe. Dazu gehören Glukosinolate, die das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen senken sollen.

 

Herkunft und Anbau

Ursprünglich kommt Rosenkohl aus Belgien und wird dort seit dem 16. Jahrhundert angebaut. In Deutschland wird er deshalb auch später unter dem Namen Brüsseler Kohl bekannt. Anfang des 19. Jahrhunderts erobert der Rosenkohl schließlich ganz Europa und wird sogar in den Vereinigten Staaten zum beliebten Wintergemüse. Als Starkzehrer bevorzugt er für hohe Erträge einen tiefgründigen, nährstoffreichen Boden mit hohem Humusgehalt und Lehmanteil.

 

Rosenkohlsorten

Der rosige Gemüsekohl wird in frühe, mittlere und in späte Sorten unterteilt. Meist ist er mit grünen Köpfchen im Supermarkt zu kaufen, es gibt ihn aber auch in violetter Ausführung. Groninger ist beispielsweise eine traditionelle grüne Sorte, die sehr aromatisch schmeckt und ab Mitte November geerntet wird. Als frühe Sorte hat sie sehr helle Blätter. Die späte Sorte Rosella hat dagegen mittelgroße, rundliche Köpfchen von dunkler Farbe. Red Ball und Faksstaff gehören zu den violetten Sorten.

 

Rosenkohl-Saison

Im heimischen Supermarkt kommt Rosenkohl meist aus Frankreich, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. In Deutschland dauert die Rosenkohl-Saison von Oktober bis Februar. Die Haupterntezeit beginnt im November, sobald die Temperaturen merklich sinken. Zu dieser Zeit ist die Chance am größten, regional geernteten Rosenkohl zu kaufen. Wie beim Grünkohl wirkt sich Frost positiv auf den Geschmack aus. Denn durch Photosynthese wird Zucker gebildet. Die Umwandlung in Stärke erfolgt bei Frost aber nur langsam, sodass der Zuckergehalt in den Blättern steigt.

Küchentipps rund um den Rosenkohl


 

  • Achte beim Einkaufen darauf, nur kleine, feste und geschlossene Rosenkohlköpfe zu kaufen. In diesem Zustand halten sie am längsten.
  • Im Gemüsefach vom Kühlschrank weist Rosenkohl eine Haltbarkeit von einigen Tagen auf. Blanchiert eingefroren kann er bis zu neun Monate lang gelagert werden.
  • Lege blanchierten Rosenkohl zum Einfrieren nebeneinander auf einen Teller und lass ihn anfrieren. Pack ihn erst dann in einen Gefrierbeutel. So frieren die einzelnen Köpfe nicht aneinander fest.
  • Schneide deinen Rosenkohl vor dem Kochen von unten kreuzförmig ein, damit er beim Kochen gleichmäßig gart.
  • Lass deinen Rosenkohl nicht zu lange kochen, da er sonst zerfällt. Nach etwa 10 bis 15 Minuten ist das Rosenkohlgemüse gar und verzehrfertig.
  • Rosenkohl wird bekömmlicher, wenn du Kümmel, Anis oder Fenchel ins Kochwasser gibst. Zucker oder Brühe mildern den strengen Geschmack etwas ab.
  • Rosenkohl reagiert auf Ethylen, weswegen er nicht in der Nähe von Tomaten, Avocados oder Äpfeln gelagert werden sollte. Dieses Gas sorgt dafür, dass der Rosenkohl schneller welkt.