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Pflaume: spätsommerlicher Genuss

Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, beginnt die Zwetschgenzeit. Die oftmals bläulich schimmernden Steinfrüchte sind ein beliebtes Obst für Blechkuchen, schmecken aber auch ausgezeichnet als süße Note in herzhaften Gerichten. Das gelbe Fruchtfleisch hat eine weiche und saftige Konsistenz. Und auch beim Geschmack überrascht die Pflaume – es gibt sowohl saure Pflaumen als auch süße Zwetschgen.

Wissenswertes rund um die Pflaume

Nährwerte, Vitamine und Kalorien

In Pflaumen stecken viele gesunde Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Zink. Zudem enthalten sie das Provitamin A und die Vitamine C, E und einige aus dem B-Komplex. Reife Zwetschgen sind sehr fruchtzuckerhaltig. Außerdem wird Pflaumen nachgesagt, ein kleiner Helfer bei Magenproblemen wie Verstopfung zu sein. 100 Gramm frische Pflaumen enthalten etwa 47 Kalorien, Trockenpflaumen hingegen etwa 225 Kalorien auf 100 Gramm. Wie der Granatapfel und die meisten anderen Obstsorten bestehen sie zum größten Teil aus Wasser.

 

Herkunft und Anbau

Pflaumen sind eine der ältesten Kulturobstsorten und gehören zur Familie der Rosengewächse. Ihren saftigen und süßen Geschmack haben die Früchte erst im Laufe der Zeit und durch zahlreiche Kreuzungen entwickelt. Insgesamt existieren weltweit fast 2000 verschiedene Sorten in vielen verschiedenen Farben. Die Hauptanbaugebiete liegen in Deutschland in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, weltweit ist China das Land mit der größten Pflaumenproduktion.

 

Welche Pflaumensorten gibt es?

Hinter dem Begriff Pflaumen verbergen sich mehrere Steinfruchtarten, die Unterschiede bei ihrem Saftgehalt und ihrer Reifezeit aufweisen. Der Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschgen ist nicht so leicht darzustellen, da viele Kreuzungsprodukte im Handel erhältlich sind. Zwetschgen sind länglich mit einem ebenfalls länglichen Kern im Inneren, Pflaumen haben eher eine runde Form und Kern sowie eine Naht im Fruchtfleisch. Die gelb gefärbte, kleine Mirabelle besitzt festes Fruchtfleisch und lässt sich gut vom Stein lösen. Die Reneklode dagegen kann verschiedene Farben haben, ist ein wenig größer, weichfleischig und löst sich schwerer vom Stein.

 

Wann haben Pflaumen Saison?

Pflaumen und Zwetschgen sind die Könige des Spätsommers. Hauptblühphase der Pflaume ist in Deutschland von April bis Mai. Geerntet wird die süße Frucht von Juli bis Oktober. Aber auch Früchte aus anderen Ländern sind bei uns das ganze Jahr über als Importobst erhältlich. Durch die fließenden Übergänge ist das Farb- und Formenspektrum sind so vielfältig wie bei kaum einer anderen Frucht. Das gesunde Obst gibt es in den Farben Schwarz, Blau, Rot, Violett, aber auch in Gelb oder Grün.

Küchentipps rund um die Pflaume


 
  • Wasche die Früchte zuerst heiß und dann im Anschluss kalt ab. Ihre Kerne sind nicht essbar.
  • Renekloden und Mirabellen sind angenehm süß. Aufgrund dessen sind sie sehr beliebte Früchte zum Einmachen.
  • Reife Früchte erkennst du an ihrer prallen Haut. Diese gibt bei leichtem Fingerdruck etwas nach. Die natürliche, weißlich schimmernde Wachsschicht kann mitgegessen werden.
  • Die meisten Früchte sind zwei bis drei Tage haltbar. Maximal eine Woche können sie im Kühlschrank gelagert werden.
  • Du kannst Pflaumen und Zwetschgen sehr gut bis zu einem Jahr einfrieren. Entkerne und halbiere sie zuerst, bevor du sie vorfrierst und dann zum Lagern weiter verpackst.
  • Die Früchte lassen sich gut haltbar machen. Du kannst sie Einkochen, als Marmelade verarbeiten oder auch hervorragend trocknen.
  • Beim Kochen von Pflaumen zerkleinerst du die Früchte am besten, da die Haut der Früchte nicht zerkocht.