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Brokkoli: Die grüne Eiweißquelle

Das grüne Wunder ist ein wahrer Star und Allrounder in der breitgefächerten Kohlfamilie. Genießer und Ernährungsexperten lieben die grünen Röschen. Mit ihrem frischen Aussehen, den vielen guten Inhaltsstoffen und ihrem guten Geschmack sind sie einfach unnachahmlich. Denn Brokkoli ist dank seinen Vitaminen und Antioxidantien nicht nur gesund, sondern auch richtig lecker.

Wissenswertes rund um den Brokkoli

Nährwerte, Antioxidantien und mehr

Als reichhaltige Quelle an Vitamin A, C, E und K sowie der B-Komplexe ist Brokkoli besonders gesund. Zusätzlich enthält er eine große Menge an Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink sowie Kalium und liefert in rohem Zustand bis zu 2,5 g Eiweiß groß 100 g. Mit gerade einmal 34 Kalorien pro 100 Gramm ist Brokkoli besonders arm an Kalorien. Seine Antioxidantien schützen deinen Körper vor freien Radikalen. Dazu gehören beispielsweise Lutein und Zeaxanthin, die oxidativem Stress und Zellschäden im Auge entgegenwirken.

 

Herkunft und Anbau

Die ursprüngliche Heimat des Brokkoli liegt in Kleinasien. Im 16. Jahrhundert kam das Gemüse nach Italien und verbreitete sich dann über Frankreich und England. Ende der 1970er Jahre erreichte das grüne Gemüse schließlich Deutschland. Damals gab es den Brokkoli nur in ausgewählten Gemüseläden, seit den 90er Jahren ist er auch in Discountmärkten zu kaufen. Als Starkzehrer freut sich Brokkoli über einen tiefgründigen und nährstoffreichen Boden mit großem Wasserspeichervermögen. Genau wie Blumenkohl bevorzugt der Brokkoli viel Sonne.

 

Brokkolisorten

Ob klein und kompakt oder groß und weit gefächert: Brokkoli gibt es in einigen Formen. Die im kommerziellen Anbau häufig vorkommenden Sorten haben meist eine sehr ertragreiche Ernte mit kompakten Köpfen. Klassisch italienisch ist der Calabrese mit seinen kleinen bis mittelgroßen, ertragreichen grünen Röschen. Eher blau-grünlich kommt dagegen Cezar daher und der Summer Purple fällt durch seine violette Farbe auf. Im Sommer findest du in gut sortierten Gemüseläden und auf Wochenmärkten die neusten Sorten des Brokkoli in weißer, gelber, violetter und fast schwarzer Farbe.

 

Brokkoli-Saison

Im Supermarkt ist Brokkoli das ganze Jahr über erhältlich. Seine Haupterntezeit in Deutschland beginnt im Freiland Ende Juli und geht bis in den Oktober hinein. 40 % der heimischen Ernte wird in dieser Zeit in den Bundesländern NRW und Rheinland-Pfalz angebaut. Den Rest des Jahres importieren wir den Brokkoli aus wärmeren europäischen Ländern wie Italien oder Spanien. Brokkoli aus dem regionalen Gewächshaus findet sich während der Nebensaison kaum in deutschen Supermärkten.

Küchentipps rund um den Brokkoli


 
  • Statt Brokkoli zu kochen, dämpfst du ihn besser. So bleiben hitzeempfindliche und wasserlösliche Vitamine erhalten.
  • Frischer Brokkoli ist blaugrün oder dunkelgrün. Gelbe Stellen deuten schon beim Kauf auf eine längere Lagerzeit hin. Dann besteht auch das Risiko, dass der Brokkoli bitter schmeckt.
  • Der Strunk des Brokkoli ist genauso essbar wie seine Röschen. Entferne holzige Stellen mit dem Sparschäler und schneide ihn vor dem Garen klein.
  • Brokkoli ist auch roh verzehrbar. Wasche ihn mit kaltem Wasser und schneide ihn in kleine, mundgerechte Röschen. Nur der Strunk sollte besser gegart verzehrt werden.
  • Blanchierter Brokkoli lässt sich problemlos einfrieren. Im dicht verschlossenen Gefrierbeutel ist er dann bis zu einem Jahr haltbar.
  • Lass den Brokkoli nach dem Schneiden etwa 40 Minuten ruhen. So wird die Bildung von Sulforaphan angeregt, was gegen chronische Krankheiten helfen soll.
  • Brokkoli ist nicht besonders lagerfähig. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt er nur drei bis vier Tage frisch. Am haltbarsten ist er, wenn du ihn zusätzlich in Frischhaltefolie einwickelst.