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Blumenkohl: Der Low Carb-Alleskönner 

Karfiol, Käsekohl, Traubenkohl oder Blütenkohl: Blumenkohl hat nicht nur namentlich zahlreiche Gesichter. Er ist auch in der Zubereitung so facettenreich wie kaum ein anderes Gemüse. Egal, ob als Basis für Pizzateig, als Reisersatz oder Püree: Blumenkohl ist gesund und eine beliebte Hauptzutat in Low Carb-Speisen. Und ganz nebenbei ist er ein Lieferant für wertvolle Vitamine und Nährstoffe.

Wissenswertes rund um den Blumenkohl

Nährwerte, Vitamine und Co.

Mit etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm gilt Blumenkohl als besonders kalorienarm. Er liefert pro Portion einen besonders großen Anteil an Vitamin C und B sowie Folsäure und Kalium. Zusätzlich enthält er sekundäre Pflanzenstoffe wie Senföl, welches stark antibakteriell wirkt. Als ballaststoffreiches Gemüse ist Blumenkohl-Gemüse besonders gesund für die Verdauung.

 

Herkunft und Anbau

Bereits die Kreuzfahrer brachten Blumenkohlsamen aus der heutigen Türkei mit nach Europa. Im größeren Stil angebaut wird er seit dem 16. Jahrhundert. Heute wird Blumenkohl am meisten in Asien – vor allem in China – für den Eigengebrauch angepflanzt. In Europa sind die Hauptproduzenten für Blumenkohl Frankreich und Italien. Aber auch in Deutschland wird er im großen Stil angebaut. Als Starkzehrer benötigt Blumenkohl einen nährstoffreichen lehmigen und tiefgründigen Boden mit gutem Wasserhaltevermögen und hohem Kalkgehalt. Außerdem bevorzugt er einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort.

 

Blumenkohlsorten

In Deutschland wird am meisten weißer Blumenkohl angebaut und verkauft. Ein klassischer Winterblumenkohl zeichnet sich durch kompakte, große Röschen aus. Der Erfurter Zwerg entwickelt dagegen deutlich kleinere Köpfe, ist dafür aber besonders resistent und hat sehr geringe Ansprüche an seinen Anbau. Farbiger Blumenkohl hat einen höheren Vitaminanteil, schmeckt intensiver und wird hauptsächlich in Italien angebaut. Der Di Sicilia Violetto hat violette Röschen und Romanesco – auch eine Variante des Blumenkohls – ist hellgrün. Ein naher Verwandter des Blumenkohls ist der Brokkoli.

 

Blumenkohl-Saison

Die Blumenkohl-Zeit beginnt im April und endet im November. In dieser Zeit gibt es Blumenkohl aus regionalem Anbau zu kaufen. Da dieser Kohl keine gute Lagerfähigkeit hat, wird er außerhalb der Hauptsaison nach Deutschland importiert. Von Dezember bis März stammen die Blumenkohl-Köpfe im Supermarkt meist aus südlichen Ländern wie Spanien oder Italien. Seltener steht auch Gewächshaus-Blumenkohl zur Auswahl.

Küchentipps rund um den Blumenkohl


 

  • Blumenkohl sollte beim Kauf keine Druckstellen haben und auch nicht dunkel verfärbt sein. Schwarze Verfärbungen deuten auf einen Pilzbefall hin. Seine Blätter sollten frisch und grün sein.
  • Bis zu 7 Tage lässt sich Blumenkohl im Kühlschrank lagernEntferne dazu alle Blätter am Kohlkopf, denn diese entziehen ihm Wasser und lassen ihn schneller welken.
  • Ein ganzer Blumenkohl benötigt eine Kochzeit von etwa 20 bis 25 Minuten. Schneidest du ihn in Röschen, reduziert sich diese Zeit auf 10 bis 15 Minuten.
  • Mit einem Schuss Milch oder etwas Zitronenschale im Kochtopf vermeidest du den typischen Blumenkohlgeruch beim Kochen. So bleibt der Blumenkohl beim Zubereiten auch schön weiß.
  • Blumenkohl kann problemlos roh gegessen werden. Wird er gekocht, wird er wegen seiner hitzeempfindlichen Nährstoffe besser nur kurz erwärmt.
  • Damit die im Blumenkohl enthaltenen wasserlöslichen Vitamine nicht ausgespült werden, wird dieser vorzugsweisegedünstet oder dampfgegart.
  • Da Blumenkohl ethylenempfindlich ist, lagerst du ihn lieber nicht mit Äpfeln oder Tomaten. Das von ihnen ausgeschiedene Ethylen lässt den Kohl schneller welken.