Auf gute Nachbarschaft auf dem Zeltgelände

Eine Zeltstadt ist manchmal wie ein Dorf: So klappt es mit den Zeltnachbarn.

Neben der Musik sind das Gefühl von Freiheit und das Gemeinschaftserlebnis das Schönste auf einem Festival. Doch das Zusammenleben mit Fremden in engster Nachbarschaft kann auch zu Konflikten führen. Mit einfachen Regeln nehmt Ihr aufeinander Rücksicht, ohne einander den Spaß zu vermiesen! 

Kein Gerangel um die Zeltplätze

Die Taktik schon früh sein Handtuch auszuwerfen mag im Sommerurlaub ja manchmal erfolgreich sein, auf einem Festival ist davon aber abzuraten. Denn auch wer mit einer großen Gruppe, vielen Fahrzeugen und unzähligen Zelten anreist, sollte trotzdem keine Sperrgebiete ausrufen oder sogar aktiv Zeltplätze freihalten, weil spät in der Nacht noch ein paar Nachzügler aus dem Freundeskreis erwartet werden. Wer später kommt, muss eventuell am anderen Ende des Geländes unterkommen. Es gibt Schlimmeres. Ein weiteres Gift für gute Nachbarschaft: Fremden Zelten zu nahe rücken. Das Southside-Management empfiehlt 10 qm „Privatraum“ pro Doppelzelt. Rechnet also mit etwa 5 qm pro Person. Weiter ausbreiten solltet Ihr euch aber auch nicht, um anderen nicht ihren Freiraum zu nehmen.   

Musik für alle

Überall auf einem Festival geht es um Musik. Auch auf dem Zeltplatz kann natürlich jeder Musik hören kann, auch zu Zeiten, die im Wohngebiet für Ärger sorgen würden. Aber die Boxen an die Wand des Nachbarzelts zu stellen und dann voll aufzudrehen, ist sicher keine gute Idee. Achtet ein bisschen auf die allgemeine Stimmung. Sobald sich eine gewisse Nachtruhe eingestellt hat, solltet auch Ihr auf die Dezibel achten. Gegenseitige Rücksichtnahme ist gar nicht so schwer. Probiert es aus!

Müll und andere Verrichtungen

Eure Nachbarn sollten weder eure Grillabfälle noch andere Abfälle vor ihrer Tür finden und auch nicht von üblen Gerüchen belästigt werden. Selbst wenn der Weg zu den Sanitäranlagen lang und mühsam erscheint: Verrichtet eure Notdurft auf keinen Fall in der Camping Area! Das ist nicht nur verboten, sondern macht andere Camper völlig zu Recht wütend.

So werden Zeltnachbarn Freunde auf Zeit

Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit den Festival-Campern nebenan anzufreunden. Ein bisschen Small Talk passt nämlich auch aufs Festivalgelände. Die freundliche Begrüßung kann da ein Anfang sein. Wer sich mit seinem Namen vorstellt und klar macht: „Wenn irgendwas ist, sagt einfach Bescheid!“ macht ebenfalls Punkte in Sachen guter Nachbarschaft. Sobald Ihr beim Zeltaufbau mitanpackt oder beim Schleppen einer schweren Kiste helft, sendet Ihr ein weiteres positives Signal.

Wie intensiv Ihr eure Nachbarn kennen lernen möchtet, ist eure Entscheidung. Aber Maßhalten ist eine gute Strategie für stressfreie Festivaltage. Wenn euer Nachbar das Bier ablehnt oder nicht mit euch grillen möchte, ist das seine Entscheidung. Niemand wird gern bedrängt. Ebenso wenig muss man jede Nacht vor den Zelten zusammensitzen, auch wenn das mal der Fall war. Achtet hier auch auf nonverbale Zeichen und akzeptiert ein einfaches „Nein“, dann steht einer guten Festival-Nachbarschaft nichts im Wege.