Vegan backen – Genussmomente ganz ohne Butter, Eier und Co.

Veganes Essen ist in aller Munde – im wahrsten Sinne des Wortes. Immer mehr Menschen wollen sich ganz bewusst ohne tierische Lebensmittel ernähren. Beim Mittagessen erscheint das selbst Nicht-Veganern durchaus praktikabel, schließlich lassen sich mit viel Gemüse leckere Gerichte zubereiten. Aber backen ohne Butter, Eier und Sahne – geht das überhaupt? Die Antwort ist eindeutig: Ja, es funktioniert und schmeckt sogar ganz hervorragend, wenn man bei der Zubereitung ein paar Dinge beherzigt. Wir verraten Ihnen, worauf es beim veganen Backen ankommt und wie Sie tierische Lebensmittel ganz einfach ersetzen können.

Welche Lebensmittel sind beim veganen Backen tabu?

Vegan backen – das heißt, auf alle tierischen Lebensmittel bei der Zubereitung von Kuchen, Torten, Waffeln, Cupcakes und auch Brot zu verzichten. Konkret bedeutet das: Eier, Butter, Milch, Gelatine und Sahne kommen nicht in die Rührschüssel. Da all diese Zutaten jedoch einen wichtigen Beitrag zum Geschmack und der Konsistenz eines Backwerks leisten, müssen sie beim veganen Backen entsprechend ersetzt werden. Denn schließlich wollen Sie auf tierische Lebensmittel verzichten, nicht aber auf den Genuss.

Wie ersetze ich Eier?

Eier sind ein ganz wesentlicher Bestandteil von konventionell gebackenen Kuchen. Natürlich stellt sich für Veganer deshalb zuerst die Frage, wie sich die kleinen ovalen Tierprodukte am besten durch pflanzliche Zutaten ersetzen lassen. Um diese Frage zu klären, sollten Sie sich zunächst an die Basis Ihres Backprojektes begeben – den Teig.

Viele Teige, wie Mürbteig, Strudel- oder Hefeteig, kommen bereits von vornherein ohne Eier aus, womit sich das Problem bereits erledigt hat. Und auch wenn laut Rezept ein oder zwei Eier erforderlich sind, lassen sich diese bei den genannten Teigsorten in den meisten Fällen einfach weglassen. Wenn mehr Eier erforderlich sind, können Sie entweder auf Ei-Ersatz-Pulver zurückgreifen oder Sie ersetzen je ein Ei durch etwas Apfelmus oder eine halbe zerdrückte, sehr reife Banane.

Sowohl Bananen als auch Apfelmus eignen sich jedoch nur dann als Ei-Alternative, wenn Sie weniger als vier Eier ersetzen wollen. Denn andernfalls kommt der Eigenschmack des Obstes zu stark durch. Bei der Zugabe von Apfelmus sollten Sie außerdem die Konsistenz Ihres Teiges im Blick behalten. Eventuell müssen Sie die Menge der Flüssigkeiten etwas reduzieren, damit der Teig nicht zu flüssig wird.

Vegane Alternativen zu Kuhmilch und Sahne

Milch ist ein Grundbestandteil in vielen Backrezepten. Wer keine Kuhmilch verwenden möchte, kann zum Beispiel auf Mandelmilch zurückgreifen. Ihre dezente Mandelnote verleiht Gebäck einen ganz besonderen, süßlichen Geschmack. Passen Sie jedoch auf, dass das Ganze nicht zu süß wird und verfahren Sie im Zweifel lieber nach dem Prinzip „weniger ist mehr“. Eine weitere gute Alternative zur Kuhmilch ist Reismilch, die dank ihres vergleichsweise neutralen Geschmacks universell einsetzbar ist. Sojamilch sollten Sie nicht unbedingt verwenden, da viele Menschen die doch sehr spezielle Eigennote der veganen Milch nur bedingt mögen. Ähnlich verhält es sich mit Sahne. Hier sind Hafer-, Mandel-, Dinkel- oder Reissahne – sowie je nach Geschmack auch Sojasahne – gut geeignete vegane Alternativen.

Backen ohne Butter

Butter lässt sich beim veganen Backen zum Beispiel durch rein pflanzliche Margarine ersetzen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Margarine weder Joghurt noch Molke enthält. Alternativ können Sie auch ein Pflanzenöl verwenden, das keinen allzu starken Eigengeschmack hat.

Agar statt Gelatine

Als Ersatz für Gelatine wird häufig Agar (auch Agar Agar genannt) verwendet. Das aus Rotalgen hergestellte Geliermittel ist nicht nur vegan, sondern auch effektiver als konventionelle Gelatine. Denn für denselben Effekt wird deutlich weniger Agar als Gelatine benötigt.

Vegane Alternativen zu Industriezucker

Viele Veganer meiden „normalen“ Zucker. Zwar wird dieser aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr hergestellt, häufig kommt bei der Herstellung jedoch auch Tierkohle zum Einsatz. Vegane Alternativen sind zum Beispiel Zuckerrübensirup, Kokosblütenzucker, Reissirup oder Agavendicksaft. Beachten Sie bei der Verwendung nur, dass die einzelnen Produkte unterschiedlich stark süßen. Also lieber etwas nachsüßen, bevor das Gebäck am Ende viel zu süß wird.

Unser Tipp für veganes Backen

Vermengen Sie die trockenen und feuchten Zutaten immer erst getrennt voneinander, bevor Sie alles zusammengeben. Andernfalls könnte der Teig sehr fest werden, da das Backpulver schon frühzeitig anfängt zu arbeiten.

Tolle Rezepte für veganes Backen

Sie sind auf den Geschmack gekommen und möchten gerne vegan backen? Dann haben wir die richtigen Rezepte für Sie. Ob Brot, Kuchen, Waffeln oder Plätzchen: Wir zeigen Ihnen, wie Sie schnell und einfach die leckersten Gerichte zubereiten – und das ganz ohne tierische Lebensmittel.

Vegane Plätzchen
Vegane Zimtwaffeln
Veganer Tofukuchen
Veganes Dinkel-Nussbrot
Vegane Vanillekipferl

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