Backpannen und Backfehler adieu – Tipps und Tricks für gelungene Backwerke

Beim Backen kann schon mal etwas schief gehen. Aber es gibt für (fast) alle Backpannen, Teigprobleme oder wenn sich Zutaten wie Zuckerguss und Schokolade sträuben eine Lösung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Backpannen vermeiden und Backfehler wieder ausbügeln können. Mit unseren Tricks retten Sie Ihren Kuchen, ohne dass die Gäste es bemerken. Denn meistens sieht es schlimmer aus, als es ist. Zusätzlich geben wir Ihnen Tipps und Rezeptideen für übrig gebliebene Zutaten beim Backen.

Hilfe bei Backpannen –  so retten Sie Ihren Kuchen und Co.

Zu trockener Kuchen, brüchiger Mürbeteig oder klebriger Rührteig – beim Backen können verschiedene Probleme auftreten. Mit unseren Tipps können Sie kleine und größere Fehler unkompliziert beheben. Von A wie angebrannt bis K wie klebrig.

1. Was tun, wenn der Kuchen zu trocken ist?

Ist Ihr Kuchen nach dem Backen zu trocken? Kein Problem, stechen Sie einfach mit einem Holzstäbchen mehrere Löcher in den Kuchen und beträufeln ihn mit etwas Likör oder Kaffee. Wenn Kinder mitessen, verwenden Sie Orangensaft oder anderen Fruchtsaft. Lassen Sie die Flüssigkeit ungefähr eine Stunde einwirken. Reichen Sie Schlagsahne zum Kuchen und Sie haben im Nu eine saftige Kuchenkreation.

2. Was tun, wenn der Mürbeteig brüchig ist?

Zu lange gekneteter Mürbeteig wird häufig brüchig. Versuchen Sie es  mit etwas Butter, die Sie während des Knetens hinzufügen. Durch den höheren Fettgehalt kann der Teig doch noch geschmeidig werden. Sollte das nicht helfen, machen Sie aus dem Mürbeteig leckere Streusel, zum Beispiel für einen Crumble. Einfach etwas Mehl und geriebene Nüsse oder Haferflocken hinzufügen und den Teig zwischen den Fingern zerbröseln. Die Streusel einfach in einer Auflaufform über gezuckerte Früchte streuen und etwa 20 Minuten bei 175 °C Umluft im Ofen backen. Auch als Belag für einen Apfelkuchen eignen sich die Mürbeteig-Streusel.

3. Was tun, wenn der Biskuitteig bricht?

Beim Aufrollen ist Ihr Biskuitteig zerbrochen? Die einfachste Methode die Biskuitrolle zu „reparieren“, ist eine Glasur aus Schokolade. Darunter verschwinden die Risse und die Rolle bleibt in Form. Wenn Ihnen ein Biskuitboden für eine Torte in der Mitte zerbrochen ist, können Sie die Teile vorsichtig mit Eiweiß wieder zusammenkleben. Vor der Weiterverarbeitung gut trocknen lassen. Zerbrochene Teigstücken eignen sich auch für ein saftiges Tiramisu oder andere Desserts.

4. Was tun, wenn die Buttercreme gerinnt?

Buttercreme sollte schön cremig sein. Wenn Zutaten mit unterschiedlicher Temperatur zur Herstellung von Buttercreme verwendet werden, kann es aber vorkommen, dass die Creme gerinnt. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, dass alle Bestandteile die gleiche (Zimmer-)Temperatur haben. Die Butter sollte zunächst lange cremig gerührt werden, bevor die anderen Zutaten zugefügt werden. Sollte das Malheur schon passiert sein, können Sie die Creme über einem heißen Wasserbad weiter aufschlagen. Durch die Wärme kann die Buttercreme häufig noch gerettet werden. Oder Sie rühren etwa 50g Kokosfett unter, damit sie wieder cremiger wird. Die Creme vor der Weiterverarbeitung kühl stellen.

5. Was tun, wenn sich die Glasur löst?

Der süße Zuckerguss oder die schokoladige Glasur möchte auf Ihrem Kuchen nicht haften? Wenn Sie das Backwerk vorher rundherum mit Marmelade bestreichen und dann erst die Glasur auftragen, gleichen Sie nicht nur Unebenheiten aus, sondern erhalten auch eine gleichmäßig haftende Glasur.

6. Was tun, wenn sich das Backpapier nicht vom Kuchen lösen lässt?

Ihr fertig gebackener Kuchenteig klebt am Backpapier fest und lässt sich nicht lösen? Versuchen Sie es mit einem feuchten Tuch. Drehen Sie den Kuchen mitsamt der Form um und legen ein feuchtes Tuch auf das Backpapier. Nach einigen Sekunden vorsichtig das Papier vom Teig ablösen. Diese Methode funktioniert allerdings nur bei robusten und stabilen Kuchen. Für alle anderen Backwerke verwenden Sie einen Tortenheber und lösen den Kuchen nach und nach vom Backpapier. Vorbeugend können Sie  vor dem Backvorgang das Backpapier mit Butter einreiben.

7. Was tun, wenn der Kuchen angebrannt ist?

Angebrannter Teig wirkt sich nicht nur auf die Optik, sondern auch auf den Geschmack aus. Daher sollten Sie die angebrannten Stellen großzügig mit einem scharfen Messer abschneiden oder mit einer Küchenreibe sorgfältig abreiben. Die Unebenheiten können Sie mit Marmelade auffüllen und den Kuchen zum Beispiel mit Schokoladenglasur oder Schlagsahne überziehen.

8. Was tun, wenn der Kuchen sich nicht aus der Form stürzen lässt?

Der Kuchen hält sich hartnäckig in der Tortenform? Nehmen Sie ein scharfes Messer und versuchen Sie vorsichtig den Rand von der Form zu lösen. Drehen Sie die Form um und klopfen Sie leicht auf den Tortenboden. Sollte das nicht funktionieren, nehmen Sie ein nasses, eiskaltes Küchentuch und legen es auf den Boden der Kuchenform. Durch die Kälte löst sich der Kuchen leicht aus der Form.

9. Was tun, wenn der Rührkuchen nicht durchgebacken ist?

Die Backzeit ist um, aber die Kuchenmitte ist noch matschig? Einfach weiterbacken funktioniert nicht, denn sonst verbrennt der ganze Kuchen. Höhlen Sie das Innere des Kuchens aus und füllen Sie ihn. Als Füllung eignen sich Schlagsahne, Buttercreme, Marmelade oder Obst. Danach glasieren Sie den Kuchen und fertig ist ein einwandfreies und leckeres Backwerk.

Die 10 häufigsten Fehler beim Backen

Beim Backen ist vor allem Sorgfalt und genaues Einhalten der Mengenangaben wichtig. Ihr Backversuch hat nicht geklappt? Wir haben die 10 häufigsten Backfehler zusammengestellt und erklären Ihnen, woran das liegen könnte und wie Ihr Backwerk beim nächsten Mal garantiert gelingt.

1. Fehler: Das Rezept nicht genau lesen

Für einen gelungenen Kuchen ist es wichtig, das Rezept genau zu lesen – vom Anfang bis zum Ende. Sind alle Zutaten vorhanden? Stehen alle benötigten Utensilien, wie Rührschüssel, Kuchenform etc. parat? Braucht der Teig Zeit zum Kühlen oder Aufgehen? Ist das Rezept zu kompliziert? Wenn alles passt, können Sie loslegen.

2. Fehler: Zutaten nicht genau abmessen

Beim Backen hat Präzision oberste Priorität. Alle Zutaten sollten genau nach Rezept abgewogen und nicht nach Gefühl hinzugefügt werden. Denn sonst kann der Teig zu bröselig, zu matschig oder zu fest werden.

3. Fehler: Mehl nicht sieben

Durch Sieben wird Mehl besonders fein und dicke Mehlklumpen lösen sich. So können das Mehl und verwendete Flüssigkeiten beim Mischen eine gleichmäßigere Verbindung eingehen. Backpulver können Sie zusammen mit dem Mehl sieben.

4. Fehler: Den Teig zu sehr mixen

Ein zu hoch eingestellter Handmixer oder eine Küchenmaschine erhitzen die einzelnen Zutaten für Kuchen und Co. nicht nur zu stark, sondern „übermixen“ den Teig zusätzlich. Die Folge: Eine zu feste und gummiartige Konsistenz.

5. Fehler: Hefeteig ohne Abdeckung gehen lassen

Hefeteig sollte zum Gehen abgedeckt werden und nicht in der Zugluft stehen, denn er mag es nicht gerne kalt. Am besten Sie decken die Schüssel mit einem Küchentuch ab und stellen sie an einen warmen Ort. Dort kann der Teig in Ruhe arbeiten und mindestens doppelt so groß werden.

6. Fehler: Die Backform nicht einfetten

Auch wenn Sie eine antihaftbeschichtete Backform verwenden, sollten Sie diese ein wenig einfetten. Denn sonst besteht die Gefahr, dass sich Kuchen, Muffins und Co. nur schwer aus der Form herauslösen lassen und zerbrechen.

7. Fehler: Die falsche Backtemperatur

Jeder Teig hat andere Eigenschaften. Damit alle Backwerke gelingen, ist die richtige Backtemperatur entscheidend. Aber auch jeder Backofen hat verschiedene Eigenschaften. Mit einem Ofenthermometer sind Sie auf der sicheren Seite.

8. Fehler: Die Backofentüre während des Backvorgang öffnen

Der Garvorgang des Backwerkes sollte zwischendurch immer mal wieder kontrolliert werden. Dabei bleibt die Backofentüre jedoch am besten geschlossen. Denn jedes Öffnen verändert die Innentemperatur und kann dazu führen, dass der Kuchen einfällt. Sollten Sie bemerken, dass sich Kuchen oder die Tarte ungleichmäßig bräunen, sollten Sie eine Ausnahme machen und den Kuchen in wenigen regelmäßigen Abständen im Backofen drehen.

9. Fehler: Backwerke nicht ruhen lassen

Ist der Kuchen fertig gebacken, ist die Ungeduld meist groß. Man möchte ihn direkt aus der Form lösen, verzieren und servieren. Nach dem Backen ist jedoch Geduld gefragt. Kuchen sollte mindestens 15 Minuten abkühlen bevor er aus der Form gelöst wird, so kann er sich festigen.

10. Fehler: Backwaren zu lange ruhen lassen

Zu viel Geduld ist nach dem Backen jedoch auch nicht gut. Lassen Sie Muffins oder Kuchen zu lange in der Backform, werden sie durch das entstehende Kondenswasser am Boden mit der Zeit feucht und lassen sich dann auch nicht mehr aus der Form lösen. Am besten das Backwerk nach 15 Minuten aus der Backform lösen und dann auf einem Kuchengitter weiter auskühlen lassen.

Tipps und Rezeptideen für übrig gebliebene Zutaten

Tipps und Rezeptideen für übrig gebliebene Zutaten

Neben den Grundzutaten Mehl und Zucker werden viele weitere Backzutaten für einen leckeren Schokoladenkuchen, eine sahnige Torte oder Plätzchen benötigt. Da passiert es schnell, dass etwas übrig bleibt. Manches lässt sich aufbewahren, anderes nicht. Doch die Reste müssen nicht einfach weggeworfen werden. Wir haben Tipps und Rezeptideen für die Resteverwertung zusammengestellt, mit denen Sie zum Beispiel übrig gebliebenes Eigelb, Eiweiß oder Nüsse lecker weiterverarbeiten können – als süßes Dessert, herzhaften Snack oder vollständige Mahlzeit.

Was tun mit übrig gebliebenem Eigelb?

Sie haben Makronen, Macarons oder Baiser gebacken, für die Sie nur das Eiweiß benötigt haben? Was nun mit den Eigelben? Aufbewahren lassen sie sich nicht. Wir haben einige Ideen für Sie zusammengestellt, mit denen Sie Eigelb lecker verarbeiten können und nicht entsorgen müssen.

Rezeptideen für übriges Eigelb

Was tun mit übrig gebliebenem Eiweiß?

Was tun mit übrig gebliebenem Eiweiß?

Sie haben einen saftigen Schokoladenkuchen zubereitet oder ein anderes Rezept, für das Sie kein ganzes Ei, sondern nur das Eigelb benötigten? Lange lagern lässt es sich nicht. Wir haben einfache Rezeptideen, in denen das übrig gebliebene Eiweiß Verwendung findet. Backen Sie zum Beispiel leckere Makronen oder setzten Sie Ihrer Torte ein Baiser-Häubchen auf.

Rezeptideen für übriges Eiweiß

Was tun mit übrig gebliebenen Nüssen?

Was tun mit übrig gebliebenen Nüssen?

Sie haben Nussecken, nussige Plätzchen oder einen Nusskuchen gebacken und trotzdem noch Haselnüsse, Mandeln, Cashew-Kerne oder Walnüsse übrig? Damit sie nicht im Schrank vergessen werden und beim nächsten Backen nicht mehr genießbar sind, verwerten Sie diese doch in Ihrem nächsten Mittag- oder Abendessen. Gebratenes Gemüse und Salat mit kerniger Beilage oder Saucen mit nussiger Note schmecken besonders lecker. Probieren Sie unsere Rezeptideen mit gehackten Haselnüsse, Mandelblättchen und Co. aus.

Rezeptideen für übrige Nüsse

Cashew-Kerne:

Walnüsse:

Haselnüsse:

Mandeln:

Tipp für Restezutaten

Sie haben noch mehr Reste vom Backen übrig? Bereiten Sie daraus doch einen leckeren Restekuchen zu. Das geht ganz einfach.

Zutaten:

  • 2 Tassen Mehl (Vollkorn- oder Weizenmehl)
  • 1 Tasse Zucker (weißer oder brauner Zucker)
  • 1 Tasse Öl oder geschmolzene Butter
  • 1 Päckchen Backpulver
  • weitere Zutaten: Nüsse, Früchte, Rosinen, Plätzchenreste, Schoko-Nikolaus oder -Osterhase etc.

Rezeptanleitung Restekuchen

  1. Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine vermengen.
  2. Danach den Teig mit beliebigen „Resten“ verfeinern. Streuen Sie gehackte Mandeln oder gemahlene Haselnüsse ein. Verfeinern Sie den Teig mit Rosinen oder kandierten Früchten. Auch ein gehackter Schoko-Nikolaus oder -Osterhase eignet sich. Plätzchenreste können ebenso zerkrümelt und zugegeben werden. Für die Resteverwertung eignet sich fast alles. Bei trockenen Zutaten sollten Sie eventuell etwas Milch zufügen, damit der Teig nicht zu zäh wird.
  3. Den Teig in eine Spring- oder Kastenform geben und etwa 30 Minuten bei 160 °C Umluft backen.
  4. Wer mag, kann den fertig gebackenen Kuchen noch mit Restezutaten verzieren.

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