Das ALDI SÜD Nachhaltigkeitsglossar

Unser Nachhaltigkeitsglossar gibt einen komprimierten Überblick über unser Engagement und erklärt die wichtigsten Fachbegriffe rund um das Thema nachhaltiges Handeln – von A wie Aquakultur bis Z wie Zertifizierung.

 



AQUAKULTUR

Aquakultur meint die kontrollierte Produktion bzw. Aufzucht von Wassertieren und -organismen wie Fischen, Muscheln, Krebstieren oder Algen. Ein Teilbereich ist die Fischzucht. Aquakultur dient größtenteils der Nahrungsmittelproduktion. Durch sie soll gewährleistet werden, dass die Ökosysteme im Gleichgewicht bleiben und der steigende Bedarf an Fisch und Meerestieren gedeckt werden kann. Bei ALDI SÜD sind Produkte aus Aquakulturen mit dem ASC-Siegel, dem GlobalGAP-Siegel oder dem EU-Bio Siegel gekennzeichnet.

 



ARBEITSBEDINGUNGEN

Die Arbeitsbedingungen umfassen alle wesentlichen Bedingungen eines Arbeitsverhältnisses wie Arbeitsort und -zeiten, die Höhe und den Zeitpunkt der Bezahlung, Kündigungsfristen und Urlaubstage. Diese Arbeitsbedingungen fallen in unterschiedlichen Ländern sehr unterschiedlich aus. ALDI SÜD engagiert sich mit verschiedenen Projekten und Maßnahmen für fairere, gerechtere Arbeitsbedingungen entlang der verschiedenen Lieferketten.

 



ARTENVIELFALT

Die Artenvielfalt umfasst die Anzahl pflanzlicher und tierischer Arten innerhalb eines klar begrenzten Lebensraumes. Das kann ein Biotop sein, ein Gebirge oder ein Wald. Diese Arten hängen miteinander zusammen. Lebensräume verändern sich, wenn einzelne Arten aussterben, deshalb ist der Schutz sämtlicher Arten so wichtig für unsere Umwelt. Gut zu wissen: Die Artenvielfalt ist nur ein Teilbereich der Biodiversität (s. “B - Biodiversität" ↓), die beiden Begriffe sind also nicht gleichzusetzen. ALDI SÜD setzt sich für die Erhaltung der Artenvielfalt ein.

 



ASC-SIEGEL (Aquacultur Stewardship Council)

Das ASC-Siegel kennzeichnet gezüchteten Fisch und Meeresfrüchte, die aus einer umweltverträglichen und sozial verantwortungsvollen Aquakultur stammen. Zertifizierte Zuchtbetriebe achten auf Fischgesundheit und gute Wasserqualität, sie verwenden Futter, das nicht zur weiteren Überfischung der Meere beiträgt, und schützen die Natur vor Ort. Sie bieten Ihren Mitarbeitern gute und sichere Arbeitsbedingungen. ASC-gelabelte Produkte sind außerdem lückenlos rückverfolgbar. Weltweit werden jährlich rund zwei Millionen Tonnen Fisch nach den ASC-Standards gezüchtet, darunter Austern und Muscheln, Seesaibling, Pangasius, Lachs, Garnelen und Forellen. Viele der ALDI SÜD Fischprodukte sind mit dem ASC-Siegel gekennzeichnet.

 



AUFFORSTUNG

Das Ziel der Aufforstung ist die Bewaldung eines bestimmten Gebiets. Das kann durch das Anpflanzen von Bäumen oder die Aussaat von Samen geschehen. Die Aufforstung hat vor allem zwei Schwerpunkte: Sie hilft einerseits, Lebensräume wiederherzustellen und damit zur Artenvielfalt (s. “A - Artenvielfalt" ↑) und Biodiversität (s. “B - Biodiversität" ↓) beizutragen. Zum anderen hilft sie, das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen. ALDI SÜD ist im Rahmen von Klimaschutzprojekten an Wiederaufforstungen weltweit beteiligt.

 

 



BEIFANG

Als Beifang werden Tiere bezeichnet, die unbeabsichtigt in Fischernetzen landen. Beifang lässt sich in den meisten Fällen nicht vollständig vermeiden, aber mit dem richtigen Management und angepassten Netzen auf ein Minimum reduzieren. Der Beifang fällt je nach Fischerei sehr unterschiedlich aus. ALDI SÜD setzt sich gegen Beifang in den eigenen Lieferketten ein und verkauft zum Großteil MSC zertifizierten Fisch aus Wildfang. Im Rahmen einer MSC-Zertifizierung wird die Höhe und die Zusammensetzung des Beifangs und auch der Umgang mit dem Beifang untersucht, um zu beurteilen, ob die Fischerei nachhaltig arbeitet.

 



BIO

Kurz gesagt: Bio ist gut für die Umwelt und somit auch gut für den Menschen. Damit Lebensmittel Bio-Lebensmittel als „bio(logisch)“ oder „öko(logisch)“ bezeichnet werden dürfen, müssen sie die Rechtsvorschriften der EU für Bio-Landbau, die EU-Öko-Verordnung, erfüllen. Darin sind unterschiedlichste Richtlinien für beispielsweise den Pflanzenbau oder die Tierhaltung vorgegeben, die unter anderem das Futter, den Bewegungsraum für Tiere oder den Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmittel betreffen. Auch weiterverarbeitete Bio-Produkte müssen diesen Anforderungen entsprechen. Allerding dürfen Bio-Hersteller unter bestimmten Bedingungen maximal fünf Prozent an Zutaten aus konventioneller Herstellung verwenden, wenn diese nicht in öklogischer Qualität vorhanden sind. Bio-Produkte, die nach der EU-Öko-Verordnung hergestellt wurden, tragen das EU-Bio-Logo in Blattform. Dies trifft natürlich auch auf alle Bio-Produkte bei ALDI SÜD zu – die meisten Bio-Produkte bei ALDI SÜD tragen zusätzlich noch das deutsche Bio-Siegel.

 



BIODIVERSITÄT

Biodiversität ist das auf der Erde existierende Leben in seiner gesamten Vielfalt und mit all seinen Wechselwirkungen. Sie lässt sich in drei Ebenen unterteilen: die Vielfalt der Gene, der Arten und der Lebensräume. Die drei Ebenen der Biodiversität sind eng miteinander verknüpft. Zum Überleben benötigen Arten geeignete Lebensräume. Innerhalb der Arten ist eine ausreichende genetische Variabilität von großer Relevanz. Die weltweite Abnahme der Biodiversität, etwa der Rückgang von Arten oder sinkende Populationsgrößen, u.a. bedingt durch Klimawandel, intensive Landwirtschaft, Überfischung und Waldrodung, stellt ein globales Problem dar.

 



BIOLOGISCH ABBAUBAR

Ein Material ist dann biologisch abbaubar, wenn es Mikroorganismen, wie etwa Bakterien, zersetzen können, und beim Abbau nichts als CO2 (Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff) und Wasser hinterlassen. Das geschieht auf unterschiedliche Weise, je nachdem, ob der Stoff an der Luft liegt oder keiner Sauerstoffzufuhr ausgesetzt ist. Auch wie lange es dauert, kann sehr unterschiedlich sein – so kann es viele Jahre in Anspruch nehmen, bis sich eine biologisch abbaubare Plastiktüte zersetzt hat. Im Rahmen der ALDI Verpackungsmission werden stetig nachhaltige Verpackungsalternativen geprüft.

 



BLAUER ENGEL

Der Blaue Engel ist ein Siegel der Bundesregierung. Es wird bereits seit 40 Jahren vergeben und kennzeichnet mehr als 12.000 Produkte und Dienstleistungen. Das sind beispielsweise Lacke und Farben, Haushaltsgeräte oder Küchenpapier. Der Blaue Engel garantiert hohe Standards zum Schutz der Umwelt, die vom Umweltbundesamt festgelegt werden. Die ausgezeichneten Waren sollen die Umwelt weniger belasten als vergleichbare Produkte und möglichst langlebig sein. ALDI SÜD bietet viele Produkte mit dem Siegel im Sortiment oder als Aktionsware an. Besonders häufig sind Holz- bzw. Papierprodukte bei ALDI SÜD mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.

 

 



CORPORATE RESPONSIBILITY (CR)

Unter Corporate Responsibility versteht man die Verantwortung eines Unternehmens in einem umfassenden Sinne. Die Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeitern ist ebenso Teil der CR wie die Verantwortung entlang der Lieferketten oder gegenüber der Umwelt. Auch die Verantwortung für das wirtschaftliche Umfeld und natürlich den Kunden gegenüber gehören zu dieser Selbstverpflichtung. Ein weiterer Begriff, der ähnlich verwendet wird, ist die Corporate Social Responsibility (CSR). Hierunter ist vor allem die gesellschaftliche Verantwortung (s. “G - gesellschaftliches Engagement" ↓) von Unternehmen zu verstehen. ALDI SÜD hat klare CR-Vorgaben, die die Unternehmenskultur prägen.

 



CO2-AUSGLEICH

Mit einem CO2-Ausgleich lassen sich Treibhausgase kompensieren. Ein bekanntes Beispiel ist das Reisen: Über einen Anbieter für CO2-Kompensation errechnet man die Menge an freigesetzten Emissionen (s. “E - Emissionen" ↓). Dann erwirbt man Ausgleichszertifikate, die bestätigen, dass durch zertifizierte Klimaschutzprojekte die gleiche Menge CO2 gebunden wird. Der CO2-Ausgleich ist für Unternehmen wie Privatpersonen gleichermaßen sinnvoll, bleibt aber immer die letzte Option. Besser ist es, Emissionen ganz zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren. ALDI SÜD handelt durch die Vermeidung und Reduzierung von Emissionen sowie den Ausgleich des verbleibenden CO2-Ausstoßes klimaneutral.

 



CO2-FUSSABDRUCK

Der CO2-Fußabdruck zeigt, wie klimaschädlich einzelne Verbraucher leben oder Unternehmen handeln. Ein kleiner CO2-Fußabruck weist auf ein klimafreundliches Verhalten hin, ein großer hingegen auf eher klimaschädliche Handlungen. Die Kriterien hierfür sind der Verbrauch von Strom und Heizung, das Konsum- und Essverhalten und natürlich die Transportmittel. Zwischen ein und zwei Tonnen CO2 dürfte jeder Mensch im Jahr verursachen, um den Treibhauseffekt nicht zu verstärken. Die tatsächliche Emission liegt oft weitaus höher: In Deutschland etwa sind es über 11 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr*. ALDI SÜD ist Mitglied der Klima-Allianz und arbeitet kontinuierlich an der Verringerung seines CO2-Ausstoßes als Unternehmen.

*Quellen: Atmosfair & Umweltbundesamt

 

 



DETOX COMMITMENT

Das Detox Commitment wurde 2011 von Greenpeace ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Belastung von Mensch und Umwelt durch chemikalienhaltige Produktionsprozesse in der Textil- und Schuhindustrie zu reduzieren und einen verantwortungsvollen Konsum zu untersützen. Mit dem Detox Commitment haben sich insgesamt 80 globale Modemarken und Händler verpflichtet, umwelt- und gesundheitsgefährlichen Chemikalien aus der Produktion auszuschließen und weitere Schadstoffe zu verringern bzw. durch umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen. ALDI SÜD unterstützt das Detox-Commitment seit 2015 und hat bereits viel erreicht.

 



DIVERSITÄT

Mit dem Begriff Diversität, auch Vielfalt genannt, werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Menschen beschrieben. Darunter können Aspekte wie das Geschlecht oder die geschlechtliche Identität, das Alter, die ethnische Herkunft und Nationalitität, die sexuelle Orientierung, körperliche und geistige Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, soziale Herkunft, aber auch alle anderen Eigenschaften oder Merkmale fallen, die Menschen gemeinsam haben oder in denen sie unterschiedlich sind. ALDI SÜD versteht diese Vielfalt als Stärke und begegnet seinen diversen Teams in jeder Hinsicht mit Verständnis, Respekt und Wertschätzung.

 



DOWNCYCLING

Beim Downcycling wird Müll wiederverwertet, es ist also eine Form des Recyclings. Bei dem Verarbeitungsprozess kommt es allerdings zu einem Qualitätsverlust, besonders wenn ein Material häufiger wiederverwertet wird. Ein Beispiel ist die Papierverarbeitung, bei der sich die Qualität verringert, da die Papierfasern kürzer und brüchiger werden. Gleiches gilt beim Recycling von Plastik, durch das die Kunststoffmoleküle brüchig werden. Auch wenn der Kreislauf des Downcycling durch die Qualitätseinbußen irgendwann endet, ist es eine sinnvolle Methode, die viele Ressourcen (s. “R - Ressourcen" ↓) schont.

 

 



EINWEGSYSTEM

Die Unterscheidung zwischen Einweg und Mehrweg ist nicht immer einfach. Die meisten Abfüller kennzeichnen Einwegverpackungen mit dem Zeichen der Deutschen Pfandgesellschaft Gmbh (DPG) und einem Strichcode. Obwohl Mehrweggebinde in der Theorie der Abfallhierarchie grundsätzlich zu priorisieren sind, haben sich Einweggebinde unter ökologischen Gesichtspunkten in Bezug auf Materialgewicht und Rezyklateinsatz in den letzten Jahren deutlich verbessert. PET-Einwegflaschen sind durch das flächendeckende funktionierende Rückgabesystem im Handel keine „Wegwerfverpackungen“ mehr, sondern Wertstoffe. Bei ALDI SÜD werden alle vom Verbraucher zurückgebrachten PET-Einwegflaschen einer werkstofflichen Wiederverwertung zugeführt. Die Rohstoffe werden vielfach in einem bottle-to-bottle-Kreislauf als rPET-Material in der Neuflaschenproduktion eingesetzt.

 



ELEKTROLADESTATION

An einer E-Ladestation werden Elektroautos mit Strom versorgt. Alternative Begriffe sind Ladestation oder Ladesäule. Es gibt eine Vielzahl von Ladestationen unterschiedlichster Betreiber. Vereinzelt sind sie kostenlos, meist aber kostenpflichtig, es wird eine spezielle Ladekarte oder eine App benötigt. Damit E-Mobilität wirklich umweltfreundlich ist, werden die Ladestationen häufig mit Ökostrom betrieben. Das trifft auch auf die E-Ladesäulen zu, mit denen bereits viele ALDI SÜD Filialen ausgestattet sind. Weitere E-Ladestationen bei ALDI SÜD kommen ständig hinzu. Mit dem Ausbau dieses Angebots wird die E-Mobilität in Deutschland vom Unternehmen aktiv unterstützt.

 



EMISSIONEN

Emissionen sind unterschiedlichste Stoffe, die als Störfaktoren in die Umwelt gelangen. Dabei werden die von Menschen verursachten Emissionen von natürlichen Emissionen unterschieden. Die vom Menschen verursachten Emissionen umfassen etwa Autoabgase, Schornsteinrauch, Chemikalien, Straßenlärm, Lichtverschmutzung und viele andere mehr. Aber auch natürliche Prozesse können zu Emissionen führen, so verursachen Sümpfe Methan, Vulkane Schwefeldioxid und Gesteine Schwermetalle. Ein Hauptziel des Umweltschutzes ist es, schädliche Emissionen soweit es geht, einzudämmen – oder gleich zu vermeiden. ALDI SÜD bemüht sich darum, Emissionen, die entlang der Lieferketten von Waren entstehen, zu reduzieren.

 



ENERGIEWENDE

Die Energiewende bedeutet die Abkehr von den herkömmlichen Strom- und Wärmeerzeugern wie Kohle- und Atomkraft. Das Ziel ist die Umstellung auf saubere, nachhaltige Energien wie Wind, Sonne oder Biomasse. Biomasse ist hierbei der Sammelbegriff für Stoffe organischer Herkunft. Der Übergang von konventionellen zu erneuerbaren Energien läuft bereits in vielen Ländern. In Deutschland stammt bereits 45 % des Stroms aus erneuerbaren Energien. Verschiedene Studien zeigen, dass die Kosten von erneuerbaren Energien gleich oder sogar unter denen von konventionellen Energiesystemen – den Methoden, die auf fossilen Energieträgern basieren – liegen. ALDI SÜD unterstützt die Energiewende durch die Erzeugung von Solarstrom, die Nutzung von Grünstrom aus Wasserkraft und die Bereitstellung von Grüner Energie für ALDI Stromkunden.

 



ENTWALDUNG

Entwaldung bedeutet die Abholzung von Wäldern. Dies kann gezielt zur Holzgewinnung, für die Landwirtschaft oder zur Gewinnung von Rohstoffen geschehen. Aber auch Waldbrände können große Baumbestände zerstören. Die Wälder dieser Welt sind Haupt-Lebensgrundlage vieler Tierarten und wichtige Wasserspeicher. Die Entwaldung bedeutet einen immensen Schaden für die Umwelt, da es zu verstärkten Kohlendioxid-Emissionen (s. “E - Emissionen" ↑) kommt. Außerdem nehmen Wärme und Trockenheit zu, was wiederum die Gefahr für weitere Brände erhöht.

 



ERNEUERBARE ENERGIEN

Mit erneuerbaren Energien sind die Energiequellen gemeint, die unerschöpflich vorhanden sind, also Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft. Auch die Bioenergie zählt dazu, da sich Biomasse wie Holz relativ schnell erneuert. Im Gegensatz dazu sind konventionelle fossile und nukleare Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Uran nicht erneuerbar und die fossilen Energieträger in absehbarer Zeit erschöpft – Wissenschaftler gehen von einer Zeitspanne von 50 bis 130 Jahren aus. Das Hauptargument für erneuerbare Energien ist jedoch, dass sie deutlich weniger Treibhausgase abgeben und damit keine Gefahr für die Umwelt darstellen.

 



EU-BIO-LOGO/-ZERTIFIZIERUNG

Sterne in Blattform auf grünem Grund – das ist das EU-Bio-Logo. Es kennzeichnet alle vorverpackten Bio-Lebensmittel, die nach den Anforderungen der EU-Öko-Verordnung hergestellt und kontrolliert wurden. Es garantiert die Einhaltung der Standards der europäischen Öko-Verordnung, darunter unter anderem artgerechtere Tierhaltung, Verzicht auf chemische und synthetische Düngemittel und Gentechnikfreiheit. Auch die Codenummer der zuständigen Öko-Kontrollstelle muss gut sichtbar angegeben werden. Unverpackte Bio-Produkte können das EU-Bio-Logo auf freiwilliger Basis tragen. Alle Bio-Artikel, die ALDI SÜD jährlich im Sortiment und als Aktions-Artikel anbietet, sind mit dem EU-Bio-Logo und größtenteils zusätzlich mit dem deutschen Bio-Siegel, gekennzeichnet.

 

 



FAIRTRADE

Fairtrade ist ein anerkanntes Siegel der Organisation Fairtrade Deutschland. Es hat das Ziel, den internationalen Handel gerechter zu machen und das Leben der an der Produktion beteiligten Menschen zu verbessern. Das Siegel kennzeichnet Waren aus Afrika, Asien und Lateinamerika, bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. So erhalten Fairtrade-Produzenten beispielsweise einen garantierten Mindestpreis sowie eine zusätzliche Fairtrade Prämie für Gemeinschaftsprojekte wie den Bau von Schulen. Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen bringt eine Fairtrade-Zertifizierung gesicherte Arbeitsrechte und geregelte Arbeitsbedingungen. Der Anbau der Produkte muss zudem umweltschonend erfolgen. ALDI SÜD ist einer der wichtigsten Partner von Fairtrade Deutschland und beteiligt sich an Fairtrade-Projekten weltweit.

 



FAIR & GUT

Die gemeinsame Tierwohl-Eigenmarke von ALDI SÜD und ALDI Nord FAIR & GUT vereint mehrere bekannte Tierwohl-Labels wie NEULAND oder das Siegel vom Deutschen Tierschutzbund „Für Mehr Tierschutz“ unter einem Dach. Die Eigenmarke steht für Haltungsbedingungen, die über den gesetzlichen Vorgaben liegen und bietet eine zusätzliche Alternative zwischen konventionellen und Bio-Lebensmitteln. Unter anderem sieht sie vor, dass den Tieren mehr Platz und Zugang zu frischer Luft gewährleistet wird. Zu den FAIR & GUT Produkten, die bei ALDI SÜD angeboten werden, gehören Schweinefleisch-, Geflügel-, Milch- und Molkereiprodukte sowie Eier aus der Region.

 



FISCHBESTAND

Von Fischbestand wird gesprochen, sobald eine bestimmte Fischart oder mehrere in einem Gebiet vorkommende Fischarten genauer betrachtet werden. Von einer Bedrohung des Fischbestandes ist die Rede, wenn das Vorkommen einer normalerweise in der Region beheimateten Fischart stark rückläufig ist. ALDI SÜD setzt sich durch den Verkauf von Fischprodukten aus nachhaltigen Quellen für den Erhalt von Fischbeständen ein.

 



FLEXITARISCH

Viele Menschen ernähren sich flexitarisch, doch die wenigsten kennen den Begriff. Flexitarier ernähren sich hauptsächlich vegetarisch oder vegan und essen selten Fleisch oder Fisch. Dabei möchten sie nicht völlig auf Fleisch oder Fisch verzichten, weshalb sie gelegentlich zu qualitativ hochwertigeren Produkten greifen. ALDI SÜD unterstützt dies mit einem vielfältigen Angebot.

 



FOODWASTE

Foodwaste oder Lebensmittelverschwendung stellt vor allem in Industriestaaten ein großes Problem dar. Allein in Deutschland landen jährlich rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Food Waste entsteht an unterschiedlichsten Stellen: Unter anderem in der Landwirtschaft aufgrund von Überangebot oder durch das Aussortieren von unförmiger Ware, in Restaurants durch die Entsorgung von Büffetüberschüssen oder im Handel, sobald Produkte ablaufen und nicht mehr verkauft oder gespendet werden können. Die größte Teil der Lebensmittelverschwendung findet mit 52 Prozent (6,1 Mio. Tonnen) in privaten Haushalten statt. Dort landen neben übrig gebliebenen Speiseresten zum Beispiel auch Nuss- und Obstschalen sowie Knochen im Müll. Jeder Verbraucher und jede Verbraucherin wirft demnach etwa 75 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg. Die Vereinten Nationen haben in ihren Nachhaltigkeitszielen festgelegt, dass Food Waste bis 2030 um die Hälfte rezuziert werden sollte. ALDI SÜD unterstützt dieses Ziel mit konkreten Maßnahmen.

 



FOSSILE BRENNSTOFFE

Braun- und Steinkohle, Erdöl und Erdgas werden als fossile Brennstoffe bezeichnet. Sie bestehen aus Biomasse wie Pflanzen und Tieren, die vor Millionen von Jahren abgestorben sind, und nun tief unter der Erdoberfläche liegen. Die Energie entsteht durch die Verbrennung – ein Vorgang, der viel Kohlendioxid freisetzt. Auch das radioaktive Uran wird zu den fossilen Energien gezählt, da es ebenso wie die anderen fossilen Brennstoffe nicht erneuerbar ist. Allerdings besteht Uran nicht aus Biomasse, sondern aus Schwermetall. ALDI SÜD setzt sich entlang der Lieferkette und in Klimaschutzprojekten für den Verzicht auf fossile Brennstoffe ein.

 



FOTOVOLTAIK

Fotovoltaik, auch Photovoltaik, ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie durch Solarzellen. Seit Ende der 1950er Jahre wird Photovoltaik in der Raumfahrt genutzt, heute kommt sie zunehmend auf der Erde zum Einsatz. Große Solarzellen auf Dächern oder auf Freiflächenanlagen fangen die Lichtenergie ein und wandeln sie in elektrische Energie um. Die kommt entweder im eigenen Haushalt oder Unternehmen zum Einsatz oder wird gegen eine Vergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Auch ein Großteil der ALDI SÜD Filialen ist bereits mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

 



FSC (FOREST STEWARDSHIP COUNCIL)

Das Siegel des FSC steht für nachhaltige Waldwirtschaft. Es kennzeichnet Holz- und Papierprodukte wie Möbel, Spielzeug, Stifte, Bücher oder Baumaterialien, die aus Holz hergestellt wurden, welches aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt. Das internationale Siegel besteht seit 1993, die Kriterien werden regional festgelegt. Sie umfassen u.a. den Schutz indiger Völker sowie niederige Umweltbelastungen, den Erhalt und Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter und die Einhaltung der regionalen Gesetze. In FSC-zertifizierten Wäldern in Deutschland sind zum Beispiel der Einsatz von Pestiziden sowie Kahlschläge verboten. ALDI SÜD hat regelmäßig FSC-zertifizierte Produkte im Angebot.

 



GEFÄHRDETE ARTEN

Fast 37.500 Tier- und Pflanzenarten gelten derzeit laut Weltnaturschutzunion IUCN als bedroht. Das sind mehr als je zuvor. Jährlich sterben viele Arten aus. Die Gründe sind unter anderen Wilderei und Überfischung, Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung, Klimawechsel und die Veränderung der heimischen Flora und Fauna durch eingeschleppte Arten. Wenn Arten aussterben, verändern sich die jeweiligen Ökosysteme – mit teilweise verheerenden Folgen. Viele Tiere und Pflanzen sind voneinander abhängig. ALDI SÜD engagiert sich entlang der Lieferkette für die Artenvielfalt und den Schutz gefährdeter Arten. Aus Gründen des Bienenschutzes hat ALDI SÜD als erster Händler alle Lieferanten dazu verpflichtet, auf bienengefährdende Pflanzenschutzmittel (Neonicotinoide) zu verzichten.

 



GENTECHNIK

Gentechnik bezeichnet das gezielte Eingreifen in das Erbgut von Lebewesen, Mikroorganismen oder Pflanzen, bei dem Erbinformationen verändert werden. Gentechnik kommt bei Pflanzen als grüne Gentechnik, in Medizin und Pharmazeutig als rote Gentechnik, aber auch in der Industrie zum Einsatz und ist umstritten. Gentechnisch veränderte Pflanzen etwa liefern höhere Ernteerträge und sind widerstandsfähiger. Kritiker befürchten jedoch negative Folgen für Umwelt und Gesundheit. Bislang wird die grüne Gentechnik fast ausschließlich bei Baumwolle, Soja, Mais und Raps angewendet. ALDI SÜD bietet seinen Kunden bewusst eine große Bandbreite von pflanzlichen und tierischen Produkten an, die nach den „Ohne GenTechnik“-Kriterien des Verbands Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG) hergestellt sind. Kunden erkennen diese Produkte am Label „Ohne GenTechnik“.

 



GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT

Unternehmen, die ihrer Verantwortung gerecht werden möchten, investieren nicht nur in gute Produkte und einen guten Service, sondern engagieren sich auch für die Gesellschaft. Dies kann in unterschiedlichster Weise erfolgen – etwa als Spende für die örtliche Schule, als Unterstützung einer öffentlichen Veranstaltung. Mitarbeiter, die selbst initiativ werden, etwa durch Blutspende- oder Müllsammelaktionen, werden vom Unternehmen dabei unterstützt. ALDI SÜD engagiert sich besonders stark in der Kinder- und Jugendförderung.

 



GEWÄSSERSCHUTZ

Der Gewässerschutz soll Flüsse, Seen, Meere und das Grundwasser vor Verunreinigung schützen. Dies geschieht beispielsweise durch Abwassergebühren, strenge Vorgaben für die Industrie und gesetzliche Regelungen, die das Wasser vor schädigenden Stoffen schützen sollen. Der Gewässerschutz bewahrt das Grundwasser als Trinkwasserreservoir und dient dem Schutz von Ökosystemen. ALDI SÜD setzt sich insbesondere gegen die Verunreinigung von Gewässern durch Mikroplastik ein und verzichtet bei Eigenmarken, wo immer möglich, auf Produkte, deren Verpackung oder Inhalte Mikroplastik enthalten.

 



GGN-Label (GLOBALG.A.P. NUMMER)

Das GGN Label steht für zertifizierte, verantwortungsvolle und transparente Landwirtschaft und Tierzucht und unterstützt Verbraucher bei Ihrem täglichen Einkauf. Transparenz ist das Herzstück des Labels und verrät mehr über die Herkunft der Lebensmittel und Pflanzen. Die Standards hinter dem GGN Label decken die Bereiche Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Tierschutz, soziale Belange von Arbeitern und Transparenz der Lieferkette ab. Bei ALDI SÜD befinden sich viele Fisch-Produkte aus Aquakultur oder auch Schnittblumen mit dem GGN-Label im Sortiment.

 



GOLD-STANDARD-ZERTIFIZIERUNG

Um den eigenen CO2-Fußabdruck zu verbessern, können Unternehmen mithilfe von CO2-Kompensationsanbietern Emissionen (s. “E - Emissionen" ↑) ausgleichen. Dabei kann in verschiedenste Klimaschutzprojekte investiert werden. Die Kompensationsleistung wird dabei durch Zertifikate bestätigt. Die nach dem Gold Standard zertifizierten Projekte unterliegen besonders hohen Anforderungen, genauen Kontrollen und hohen Qualitätsanforderungen. Sie sparen nicht nur CO2, sondern tragen auch zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort bei. ALDI SÜD gleicht bislang nicht vermeidbare Emissionen beispielsweise durch Klimaprojekte in Brasililen, Indien, Ghana, Uganda, Kambodscha und auf den Philippinen aus.

 



GRÜNER KNOPF

Der „Grüner Knopf“ ist ein deutsches, staatliches Siegel, das nachhaltig hergestellte Textilien kennzeichnet. Das Siegel wird ausschließlich vergeben, wenn bei der Produktion hohe soziale und ökologische Standards eingehalten werden. Auch die Unternehmen müssen strenge Kriterien erfüllen. Das Siegel steht damit für das gesamte unternehmerische Engagement im Herstellungsprozess nachhaltiger Textilien. „Der Grüne Knopf“ umfasst noch nicht die gesamte Lieferkette. Aktuell prüft er die Produktionsstufen „Zuschneiden und Nähen“ sowie „Bleichen und Färben“. Die sozialen und ökologischen Herausforderungen sind hier besonders groß. ALDI SÜD gehörte zu den ersten Unternehmen, die Textilien mit dem „Grüner Knopf“-Siegel auszeichnen durften, weil sie die Anforderungen erfüllten. Heute führen wir eine Vielzahl an Textilprodukten mit dem „Grüner Knopf“-Siegel im Angebot.

 



GRÜNSTROM

Grünstrom wird aus erneuerbaren Energien wie Windkraft, Biomasse, Wasserkraft oder Sonnenenergie gewonnen. ALDI SÜD nutzt in den Fililaen 100 % Grünstrom, entweder durch Fotovoltaik-Strom von den Filialdächern oder aus Wasserkraft. Für ALDI Strom-Kunden wird ebenfalls grüner Strom aus europäischen Wasserkraftwerken bereitgestellt.

 

 



HALTUNGSFORM

Die Angabe der Haltungsform auf der Fleischverpackung gibt Auskunft über die Haltungsbedingungen der Tiere. Haltungsform 1 (rotes Label) steht für Stallhaltung, entspricht also dem gesetzlichen Mindeststandard. Haltungsform 2 (blaues Label) gibt an, dass die Tiere zehn Prozent mehr Platz und mehr Beschäftigungsmaterial wie Stroh zur Verfügung haben. In der Haltungsform 3 (orangefarbenes Label) auch „Außenklima-Haltung“ genannt, haben die Tiere z.B. Zugang zu frischer Luft, mehr Platz und bekommen Futter ohne Gentechnik. Die Haltungsform 4 (grünes Label) steht für die Premiumstufe wie z.B. Bio. Hier können sich die Tiere u.a. draußen aufhalten und haben noch mehr Platz als in Haltungsform 3. Im Juni 2021 hat ALDI den #Haltungswechsel eingeläutet: Bis 2030 stellt ALDI SÜD 100 Prozent des Frischfleisch-Sortiments (Rind, Schwein, Hähnchen, Pute; ausgenommen (internationale) Spezialitäten und Tiefkühlartikel) auf die hohen Haltungsformen 3 und 4 um.

 



HANDLUNGSFELDER

Um seiner Verantwortung als Unternehmen gerecht zu werden, bündelt ALDI SÜD sein Engagement in vier Handlungsfeldern. Nummer 1 ist der Umweltschutz, wo es u.a. um Artenvielfalt, flächendeckende E-Mobilität und erneuerbare Energien geht. Nummer 2 ist die Lieferkette, wobei das Tierwohl, umweltschonende Produktion und fairer Handel im Mittelpunkt stehen. Nummer 3 ist die Gesellschaft. Hier fördert ALDI SÜD soziale Projekte und tritt für Menschenrechte ein. Zudem setzt das Unternehmen einen Schwerpunkt bei der Kinder- und Jugendförderung. Im Handlungsfeld Nummer 4 stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein wertschätzendes Arbeitsumfeld im Fokus.

 

 



INITIATIVE TIERWOHL

Die Initiative Tierwohl ist ein branchenübergreifendes Bündnis von Verbänden und Unternehmen der Land- und Fleischwirtschaft sowie des Lebensmittelhandels. Das Ziel der Initiative ist es, die Haltungsbedingungen von Schweinen, Hähnchen und Puten zu verbessern – die Kriterien liegen dabei über dem gesetzlichen Mindeststandard. Die Landwirte, die die höheren Kriterein umsetzen, werden dementsprechend finanziell honoriert. Die Initiative Tierwohl Fleischprodukte sind etwas teuerer als konventionelle, aber dies kommt dem Tierwohl zugute. Das gelbe ITW-Siegel kennzeichnet die Produkte bei ALDI SÜD, die aus Betrieben stammen, die die Kriterien der Initiative Tierwohl geprüft erfüllen.

 



INNOVATIONEN

Innovationen sind Entwicklungen oder Ideen, die etwas in Bewegung bringen und verbessern. Neue Ideen sind immer gefragt, besonders wenn es um den Umweltschutz geht. Deshalb setzt ALDI SÜD auf Innovationen und ermutigt Startups, sich mit nachhaltigen Produkt- oder Verpackungsideen an den Handel zu wenden. Unter dem Titel „WHAT´S NEXT“ kommen regelmäßig innovative Produkte als Aktionsartikel in die ALDI SÜD Filialen. Im Fokus steht dabei der ökologische Nutzen der Innovation.

 



INTEGRATION

Ziel von Integration ist es, alle Menschen in die Gesellschaft einzubeziehen. Viele Migranten haben dabei mit sprachlichen und kulturellen Hürden zu kämpfen, gerade wenn sie nicht arbeiten gehen können. ALDI SÜD unterstützt die Integration ehemaliger Flüchtlinge mit Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Auch Praktika sind möglich. Außerdem können Interessierte an einer sechs-bis zwölfmonatigen Schulung teilnehmen, bevor sie eine Ausbildung beginnen.

 

 



KLIMANEUTRAL

Klimaneutralität bedeutet, dass der Carbon Footprint eines Unternehmens, Produktes, Services oder Events auf Grundlage international anerkannter Standards berechnet und durch die Unterstützung von internationalen Klimaschutzprojekten vollständig ausgeglichen wurde. Seit 2017 handelt ALDI SÜD als erster deutscher Lebensmitteleinzelhändler klimaneutral. Außerdem bringt ALDI SÜD regelmäßig klimaneutrale Produkte wie „grüne“ Sneakers als Aktionsware in die Filialen.

 



KLIMASCHUTZPROJEKT

Klimaschutzprojekte tragen dazu bei, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre zu senken. Dabei kann es sich um Aufforstung (s. “A - Aufforstung" ↑) handeln oder um Projekte, die die Umstellung auf erneuerbare Energien fördern. Wichtig hierbei ist, dass der Erfolg des jeweiligen Projekts durch unabhängige Organisationen überprüft wird – und messbar ist (s. “G - Gold Standard-Zertifizierung" ↑). Ein bereits vorhandener Wald zählt also nicht, die Aufforstung eines Waldstücks aber schon. Klimaschutzprojekte sollen sich zusätzlich positiv auf die unmittelbare Umgebung auswirken, etwa indem sie Arbeitsplätze schaffen. ALDI SÜD unterstützt weltweit unterschiedliche zertifizierte Klimaschutzprojekte.

 



KLIMAWANDEL

Mit Klimawandel ist die vom Menschen verursachte globale, also weltweite Erwärmung gemeint. Der Hauptgrund ist das Verbrennen fossiler Energieträger. Da die Erderwärmung weiter voranschreitet und mit enormen Gefahren für die Menschheit verbunden ist, wird sie häufig auch als Klimakrise bezeichnet. ALDI SÜD tritt für die Ziele des Pariser Klimaabkommens ein, ist u.a. Mitglied der Stiftung 2°, und hat sich Klimaziele im Sinne der Science Based Targets Initiative gesetzt.

 



KONVENTIONELLE PRODUKTION

Unter konventioneller Produktion versteht man die vorherrschende Form der Landwirtschaft. In Deutschland etwa wirtschaften 90 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe konventionell. Dabei geht es vor allem um Effizienz, weshalb häufig Dünger, Pflanzenschutzmittel und Kraftfutter eingesetzt werden. Zur konventionellen Produktion gehören Massentierhaltung, aber auch Monokulturen. In Monokulturen wird auf großen Flächen nur eine Pflanze angebaut, wie etwa Soja in Südamerika, was die Artenvielfalt und die Fruchtbarkeit der Böden beeinträchtigt. Der Begriff konventionelle Produktion steht im Kontrast zur alternativen Produktion, worunter meist ökologisch arbeitende Betriebe gemeint sind.

 



KREISLAUFWIRTSCHAFT

Bei der Kreislaufwirtschaft werden Produkte und Materialien genutzt, geteilt, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt – und zwar so lange wie möglich. Dadurch wird die Lebensdauer von Produkten verlängert und Abfälle stark reduziert. Kreislaufwirtschaft spart Ressourcen und verhindert Treibhausgasemissionen. Im Kontrast dazu steht die sogenannte Linearwirtschaft, auch als Wegwerfwirtschaft bekannt. Bei diesem nicht nachhaltigen Modell werden Produkte und Rohstoffe relativ schnell entsorgt und nicht wiederverwendet. ALDI SÜD unterstützt die Rückführung von Materialien in den Wertstoffkreislauf unter anderem durch die „Tipps für die Tonne“ (s. “T - Trennhinweise" ↓), die auf den unseren Eigenmarkenproduktverpackungen zu finden sind und das richtige Trennen von Verpackungen erleichtern.

 



KÜKENTÖTEN

Da sie keine Eier legen und sich nicht als Masthähnchen eignen, bringen männliche Hühnerküken keinen wirtschaftlichen Nutzen. Aus diesem Grund werden jedes Jahr allein in Deutschland etwa 45 Millionen männliche Hühnerküken nach dem Schlüpfen getötet. Diese Praxis wird nun von der Bundesregierung untersagt: Ab Anfang 2022 wird das Töten von Küken verboten. ALDI SÜD hat sich bereits 2019 als Vorreiter in der Lebensmittelbranche gegen das Kükentöten eingesetzt und stellt seine Schaleneier aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung bis Ende 2021 auf Ohne Kükentöten um.

 

 



LABEL

Die Zahl der Label, Siegel und Prüfzeichen für unterschiedlichste Produkte ist groß. Manche sind gesetzlich vorgeschrieben, andere freiwillig. Und auch die jeweiligen Kriterien unterscheiden sich stark. Renommierte Produktsiegel helfen Kunden dabei, eine nachhaltige Kaufentscheidung zu fällen. Bei ALDI SÜD garantieren zertifizierte Standards und Produktsiegel in jeder Warengruppe die Produktqualität.

 



LIEFERKETTE

Die Lieferkette umfasst den gesamten Prozess von der Herstellung des Produkts bis zum Verkauf im Handel. Die Lieferkette setzt sich aus unterschiedlichen Stufen zusammen, u. a. Beschaffung der Rohstoffe, Produktion, Logistik sowie Vertrieb. In diesem Prozess sind verschiedenste, häufig international operierende Unternehmen involviert. Weitere Begriffe sind Supply Chain (Versorgungskette) oder auch die Wertschöpfungskette – letztere erklärt sich über den höheren Wert, den die Rohstoffe durch die Verarbeitungsstufen entlang der Lieferkette gewinnen. ALDI SÜD setzt sich für Transparenz und Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette ein.

 



LOGISTIK (OPTIMIERUNGSPROZESSE)

Das Ziel eines funktionierenden Logistiksystems ist, Waren pünktlich von A nach B zu befördern. Zur Logistik gehören Transportmittel und -wege ebenso wie Lagerflächen oder Knotenpunkte, von denen aus Waren an verschiedene Zielorte gebracht werden können. Die Logistik verursacht weltweit hohe CO2-Emissionen. ALDI SÜD arbeitet daran, die CO2-Emissionen in der Logistik zu senken. So sind mehrere Erdgas-Lkw und ein Elektro-Lkw im Fuhrpark im Einsatz. Außerdem verfügen alle Fahrzeuge über mehrere Temperaturbereiche, sodass Produkte, die unterschiedlich gekühlt werden müssen, zusammen transportiert werden können. Da eine völlig emissionsfreie Logistik derzeit noch nicht möglich ist, gleicht ALDI SÜD diese durch zertifizierte Klimaschutzprojekte aus.

 

 



MEHRWEGSYSTEM

Das Mehrwegsystem ist ein eingespielter Kreislauf bei dem Getränkehersteller, Getränkefachgroßhandel und Einzelhandel zusammenarbeiten. Mehrwegflaschen sind beispielsweise durch das blau-grüne Mehrwegzeichen klar markiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Mehrwegflasche, die nach entsprechender Reinigung wiederverwendet wird. Glasflaschen können dabei bis zu 50-mal wiederverwertet werden. Bei Mehrwegsystemen ist zugunsten der Umwelt auf einheitliche Gebinde zu achten, sodass diese im Sinne der Transportoptimierung von möglichst vielen Abfüllern genutzt werden können.

 



MENSCHENRECHTE

Die Menschenrechte sind die Rechte, die idealerweise für alle Menschen weltweit gelten. Einige Aspekte der Menschenrechte sind, in Freiheit und Sicherheit zu leben, die eigene Meinung sagen zu können und die eigene Religion frei zu wählen. Insgesamt besteht die Erklärung der Menschenrechte aus 30 Artikeln, die 1948 von den Vereinten Nationen festgelegt wurden. Während fast alle Staaten der Erde die Menschenrechte in ihren Verfassungen erwähnen, werden die Menschenrechte dennoch vielerorts missachtet. Das gilt für einzelne Gruppen oder ganze Staaten. Durch die globalen Lieferketten ist das Thema auch für immer mehr Unternehmen relevant. ALDI SÜD setzt sich für die Einhaltung der Menschenrechte entlang der Lieferketten ein.

 



MIKROPLASTIK

Was genau unter Mikroplastik zu verstehen ist, wird zurzeit noch vom Gesetzgeber, Umweltschutzorganisationen und der Öffentlichkeit diskutiert. ALDI orientiert sich bislang an der Definition, die das Umweltzeichen „Blauer Engel“ festgelegt hat. Demnach werden unter Mikroplastik „Partikel aus Kunststoff in einer Größe von 100 nm bis 5 mm“ verstanden. Nm ist die Abkürzung von Nanometer (ein Milliardstel Meter). Grundsätzlich wird zwischen „primärem“ und „sekundärem“ Mikroplastik unterschieden. Primäres Mikroplastik wird unter anderem als feines Plastikgranulat für Kosmetikartikel eingesetzt. Eine große Menge Mikroplastik entsteht auch beim Waschen von Textilien, die aus synthetischen Fasern hergestellt werden. Dagegen entsteht sekundäres Mikroplastik durch größeren Kunststoffabfall, der sich zersetzt und verwittert. Etwa wenn sich Plastikflaschen oder Schiffsnetze auflösen. ALDI SÜD setzt sich für den Verzicht auf Mikroplastik in Produkten und Verpackungen ein, um die Gewässer zu schützen.

 



MINDESTHALTBARKEITSDATUM

Ein Mindesthaltbarkeitsdatum findet sich auf Lebensmittelpackungen und ist gesetzlich vorgeschrieben. Es zeigt das Datum an, bis zu dem original verpackte und sachgerecht gelagerte Lebensmittel noch sicher zu genießen sind. Meist kann das Mindesthaltbarkeitsdatum sogar noch eine ganze Weile überschritten werden, ohne dass das Produkt Schaden erleidet. Ob Lebensmittel noch genießbar sind, lässt sich durch Riechen, Sehen und Schmecken meist ganz leicht feststellen. ALDI SÜD setzt sich zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung für eine solche Prüfung mit den eigenen Sinnen ein.

 



MITGLIEDSCHAFTEN

Wirtschaften findet heute global statt. Um nachhaltige Verbesserungen bei wichtigen Themen zu erzielen, müssen sich Akteure zu Mitgliedschaften zusammenschließen. Auch ALDI SÜD engagiert sich in verschiedenen Initiativen und Partnerschaften. Diese decken unterschiedlichste Felder ab, wie etwa Textilien, Waldschutz, Fisch und Meeresfrüchte, Kaffee, Kakao, Klimaschutz, Ressourcenschutz, Palmöl und etliche andere.

 



MSC-SIEGEL (MARINE STEWARDSHIP COUNCIL)

Das blaue MSC-Siegel steht für Fisch und Meeresfrüchte aus nachhaltiger Fischerei. Die unabhängige und internationale Organisation MSC (Marine Stewardship Council) definiert Kriterien für nachhaltige Fischerei. Zu diesen Kriterien gehört, dass die Fischbestände nicht überfischt werden, dass die Artenvielfalt der jeweiligen Ökosysteme erhalten bleibt und dass ein effektives Fischereimanagement existiert. Unabhängige Gutachter prüfen, ob Fischereien den MSC-Kriterien gerecht werden. Zertifizierte Fischereien werden jährlich kontrolliert. Durch die Zertifizierung der gesamten Lieferkette wird gewährleistet, dass Fisch mit dem MSC-Siegel weltweit lückenlos bis zu jener Fischerei zurückverfolgt werden kann, die ihn gefangen hat. MSC-zertifizierte Produkte im Einzelhandel haben⁠ in Deutschland mittlerweile einen Anteil von rund 40 Prozent (gemessen am Wildfischsortiment). Bei ALDI SÜD verkaufen wir über 75 Prozent unserer Fisch und Meerestiere aus Wildfang mit einer MSC-Zertifizierung. Das Angebot wird stetig ausgeweitet.

 

 



NACHHALTIGKEIT

Umgangssprachlich wird der Begriff der Nachhaltigkeit häufig mit Umweltschutz gleichgesetzt. Konkret bedeutet er den verantwortungsvollen Umgang mit den endlichen Ressourcen (s. “R - Ressourcen" ↓) dieser Erde. Das Konzept der Nachhaltigkeit ist hochaktuell, jedoch nicht neu. Bereits im 18. Jahrhundert wurde in der Forstwirtschaft gefordert, dass in einem Wald nur so viele Bäume abgeholzt werden sollten, wie auch in absehbarer Zeit nachwachsen könnten. Mittlerweile wird der Begriff nicht mehr nur auf Holz beschränkt, sondern auf alle Ressourcen bezogen und sowohl ökologische als auch soziale und ökonomische Entscheidungen werden auf ihre Nachhaltigkeit hin überprüft.

 



NACHHALTIGKEITSBERICHT

Mit einem Nachhaltigkeitsbericht dokumentieren Unternehmen ihr ökologisches und soziales Engagement. Dadurch entsteht Transparenz nach außen, sodass sich jeder ein genaues Bild von den unterschiedlichen Bestrebungen machen kann. Gleichzeitig dient das Dokument auch als Orientierung innerhalb des Unternehmens. Punkte, die in einem Nachhaltigkeitsbericht aufgeführt werden, sind u.a. das Unternehmensprofil, Visionen und Strategien, Interessen der Mitarbeiter, ökologische Aspekte der Produktion, Verantwortung in der Lieferkette sowie gesellschaftliches Engagement.

 



NACHHALTIGKEITSDREIECK

Nachhaltigkeit ist mehr als Klimaschutz. Das Modell des Nachhaltigkeitsdreiecks verdeutlicht dies anschaulich. Es besteht aus den Prinzipien Ökologie, Ökonomie und Soziales. Also dem Umweltgedanken, dem wirtschaftlichen Aspekt und dem gesellschaftlichen. Durch das Dreieck wird deutlich, dass Nachhaltigkeit nur dann erreicht werden kann, wenn ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. Ein alternativer Begriff ist das Drei-Säulen-Modell.

 



NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE

Eine Nachhaltigkeitsstrategie setzt sich aus verschiedenen Richtlinien und Methoden im Sinne der Nachhaltigkeit zusammen. Diese können auf politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene erfolgen. Eine Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmen umzusetzen, erfordert enorme Anstrengungen. ALDI SÜD stellt sich diesen Herausforderungen mit dem Ziel: „Wir machen nachhaltiges Einkaufen für alle leistbar“.

 



NACHHALTIGKEITSZIELE (UN)

2015 beschlossen die Vereinten Nationen die Agenda 2030. Sie beinhaltet die sogenannten 17 Nachhaltigkeitsziele, die bis 2030 weltweit umgesetzt werden sollen. Die Ziele sind unter anderem: keine Armut, kein Hunger, Gesundheit und Wohlergehen, Geschlechtergleichstellung, bezahlbare und saubere Energie, weltweiten Klimaschutz und globale Partnerschaft. Um diese Ziele umzusetzen, braucht es die Politik, die Wirtschaft, die Wissenschaft und jeden einzelnen Menschen.

 



NATÜRLICHE RESSOURCEN

Der Begriff natürliche Ressourcen umfasst alle Rohstoffe, die von Natur aus auf der Erde vorhanden sind. Diese lassen sich in zwei Bereiche unterscheiden, in die erneuerbaren und in die nicht erneuerbaren Ressourcen. Zu den erneuerbaren Ressourcen gehören die Böden, das Wasser, die Luft, die Biodiversität (s. “B - Biodiversität"; ↑) sowie Energiequellen wie Sonne und Wind. Die nicht erneuerbaren Ressourcen sind Erze, Kohle und Erdöl.

 



NATURAL BRANDING

Natural Branding ist eine Laserbeschriftung von Obst und Gemüse. Dabei wird die äußerste Schicht einer Frucht durch einen Laser entfernt und dabei der gewünschte Schriftzug aufgebracht. Am besten gelingt dies bei Früchten mit fester Schale wie Avocados, Süßkartoffeln oder Kürbissen. Mit Natural Branding können Plastikverpackungen und Aufkleber vermieden werden. Auch bei ALDI SÜD kommt dieses Verfahren zum Einsatz, um Verpackungen einzusparen.

 



NUTRI-SCORE

Dank der erweiterten Nährwertkennzeichnung Nutri-Score können Verbraucher die Nährwertzusammensetzung von Lebensmitteln innerhalb einer Produktkategorie auf einen Blick erfassen. Dabei nutzt der Nutri-Score eine 5-stufige Farbskala von A bis E, die auf der Vorderseite der Produktverpackungen zu finden ist. So steht das dunkelgrüne A dafür, dass das Produkt sich eher für eine bewusste Ernährung eignet. Das rote E steht für eine eher weniger günstige Nährwertzusammensetzung beispielsweise einen hohen Anteil an Zucker oder Salz. Das schafft schnelle Orientierung für die Kunden bei vergleichbaren Produkten und motiviert Hersteller, die Rezepturen der Produkte zu optimieren. Allerdings gibt es durchaus Produkte, die beispielsweise durch einen vergleichsweise hohen Fettgehalt mit D oder E bewertet werden, sich aber dennoch für eine ausgewogene und bewusste Ernährung eignen, solange man die empfohlene Menge einhält – wie zum Beispiel Leinöl.

 

 



ÖKOLOGISCH

Allgemein wird ökologisch als ein besonders achtsamer Umgang mit der Natur verstanden. Ökologie ist aber auch ein Teilgebiet der Biologie und damit Wissenschaft. Sie untersucht, wie Pflanzen, Tiere und Menschen von ihrer Umwelt abhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Es geht also nicht nur um den Schutz der Umwelt, sondern auch darum wie Lebewesen und Umwelt aufeinander reagieren.

 



ÖKOLOGISCHE LANDWIRTSCHAFT

Die Ökologische Landwirtschaft bezeichnet eine umweltschonende und artgerechtere Landwirtschaft. Sie unterliegt strengeren Kriterien als die konventionelle Landwirtschaft. So müssen ökologische Landwirte auf synthetisch hergestellte Pflanzenschutzmittel, Mineraldünger und Gentechnik verzichten. Die Auflagen für die Tierzucht und die Herstellung von Bio-Lebensmitteln sind deutlich strenger. Weitere Begriffe für die Ökologische Landwirtschaft sind: biologische oder alternative Landwirtschaft und Ökolandbau.

 



ÖKOLOGISCHE STANDARDS

Bei Lebensmitteln sind die Begriffe „Bio“ und „Öko“ rechtlich geschützt. Also darf ein Lebensmittel diesen Zusatz nur tragen, wenn es die gesetzlichen Anforderungen der EU-Öko-Verordnung erfüllt: Produkte, die diesen Kriterien entsprechen, gelten als „Bio“ oder „Öko“ (s. “B - Bio" ↑), und werden mit dem EU-Bio-Logo gekennzeichnet. ALDI SÜD führt über das Jahr verteilt über 450 Bio-Produkte im Standard-, Aktions- und Saisonsortiment.

 



ÖKOLOGISCHER FUSSABDRUCK

Der Ökologische Fußabdruck zeigt an, wie viel Fläche ein Mensch benötigt, um seinen Lebensstandard zu erhalten. Dabei kommen unterschiedliche Kriterien zusammen: Die Herkunft und Art der Lebensmittel, die der Mensch wählt, die genutzten Transportmittel, die Art des Wohnens und die Konsumgüter. Aktuell bräuchte die Weltbevölkerung 1,7 Erden, um den gewohnten Lebensstil zu halten – Deutschland würde sogar drei Erden benötigen.

 



ÖKONOMISCH

Ökonomisch handeln meint im Grunde einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Das bedeutet, dass vorhandene Ressourcen (s. “R - Ressourcen" ↓) so effizient wie möglich eingesetzt und genutzt werden.Unternehmen können beispielsweise ökonomischer wirtschaften, indem sie Verpackungen einsparen – ein Weg, den ALDI SÜD mit seiner Verpackungsmission geht. Auch Privatpersonen können weniger Ressourcen verbrauchen und damit ökonomischer und zugleich ökologischer handeln.

 



ÖKOSYSTEM

Ein Ökosystem ist ein in sich geschlossener natürlicher Ort wie etwa ein Wald, eine Wiese, ein Gewässer oder ein Moor. Ökosysteme entstehen immer dann, wenn Tiere und Pflanzen auf bestimmte Gesteine, Böden und klimatische Bedingungen treffen. Im Laufe der Entwicklung entsteht so ein ökologisches Gleichgewicht, das wie ein Kreislauf funktioniert. Daher kann ein Ökosystem empfindlich gestört werden, wenn einzelne Arten entnommen werden.

 



OHNE GENTECHNIK

Mit dem Begriff und dem Siegel „Ohne GenTechnik“ werden Produkte bezeichnet, die frei von gentechnisch veränderten Zutaten sind. Meist handelt es sich dabei um Lebensmittel und Kosmetika. Zwar sind Lebensmittel in Deutschland grundsätzlich gentechnikfrei, allerdings dürfen gentechnisch manipulierte Futtermittel wie Soja oder Mais importiert und verwendet werden. Das Siegel „Ohne GenTechnik“ ist freiwillig und auf vielen Produkten bei ALDI SÜD zu finden. Beispielsweise auf allen Trinkmilchprodukten, Eiern, Geflügelfleisch (Frisch und Tiefkühlung) sowie Mais und Rapsöl. Bio-Produkte mit dem EU-Bio-Siegel sind garantiert gentechnikfrei.

 

 



PEFC (PROGRAMME FOR THE ENDORSEMENT OF FOREST CERTIFICATION SCHEMES)

Das Ziel der Institution PEFC ist die nachhaltige Waldwirtschaft durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem. Holz und Holzprodukte, wie Möbel, Spielzeug, Papier und Schreibwaren, die mit dem PEFC-Siegel gekennzeichnet sind, stammen aus nachweislich nachhaltiger Waldwirtschaft. Ursprünglich 1999 als europäische Initiative gegründet, ist es heute die weltweit größte Waldschutzorganisation. In Deutschland sind mit über 8 Mio. Hektar zertifizierte Waldfläche rund zwei Drittel der Wälder PEFC-zertifiziert. In ihnen sind Kahlschläge verboten, Pestizideinsätze sollen vermieden werden und beim Einsatz von Maschinen ist der Boden zu schonen.

 



PESTIZIDE

Pestizide sind chemische Substanzen, die gezielt Unkraut, Insekten oder Pilze in der Landwirtschaft beseitigen. Je nach Anwendungsgebiet unterscheidet man Herbizide, Insektizide, Fungizide und Pflanzenschutzmittel. Es gibt Pestizide, die störende Pflanzen oder Insekten abtöten und andere, die das Wachstum oder die Entwicklung der Schädlinge eindämmen. Der Einsatz und die Höchstmengen von Pestiziden sowie Grenzwerte für Rückstände auf und in Lebensmitteln sind in Deutschland und auf EU-Ebene gesetzlich geregelt.

 



PRODUKTLEBENSZYKLUS

Der Produktlebenszyklus ist ein Konzept aus der Betriebswirtschaftslehre. Der Produktlebenszyklus beschreibt den Weg eines Produktes von der Markteinführung bis zur Herausnahme aus dem Markt. Dieser Lebenszyklus eines Produkts lässt sich in fünf Phasen einteilen: 1. Einführung in den Markt, 2. Wachstum, 3. Reife, 4. Sättigung und 5. Rückgang. Die jeweiligen Phasen können je nach Produkt und Branche sehr unterschiedlich verlaufen.

 

 



QUALITÄTSSTANDARDS

Qualitätsstandards gelten in unterschiedlichsten Bereichen – sie zeigen das Maß an Qualität an, das mindestens erreicht werden muss. Für ALDI SÜD zählen auch soziale und ökologische Fragen zur Qualität. Diese Standards werden an allen Etappen der Lieferkette eingehalten.

 

 



RECYCLING

Als Recycling bezeichnet man die Wiederaufbereitung von Rohstoffen und Rückführung von Wirtschafts- und Konsumabfällen in den Produktionskreislauf. Dabei wird das ursprüngliche Produkt eingeschmolzen oder auf andere Weise bearbeitet und anschließend für neue Produkte verwendet. Das Ausgangsmaterial wird somit zum recycelten Rohstoff.

 



RECYCLINGFÄHIGKEIT

(Bewertung der Recyclingfähigeit der Produktverpackungen auf Basis der Mindeststandards der Zentralen Stelle Verpackungsregister.)
Wie lässt sich eine Verpackung recyceln? Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) hat einen Mindeststandard erstellt, mit dem Unternehmen die Recyclingfähigkeit ihrer Produkte ermitteln können. Dieser Standard wird von vielen Herstellern als Hilfestellung genutzt, Verpackungen noch ökologischer zu gestalten. ALDI SÜD engagiert sich mit der ALDI Verpackungsmission für weniger Müll und mehr Recycling.

 



REGIONALITÄT

Der Begriff Regionalität steht für Lebensmittel, deren Rohstoffherkunft, sowie weitere Verarbeitung in örtlicher Nähe stattfinden und damit nur kurze Transportwege benötigen. Kurze Anfahrtswege reduzieren den Ausstoß an klimaschädlichem Treibhausgas beim Warentransport. Bei ALDI SÜD sind zahlreiche Lebensmittel von lokalen Erzeugern und Herstellern erhältlich – produziert von heimischen Landwirten, Obstbauern oder Betrieben mit hohen qualitativen Standards. Viele dieser Produkte sind mit dem „Regionalfenster“ für regionale Waren gekennzeichnet und unter anderem an den regionalen Eigenmarken „Einfach Regional“, „Unser Bayern“ und „Unser Franken“ erkennbar.

 



RESSOURCEN

Unter Ressourcen versteht man alle Mittel, die nötig sind, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Es gibt materielle Ressourcen wie Geld, Rohstoffe oder Materialien. Zu den nicht materiellen Ressourcen zählen bestimmte Fähigkeiten, Bildung, Gesundheit und soziale Verbindungen. Im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit rückt zunehmend die Übernutzung natürlicher Ressourcen in den Fokus, wie etwa das Waldsterben, die Überfischung und der Rückgang der Biodiversität. Mit seiner Vision 2030 verpflichtet ALDI SÜD sich, alle nötigen Ressourcen sinnvoll zu nutzen.

 



REZYKLAT

Rezyklat ist der Überbegriff für bereits verwendeten Kunststoff, der für die Herstellung neuer Plastikprodukte eingesetzt wird. Dieser Kunststoff wird aufbereitet und für ein neues Produkt verwendet. Rezyklat kann zu verschiedensten Produkten weiterverarbeitet werden, etwa Fleece-Kleidung, Dämmmaterialien, Taschen oder Verpackungen. Auch bei vielen Eigenmarkenverpackungen von ALDI SÜD kommt Rezyklat zum Einsatz, um Ressourcen zu schonen. Bis Ende 2025 sollen alle Kunststoffverpackungen der Eigenmarken aus durchschnittlich mindestens 30 Prozent recycelten Materialien bestehen.

 



RSPO (ROUND TABLE FOR SUSTAINABLE PALM OIL)

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch von Palmfrüchten gewonnen und ist eines der wichtigsten und effizientesten Pflanzenöle der Welt. Doch seine Produktion wirkt sich negativ auf die Umwelt aus. Die Initiative RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil, übersetzt „Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl“) wurde im Jahr 2004 auf Initiative des WWF gegrüdet. Sie versucht, nachhaltigere Anbaumethoden für Palmöl zu fördern und so die Umweltauswirkungen zu begrenzen. Mitglieder dieser Initiative sind u.a. Umweltschutzverbände und verschiedenste Unternehmen, die Palmöl herstellen oder vertreiben. Auch ALDI SÜD ist Mitglied. Das Ziel der RSPO ist es, möglichst viele Palmöl-Produzenten dazu zu bewegen, verschiedene Mindeststandards einzuhalten.

 



RÜCKVERFOLGUNG DER PRODUKTE

Die Rückverfolgbarkeit bedeutet, dass ein Produkt bis zu seinem Ursprung zurückverfolgt werden kann. So kann festgestellt werden, woher die Rohstoffe stammen und wer das Produkt wo hergestellt hat. Auch die Lagerung, der Transport, der Verbrauch und die Entsorgung lassen sich genau überblicken. Seit 2005 gilt die EU-Verordnung zur Rückverfolgung von Lebensmitteln. Das schafft Transparenz und kann beispielsweise im Fall von Rückrufaktionen schnell Klarheit über den Ursprung eines Problems schaffen. ALDI SÜD bietet seinen Kunden eine eigene Rückverfolgbarkeitsplattform für Fleisch- und Fischprodukte, Eier sowie Textilien an. Durch das Scannen eines auf den Produkten abgebildeten QR-Codes und der Eingabe eines Tracking Codes kann der Kunde nachschauen, wo und wie bespielsweise der Fisch gefangen und anschließend verarbeitet wurde.

 

 



SIEGEL

Ein Siegel ist ein Zusatzhinweis auf eine bestimmte Eigenschaft oder Qualität eines Produkts. Häufig wird auch der Begriff Label verwendet. Allein in Deutschland gibt es über 1000 Gütesiegel. Man kann dabei drei Gruppen unterscheiden: Staatliche Siegel, Siegel von Interessengemeinschaften und Siegel von Unternehmen.

 



SOZIALE NACHHALTIGKEIT

Der Begriff soziale Nachhaltigkeit ist ein Teilaspekt der Nachhaltigkeit. Zusammen mit der ökologischen (s. “O - Ökologisch" ↑) und der ökonomischen (s. “O - Ökonomisch" ↑) Nachhaltigkeit ergibt er das sogenannte Nachhaltigkeitsdreieck. Soziale Nachhaltigkeit bezieht sich also auf die Gesellschaft – und zwar nicht nur im Heute, sondern auch in der Zukunft. In den Bereich der sozialen Nachhaltigkeit fallen etwa Gesundheit, Bildung, Geschlechtergleichheit, menschenwürdige Arbeit und der Kampf gegen Hunger.

 



SOZIALSTANDARDS

Die Sozialstandards legen die grundlegenden Rechte von Arbeitnehmern fest. Sie umfassen tarifvertraglich festgelegte Löhne und Urlaubsregelungen, die Sozialversicherungspflicht und Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz. Auch weitere Aspekte gehören dazu, wie das Verbot von Kinderarbeit, das Recht, Gewerkschaften zu gründen und die Beseitigung von Diskriminierung. Sozialstandards werden international sehr unterschiedlich eingehalten, weshalb ALDI SÜD in der Zusammenarbeit mit Lieferanten auf eigene Sozialstandards in der Produktion setzt.

 



STARTUP-FÖRDERUNG

Startups bringen innovative Ideen und und Lösungen auf den Markt. ALDI fördert unter anderem Startups im Bereich Verpackungen, Plastikreduktion und Kreislaufwirtschaft. Dabei sollen die jungen Unternehmen die Möglichkeit haben, ihre Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln. Die erfolgreichsten Produkte werden in den ALDI Filialen angeboten.

 



SYNTHETISCHE POLYMERE

Synthetische Polymere sind der wissenschaftliche Ausdruck für Kunststoffe. Sie werden in einer breiten Palette von Konsumgütern verwendet, darunter Plastiktüten, Hygieneartikel, Spielzeug oder Küchengeräte. Auch vielen Kosmetik- und Körperpflegeprodukten werden synthetische Polymere zugesetzt – in Form von Mikroplastik oder auch flüssigem Plastik. ALDI SÜD versucht, bei seinen Eigenmarken auf synthetische Polymere zu verzichten, wo immer es möglich ist.

 

 



TIERWOHL

Der Begriff Tierwohl ist nicht einheitlich definiert, bezieht sich jedoch in der Regel auf das Wohlergehen, die Lebensqualität und die Gesundheit von Tieren – vor allem in der Lebensmittelproduktion. Häufig wird er mit „artgerechter Haltung“ gleichgesetzt, einer Tierhaltung, die die spezifischen Bedürfnisse einer Tierart berücksichtigt. ALDI SÜD setzt sich mit vielen unterschiedlichen Maßnahmen für mehr Tierwohl entlang der Lieferkette ein.

 



TREIBHAUSGASE

Treibhausgase sind Gase, die den Treibhauseffekt verstärken. Dieser führt zu einem Anstieg der Temperaturen – mit gewaltigen Folgen für die weltweiten Ökosysteme, die Landwirtschaft und die Häufigkeit und das Ausmaß extremer Wetterereignisse. Die häufigsten Treibhausgase sind Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan. Treibhausgase entstehen hauptsächlich durch die Verbrennung fossiler Brenn- und Treibstoffe, aber u.a. auch bei der Tierzucht.

 



TRENNHINWEISE/TIPPS FÜR DIE TONNE

Mülltrennung gehört für viele Verbraucher selbstverständlich dazu. Häufig herrscht aber Unklarheit, wo was hingehört. Deshalb hat ALDI SÜD die „Tipps für die Tonne“ entwickelt. Auf unseren Eigenmarken gibt es die selbsterklärenden Hinweise, die zeigen, wie die einzelnen Bestandteile einer Verpackung richtig entsorgt werden.

 

 



ÜBERFISCHUNG

Die Überfischung ist eine der Hauptgefahren für die Meere dieser Welt. Vor allem große Arten wie Thunfisch, Schwertfisch, Kabeljau, Heilbutt, Rochen und Flunder werden seit den 1950er Jahren exzessiv gefischt. Bei einigen großen Speisefisch-Sorten ist der Bestand um 90 Prozent zurückgegangen. Mittlerweile reagiert die Politik mit unterschiedlichen Schutzmaßnahmen. So regeln inzwischen Fangquoten, wieviel in einem Gewässer gefischt werden darf, Beifang wurde reduziert und die Tiefseefischerei eingeschränkt. Mit dem Verkauf von größtenteils MSC-zertifizierten Fischarten setzt sich ALDI SÜD gegen die Überfischung der Fischarten ein.

 



UMWELTSCHUTZ

Der Umweltschutz umfasst alle Maßnahmen zum Schutz dieses Planeten. Er ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland als Staatsziel verankert – und kann auch von jedem einzelnen Bürger praktiziert werden. Der Umweltschutz entwickelte sich im Lauf der 1960er Jahre, als immer deutlicher wurde, wie nachteilig sich der industrielle Fortschritt auf die Natur und Umwelt auswirkte. Heute wird Umweltschutz häufig mit Klimaschutz gleichgesetzt.

 



UPCYCLING

Upcycling bedeutet, ein Material oder Produkt auf eine völlig neue Weise wiederzuverwenden und umzubauen. Beispiele dafür sind Kinderschaukeln aus Autoreifen, Möbel aus Holzpaletten oder Konservendosen als Stiftehalter. Seit einigen Jahren ist Upcycling ein beliebter Trend. Als kreative Form der Wiederverwertung und Müllvermeidung beinhaltet Upcycling häufig außerdem Nachhaltigkeitsgedanken.

 



UTZ-CERTIFIED / RAINFOREST ALLIANCE

Das Siegel Rainforest Alliance steht für nachhaltige Landwirtschaft. Es ist ein Zusammenschluss der beiden vorher unabhängigen Siegel Rainforest Alliance und UTZ. Der Standard enthält klare Anforderungen,aber auch Werkzeuge zur Unterstützung von Landwirten und Unternehmen, die nachhaltiger anbauen, wirtschaften und handeln möchten. Ziele sind dabei der Schutz bestehender Wälder und die Förderung nachhaltiger Anbaumethoden sowie klimafreundliche Landwirtschaft, um sich an die aktuellen Klimaauswirkungen anzupassen. Aber auch die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Bäuerinnen und Bauern sowie der Arbeiterinnen und Arbeiter und der Schutz vor Menschenrechtsverletzungen sind Bestabdteil der Anforderungen von Rainforest Alliance. Das Siegel findet sich auf Produkten wie Bananen, kakaohaltigen Produkten, Kaffee oder Tee – auch bei ALDI SÜD.

 

 



VEGAN/VEGETARISCH

In einem sind sich vegan und vegetarisch lebende Menschen einig: Sie lehnen den Fleisch- und Fischverzehr ab. Während die vegetarische Lebensweise tierische Produkte wie Milch oder Eier nicht ausschließt, verzichten Veganer auf jegliche Produkte aus tierischer Herkunft. Auch Honig, Wolle und Lederwaren werden von Veganern gemieden, da nach ihrem Verständnis sämtliche tierische Produkte mit Tierleid verbunden sind. ALDI SÜD baut sein vegetarisches und veganes Sortiment immer mehr aus. Immer mehr Produkte sind mit dem V-Label vegan, V-Label Vegetarisch oder der Veganblume gekennzeichnet und daran leichter zu erkennen.

 



VERANTWORTUNG

Verantwortung zu übernehmen, ist ein Kerngedanke der Nachhaltigkeit. Nur wer Verantwortung für die Umwelt übernimmt, für die Gesellschaft, für kommende Generationen, findet nachhaltige Lösungen. Auch ALDI SÜD übernimmt Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette.

 



VERBRAUCHSDATUM

Das Verbrauchsdatum kennzeichnet leicht verderbliche Ware wie Frischfleisch oder -Fisch. Es nennt den letzten Tag, an dem das Lebensmittel verkauft und verzehrt werden darf. Damit ist es nicht zu verwechseln mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (s. “M - Mindesthaltbarkeitsdatum" ↑), das wesentlich mehr zeitlichen Spielraum zulässt.

 



VERPACKUNGSABFÄLLE

Verpackungen haben die verschiedensten Funktionen. Sie dienen dem Schutz von Produkten vor Beschädigung oder Beschmutzung sowie dem sicheren Transport. Veränderte Lebens- und Konsumgewohnheiten haben die Menge an Verpackungsabfällen in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig steigen lassen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, reduzieren und optimieren wir unsere Verpackungen im Rahmen unserer #ALDIVerpackungsmission.

 



VERPACKUNGSMISSION

Die Verpackungsmission ist eine von der Unternehmensgruppe ALDI 2018 gestartete Initiative. Sie basiert auf drei Prinzipien: Verpackungen vermeiden, Verpackungen wiederverwenden und Verpackungen recyceln. Bis Ende 2022 sollen dabei alle Eigenmarkenverpackungen recyclingfähig sein. Außerdem soll bis Ende 2025 der Materialeinsatz der Eigenmarkenverpackungen um 30 Prozent gegenüber 2015 und im Verhältnis zum Umsatz reduziert werden und 40 Prozent des Obsts und Gemüses unverpackt angeboten werden. Mit dem Rezyklatziel sollen alle Kunststoffverpackungen der Eigenmarken bis Ende 2025 aus durchschnittlich mindestens 30 Prozent recycelten Materialien bestehen und 40% an Virgin-Kunststoff reduziert werden.

 

 



WALDSCHUTZ

Jedes Jahr verschwinden laut der Umweltschutzorganisation WWF rund 14 Millionen Hektar Wald durch Rodung von der Erde – eine Fläche, die größer ist als Österreich und die Schweiz zusammen*. Gleichzeitig sind Wälder durch die Klimakrise bedroht. Da Wälder Wasserspeicher, Luftfilter, Bodenschützer und Kohlenstoffspeicher zugleich sind, sind sie für die Gesundheit des Planeten immens wichtig. Der Waldschutz hat auch für ALDI SÜD Priorität und führt zu vielfältigem Engagement.

*Quelle: WWF

 



WASSERKNAPPHEIT

Wasserknappheit ist weltweit immer öfter ein Problem. Gründe dafür sind u.a. die wachsende Weltbevölkerung, steigender Konsum, der Klimawandel und immer mehr künstliche Bewässerung in der Landwirtschaft. Obwohl im Prinzip genug Wasser vorhanden ist, ist es geographisch und saisonal ungleich verteilt. Deutschland ist zwar an sich ein wasserreiches Land, dennoch kann auch hier das Trinkwasser zeitweise knapp werden.

 



WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Jedes Produkt durchläuft einen Veränderungsprozess – vom Rohmaterial bis zur Verwendung. Die Wertschöpfungskette bildet dabei die unterschiedlichen Tätigkeiten ab, die nötig sind, um ein Produkt zu entwerfen, herzustellen, zu vertreiben und zu verkaufen. Dabei kommen unterschiedliche Bereiche eines Unternehmens zum Einsatz: Logistik, Produktion, Marketing und Vertrieb und Kundenservice. Oft sind die Wertketten eines Unternehmens auch mit den Wertketten der Lieferanten und Abnehmer verknüpft. Der am Ende erschöpfte Wert ermisst sich aus dem Unterschied zwischen den eingesetzten Ressourcen und dem Ertrag, den ein Produkt einbringt.

 



WORK-LIFE-BALANCE

Wenn Berufs- und Privatleben im Gleichgewicht stehen, spricht man von Work-Life-Balance. Häufig wird der Begriff Work-Life-Balance auch als Vereinbarkeit von Familie und Beruf angesehen. ALDI SÜD ist bestrebt dieses Gleichgewicht in Bezug auf Arbeitszeiten und -bedingungen bestmöglich zu berücksichtigen. So ist beispielsweise ein Großteil der Jobs in Teilzeit möglich, die Arbeitszeit wird minutengenau erfasst und Überstunden können durch Freizeit ausgeglichen oder ausbezahlt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit Entgeltbestandteile in ein Auszeitkonto einzuzahlen und für eine geplante Auszeit zu nutzen.

 

 



ZERO WASTE

Zero Waste ist eine weltweite Bewegung, die danach strebt, möglichst wenig Abfall zu produzieren. Dabei wird Müll soweit es geht, vermieden – und andernfalls wiederverwertet und recycelt. Auch wenn es schwierig erscheint, Müll vollkommen zu vermeiden, können Verbraucher im Alltag viel tun, um Abfälle zu verringern. Im Zuge der Verpackungsmission arbeitet ALDI SÜD ebenfalls daran, unnötigen Verpackungsmüll abzuschaffen.

 



ZERTIFIZIERUNG

Durch Zertifizierungen werden einheitliche Standards definiert und eingehalten. Ob im Straßenverkehr, im Lebensmittelhandel, beim Schulabschluss und in vielen andere Bereichen: eine Zertifizierung bietet Sicherheit. Zertifizierungen operieren entweder auf nationaler Ebene, europaweit oder auch weltweit. Ein Beispiel ist die internationale Zertifizierung GLOBALG.A.P, die für alle Obst- und Gemüseprodukte von ALDI SÜD gilt.

 

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