#Haltungswechsel: Unser Versprechen für mehr Tierwohl

Wir möchten, dass Tierwohl eine Selbstverständlichkeit wird. Aus diesem Grund stellen wir bis 2030 konsequent 100 Prozent unseres Frischfleisch-Sortiments (Rind, Schwein, Hähnchen, Pute; ausgenommen (internationale) Spezialitäten und Tiefkühlartikel) auf die hohen Haltungsformen 3 und 4 um. 

„5D“ bedeutet, dass jeder einzelne Schritt der gesamten Wertschöpfungskette bei konventionellem Schweinefrischfleisch** (Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Zerlegung/Verarbeitung) in Deutschland stattfindet. Die Umstellung soll spätestens zum vierten Quartal 2022 abgeschlossen sein, um unseren Lieferanten genügend Vorlauf zu gewährleisten. Wir setzen bei Schweinefrischfleisch** schon lange auf deutsche Ware. Lediglich der erste Schritt der Wertschöpfungskette – die Ferkelgeburt – findet derzeit auch noch in Nachbarländern statt. Neben dem Bekenntnis zu Qualität aus Deutschland möchten wir den deutschen Ferkelerzeugern eine verlässliche Zukunftsperspektive für den Standort Deutschland geben. 

Schritt für Schritt: So wollen wir den Haltungswechsel schaffen

Die Stufen der Haltungsform – Einfach erklärt!

In der Haltungsform 3, auch Außenklima-Haltung genannt, haben die Tiere z.B. Zugang zu frischer Luft, mehr Platz und bekommen Futter ohne Gentechnik. Die Haltungsform 4 steht für die Premiumstufe wie z.B. Bio, hier können sich die Tiere u.a. draußen aufhalten und haben noch mehr Platz als in Haltungsform 3. Mehr dazu erfährst du im Video.

Schweinefleisch von Fair & Gut

Ein Blick hinter die Kulissen unseres FAIR & GUT Landwirtes Ulrich Schulze Vowinkel aus dem Münsterland. Wie er seinen fairen Ackerbau meistert und in seinem Schweinestall für mehr Tierwohl sorgt, erfährst du in dem Video.

ALDI SÜD belegt Platz 1 im Greenpeace Supermarkt-Check

Im September 2021 wollte Greenpeace erneut von acht großen Lebensmitteleinzelhändlern wissen, ob die einheitliche Haltungskennzeichnung auf allen Frischfleisch-Produkten genutzt wird und wie groß der prozentuale Anteil der jeweiligen Haltungsform-Stufe beim verkauften Frischfleisch ist. Zudem wurde abgefragt, inwiefern die Händler planen, die niedrigsten Haltungsformen langfristig aus dem Sortiment zu nehmen. Im „Supermarkt-Check“ belegt ALDI SÜD den ersten Platz. 

Denn wir haben im Vergleich zum Vorjahr nicht nur unser Angebot in den höheren Haltungsformen deutlich ausgebaut, sondern auch den Anteil an Schweinefrischfleisch aus der niedrigsten Haltungsform 1 nahezu halbiert. Schon heute beziehen wir rund 15 Prozent des Umsatzes unseres Frischfleischsortiments aus den tierwohlfreundlicheren Haltungsformen 3 und 4.

Der Umbau der deutschen Landwirtschaft: Das geht nur gemeinsam

Dies ist ein Projekt mit großer Tragweite und nicht ohne wirtschaftliches Risiko. Doch der Haltungswechsel soll auch genau das sein: eine Frage der Haltung – für einen tiergerechteren und nachhaltigeren Fleischkonsum sowie ein umfassendes Umdenken entlang der gesamten Lieferkette. Diesen Weg gehen ALDI SÜD und ALDI Nord gemeinsam.

Der Lebensmittelhandel ist ein komplexes System aus vielen Akteuren. ALDI kann als Händler den Haltungswechsel nicht allein stemmen. Es müssen alle investieren und bereit sein, gemeinsam diesen Schritt zu gehen: die Kunden, die Wettbewerber, die Landwirte, die Lieferanten und die Politik.

Die Landwirte

Uns ist bewusst, dass der Haltungswechsel für viele Landwirte eine Herausforderung darstellt. Wir wissen aber auch, dass sich schon viele mit uns gemeinsam auf den Weg gemacht haben. Die Umstellung auf Außenklima- oder Premium-Haltung, die Erweiterung bzw. der Umbau von Ställen und die Verbesserung von Haltungsbedingungen erfordern hohe Investitionen und bergen ein finanzielles Risiko. Landwirte und Verarbeiter brauchen stabile Abnahmemengen und Planungssicherheit. Wir verstehen uns als Partner der Landwirte, Lieferanten und Hersteller und bieten ihnen einen verlässlichen Absatzkanal für Tierwohl-gerechteres Fleisch aus Deutschland. 

Die Politik und der Markt

Gleichzeitig appellieren wir an die Politik, die Lieferanten und den Handel. Mit unserem Versprechen des Haltungswechsels möchten wir die Politik unterstützen, rechtliche Rahmenbedingungen für einen langfristigen Umbau der deutschen Landwirtschaft zu schaffen. Wir hoffen auch, dass sich andere Händler anschließen und wir gemeinsam den Wandel eines Marktes herbeiführen können, der in den letzten Jahrzehnten vor allem auf Quantität ausgerichtet war.

Die Kunden

Wir sind auch auf die Hilfe unserer Kunden angewiesen. Höhere Tierwohlstandards sind mit höheren Kosten bei der Produktion verbunden. Das hat Auswirkungen auf den Verkaufspreis. Doch Nachhaltigkeit und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schließen sich nicht aus. Wir glauben, unsere Kunden sind bereit für diesen Wandel. Eine steigende Nachfrage nach Fleisch aus den Haltungsformen 3 und 4 ermöglicht es uns, den besten ALDI Preis anzubieten.

Was du tun kannst

Unterstütze auch du mit dem Kauf unserer Marken GUT bio und FAIR & GUT die Umstellung zu mehr Tierwohl. Denn nur gemeinsam – mit euch, der Politik und der Landwirtschaft – kann der #Haltungswechsel gelingen.

Wir wünschen uns, dass all diese Akteure gemeinsam schon „heute für morgen“ einstehen. Damit einfaches Einkaufen mit gutem Gewissen ganz selbstverständlich wird.

*bezogen auf Umsatz (Durchschnitt ALDI Nord & ALDI SÜD) in Deutschland mit Frischfleisch der größten Nutztiergruppen Rind, Schwein, Hähnchen und Pute; ausgenommen (internationale) Spezialitäten und Tiefkühlartikel.

**ausgenommen internationale Spezialitäten, Bioprodukte, Filet und Tiefkühlartikel.

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