Weine aus Deutschland, einem der ältesten und bedeutendsten Weinbauländer Mitteleuropas, genießen international hohes Ansehen. Reizvolle, abwechslungsreiche Landschaften prägen die 13 Weinanbaugebiete; spektakuläre Steillagen, schmale Flusstäler und bis zum Horizont reichende üppige Rebflächen sind neben verschiedenen Klimazonen und Bodentypen mitverantwortlich für eine unglaubliche Weinvielfalt.
Langweilig sind deutsche Weine nicht: im Gegenteil. Durch die nördliche Lage − der Weinbau stößt an seine klimatische Grenze − und das kühlere Klima entfalten die Trauben zur Lesezeit mehr Weinsäure, aber dafür weniger Gerbstoffe als Trauben aus südlicheren, wärmeren Regionen.
Das verleiht deutschen Weinen ihre typische unnachahmliche Frische und Spritzigkeit.
Herkunft: Mittelrhein ist ein kleines Anbaugebiet mit einer Rebfläche von nur 455 Hektar, es reicht von Königswinter im Norden bis zum Rheingau im Süden. Die zum Teil extrem steilen Weinberge prägen zusammen mit den zahlreichen Burgruinen und Schlössern eine atemberaubend schöne Landschaft. Dem trug die UNESCO Rechnung, indem sie 2002 das Mittelrheintal zwischen Bingen-Büdesheim und Koblenz zum Weltkulturerbe erklärte. Durch den Zustrom milder Luft von Süden entwickelt sich im Rheintal ein optimales Klima für die angebauten Rebsorten, überwiegend wird hier Riesling angebaut.
Eigenschaften: Riesling, gern auch als Königin der Rebsorten bezeichnet, findet weltweit immer mehr Liebhaber. Gerade in Deutschland findet diese anspruchsvolle Sorte optimale Bedingungen und bringt meist Weine mit einer gut ausbalancierten Säure und Frische hervor. Dieser funkelt hellgelb mit grünen Reflexen im Glas, im Duft präsentieren sich Aromen von Äpfeln und dezenten Zitrusnoten. Mit seinem angenehmen Geschmack, frischer Frucht und deutlicher Säure empfiehlt er sich als Begleiter von Fisch und Meeresfrüchten, aber auch von leichten Kalbfleisch- und Geflügelgerichten, knackigen Salaten und Spargel.