Weine aus Deutschland, einem der ältesten und bedeutendsten Weinbauländer Mitteleuropas, genießen international hohes Ansehen. Reizvolle, abwechslungsreiche Landschaften prägen die 13 Weinanbaugebiete; spektakuläre Steillagen, schmale Flusstäler und bis zum Horizont reichende üppige Rebflächen sind neben verschiedenen Klimazonen und Bodentypen mitverantwortlich für eine unglaubliche Weinvielfalt.
Langweilig sind deutsche Weine nicht: im Gegenteil. Durch die nördliche Lage − der Weinbau stößt an seine klimatische Grenze − und das kühlere Klima entfalten die Trauben zur Lesezeit mehr Weinsäure, aber dafür weniger Gerbstoffe als Trauben aus südlicheren, wärmeren Regionen.
Das verleiht deutschen Weinen ihre typische unnachahmliche Frische und Spritzigkeit.
Herkunft: Im Ländle bestimmen die Genossenschaften den Markt. Sie produzieren fast 80 Prozent der gesamten Weinproduktion, die die Schwaben gerne selbst trinken. Sie sind mit 40 Litern pro Kopf die größten Weintrinker Deutschlands. 40 Prozent der deutschen Rotweine kommen aus den weit verstreuten Rebflächen zwischen Bad Mergentheim im Norden und Tübingen im Süden.
Eigenschaften: Schwarzriesling, in Frankreich auch als Pinot Meunier bezeichnet, stellt meist nur geringe Ansprüche an Lage und Boden. In Deutschland wird er überwiegend in Württemberg angebaut. Die Weine haben eine rubin- bis ziegelrote Farbe, sind meist samtig, harmonisch im Geschmack und nicht zu kompliziert. In der Nase verwöhnen feine Himbeer-, Brombeer- und Kirschfrucht. Saftig und mit guter Struktur überzeugt er am Gaumen und begleitet Gerichte der schwäbischen Küche und Nudeln optimal.